Prosagedichte ✓ Gedichte ohne konstitutiven Formelemente wie Verse oder Reime

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Beitrag 2521 - 2555 von insgesamt 2562 Texten in dieser Kategorie
von Dieter Strametz

Das Leben ein Traum
Jugendträume
Blütenträume
Albträume

Der erste Versuch
ganz daneben
und der zweite
nicht viel besser

Bei Einbruch
der Unkenntnis
dunkle Welten
ferne Galaxien…

von Michael Jörchel

Wenn der Sommer weicht
und der Herbst
kühle Winde auf die Welt schickt
dann sehnt man sich,
schwermütig,
nach den herrlichen Zeiten
als noch Wärme und Sonnenschein
die Welt regierte
und wir,

von Peter H. Carlan

Wenn unterm Herbstmond sich aus festem Griff
die Sommertage winden

und vor dem blassen Horizont
allmählich die Konturen schwinden,

wenn mir die trüben Nebel
vorschnell mein Antlitz nehmen,

dann hocke ich…

von Ruth Weber-Zeller

das faulige ich gepflückter
äpfel nach aussen
gekehrt, steigt der dunkle vom
getrennten baum, die
schleichende lebenszeit in seine
dürre hand gesperrt, um geborgene blätter
auf seiner spur zu streuen.

von René Oberholzer

Ein Schrei
Schiefert durch die Nacht
Verstummt
Vor der Allmacht der Kristalle

von René Oberholzer

Der Regen setzt ein
Und verwischt deine Spuren

Hinter der Scheibe
Im wegfahrenden Auto

Deine winkende Hand
Löst sich allmählich auf

Wird zu frischer Farbe
Auf meiner inneren Leinwand

Und…

von René Oberholzer

Ich gehe
In Deckung
Vor den Strahlen
Deines tödlichen
Lächelns

von Michael Perkampus

Ich zog die eigentlich schwere Haut an, den Mantel der Jahre, die ich noch kannte. Ich kann Lippen abwarten, ich kann langsamen Duft verstehen; kann auch von einem Fieber überrascht werden, das in einem Gegenüber Furchen zieht.
Du (und ich…

von René Oberholzer

Er marschierte an den Strand
Eine Zeitschrift unter dem Arm
Die Augen zum Himmel gerichtet
Als ihm eine Stimme einflüsterte
Diese Tage sind geklont

Er marschierte an den Strand
In Sandalen und leicht…

von bernd tunn tetje

Schummrige Gassen.
Laternen flimmern.
Feuchte Wände.
Pflaster schimmern.

Mond milchig.
Schritte verhallen.
Schmale Gassen
wie dunkle Fallen.

Behauchte Fenster
als stumme Zeugen.

von Reim Ereien

fort gezogene Vogelschar, lang gezogener Winter, warten auf die Sonne, bin meinen Trost los, vermisse meine Laune, bloß, dieser kleine Wink von dir, ich warte hier

von René Oberholzer

Wir reglementieren die Wege die Strassen die Sackgassen
Wir reglementieren den Wind die Wolken das Wetter
Wir reglementieren die Buchstaben die Wörter die Sätze
Wir reglementieren die Gene die Moleküle die Atome
Wir…

von Robert K. Staege

In der lichten Kathedrale
der spätherbstlichen Chaussee
läutet der Wind die Glocken.

Letzte Blätter verwehen
wie erlöschende Kerzen,
die im Weihrauch des Nebels
verschwimmen.

Schwarz stehen die Linden…

von René Oberholzer

Mit dem Zeichenblock in der Hand
Sitze ich am Strand und blättere

Die Fahne über dem Restaurant
Tanzt im aufkommenden Wind

Sie hatte luftiges Haar
Und einen sinnlichen Mund

Die Zeichnung liegt Jahre…

von René Oberholzer

Einer starb mit 40
Alle weinten

Einer starb mit 90
Niemand weinte

Alle haben nichts
Begriffen

von Birgit Mancevski

Meine Seele, sie ist so nah bei mir.
Ich spüre mich in jeder Zelle meines Körpers.
Ich weiß, ich will mich zeigen und die Welt umarmen.
Ich brauche dich nicht, du brauchst mich nicht.
Das ist Liebe, die ich nur in mir…

von Mara Krovecs

Was ich in meinen Händen trage
ist weich
wie ein zitterndes Vögelchen
das mir Rot
aus meinem Herzen zieht

