Die Erinnerung

von Marcel Strömer
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Im gebündelten Sonnenstrahl
verbirgt sich das Farbenspiel
verschollener Zeit.
Die Erinnerung tanzt noch einmal
über erdachten Raum:
über Tische, Stühle und Bänke,
über Liegengelassenes und Verstaubtes,
gefolgt vom Schatten,
der sich seiner Botschaft sicher ist,
und alles Leben
milde mit seiner Ruhe bedeckt.

Menschen, die hier ein und ausgingen
singen ihre Lieder zum Gruß
im flackernden Sonnenlicht.
Lächelnd verkünden sie ihre Botschaft
aus Dankbarkeit und Verbundenheit,
erblühend im magischen Moment.
Alte Muster an den Wänden,
durchleutende Wahrheiten,
Augenblicke rollen den Film ab
und projezieren Glanz und Leuchtkraft
auf Schweigen und Fassungslosigkeit.

Mag sein, der Rückblick streift Gefühle
und alte Wunden, mag sein, dass die Zeit
auch Zeitliches vergisst.
Der Augenblick atmet Licht in Farbe,
taucht Wort ins Schweigende,
erinnert durch sein Bild,
schlägt eine Brücke vom Hier ins Jetzt,
vergißt den Schlaf,
steht in der Luft, erhebt sich,
als wäre es die hohe Pflicht,
holt tiefen Atem, die der Suche,
bis er flieht.

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