*

ich trage es zum Tor
aus Glas
hinter dem heute
ein Winter liegt

*

von Chynoah Molineaux

In tiefer Nacht
voll Angst und Schreck'
bin ich erwacht
von einem Traum

Der Traum, er handelt von dir
Ein Traum, so herrlich, so unglaublich
Du willst ihn hören, sagst du mir
„Hör mir zu, so schließ die…

von René Oberholzer

Der Kuss in der Wohnwand
Unsichtbar eingeschlossen
Neben der Familiengalerie
Von Mund geformt
Für die Sicherheitsserie
Strapazierfähiger als so manche Ehe

von René Oberholzer

Vom Himmel hoch
Da komm ich her
Sagte ich ihr

Das ist mir zu hoch
Sagte sie
Und lachte dabei

Ich drehte mich um
Und ging barfuss
Durch die Hölle

von Martin Gehring

Das Leben ein Auto
vor sich hergeschoben
mit angezogener Bremse
Warum alles oder etwas
Das Heute ist morgen
auch noch dringend
Aufschübe wegdelegiert
Geschlossene Augen
garantieren Unsichtbarkeit…

von Marcel Strömer

Dies ist der Diamant um den wir tanzen,
den wir schneiden, schleifen und polieren,
das sinnliche Gold - das Innere,
das wir in alle Welt hinaustragen,
noch unbeachtet, als Rohdiamant verschmäht -
an dem es zuerst…

von Peter H. Carlan

Meine Worte hängen
fest
als

literarisches Vermächtnis

im
W internet Z
der Kreuzspinne

von René Oberholzer

Die Palmen
Und die Panne
Auf diesem Foto
Du zeigtest
Mit dem Finger
Auf mich

Im Koffer hatte ich
Eine Wolke
Zum Aufblasen
Mit ihr
Machte ich mich
Aus dem Staub

von René Oberholzer

An einem fahlen Märzsonntag
Geht die herausgeputzte Liebe aus
Schaut sich nach allen Seiten um
Wartet auf den nächsten Frühling

An einem fahlen Märzsonntag
Hängt der Hochnebel schief
Hält sich die Sonne…

von René Oberholzer

Die Tische
Im Gleichschritt
Zum letzten Konzert

Die Stühle
Verloren
Im weiten Saal

von Michael Jörchel

Wie ein Türsteher
versperren meine Selbstzweifel
den Eingang zu meinem Leben.

Komplimente
und Freunde, die es gut mit mir meinen
wird der Einlass verwehrt.

Stattdessen haben Kritik
und Menschen, die…

von Dieter Strametz

Kurz vor dem Giftgas
einen Wimpernschlag
vor der Neutronenbombe
kam der Friede, war einfach da

Die Strategen aller Länder
hingen ratlos an den Schaltpulten
in den Waffenfabriken
machte Verzweiflung sich…

von Oliver S

Ihre kleine Gestalt im Kontrast meines kräftigen Körpers;
Eisschollen treiben verwirrt die Küste entlang;

Lidschläge gipfeln in Ewigkeiten;
Am Horizont der einsame Schein des Leuchtturms;

Die kleinen Grübchen wenn sie…

von René Oberholzer

Norah Jones ist meine heimliche Schwester
Mit ihr schleiche ich durch die Halbschatten
Schmunzle dabei und vergesse nicht
Einen Teil des Mondes anzuknabbern
Ich weiss dass er wieder nachwächst
Für unser nächstes…

von René Oberholzer

Manche meinen
Man könne
Den Tod
Mit dem Leben
Tauschen
Aus

von Heiner Brückner

Du beruhigende Stille,
schweige dich aus.
Deine Stummheit ruft
aus dem Lärmberg zu mir,
unter dem deine Stimme verschüttet liegt.

In der Scherbe des Tonkruges knistert
die erhärtende Hitze des Brennofens,…

von René Oberholzer

Du stehst im Pullover
Wie gelähmt am Geländer

Der Abschied an der Treppe
Verwässert Deine Augen

Ich betrete leise die Nacht
Ihre Schatten fressen uns auf

von René Oberholzer

Man sollte dem Leben nicht mehr Jahre geben
Sondern den Jahren mehr Leben

Man sollte den Männern nicht mehr Frauen geben
Sondern den Frauen mehr Männer

Man sollte den Bergen nicht mehr Wanderer geben
Sondern den…

von René Oberholzer

Der Himmel über dem alten Hafen
Ein hellblaues Zelt

Die Häuser an den Uferstrassen
Kulissen für ein Theaterstück

Es könnte den Titel tragen
Der gleichgültige Frieden

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