Stadtgedichte ✓ Gedichte über die Stadt oder das Leben in ihr

Bild einer Brücke zur Stadt

Schon Theodor Storm schrieb in seinem Gedicht »Die Stadt« (damit gemeint war seine Heimatstadt Husum) von einem Ort, der - trist, grau, ohne Wald - dennoch ein Platz ist, an dem Herzen und Erinnerungen hängen. In diesen Gedichten können Sie „Geschichten" darüber lesen.

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von Willi Grigor

Sie hat viel die feine Stadt,
von allem nur das Beste.
Es ist eine reine Stadt,
das lieben ihre Gäste.

Ein Inselstaat, ein reiches Land,
einst britischer Besitz.
Sein demokratisches Gewand:
Für viele nur…

von Franz Pete

Wieder rot an der Ampel
Vorbei an Döner Buden Kodi und Gazos Markt
Kinder Kirmes. Säufer und ihre Flaschen.
Eine buntes Treiben entlang der Wupper
Im Radio ein Lied. Amerikanisch.

Zwei Stunden zehn gut in der Zeit…

von Corinna Herntier

Alle Straßen hier und Wege sind seit Kindheit mir vertraut.
Meine Wurzeln tief verwachsen, mit der Heimat fest verbaut.
Wenn ich mich zurück entsinne, gibt es weder Bruch noch Schluss
- alles ist seit Kindertagen wie aus einem…

von Volker C. Jacoby

In den Zeiten der Antike
lag, wo heute die Türkie,
eine Stätte, stark befestigt,
Troja nennt noch heut man sie.

Von dort begab sich ein Herr Paris,
welcher Sohn des Königs war,
auf eine Reihe von Safaris,…

von bernd tunn tetje

Wählst das Leben.
Hat dir was zu geben.
Auf Hoffnung setzen.
Nicht Gedanken wetzen.

Guten Dinge verwalten.
Anderes ernster halten.
Seele Freiheit lassen.
um Tiefes zu erfassen.

Vieles will nach…

von D.R. Giller

Hätt' ich ein Hund, dann würd er heißen
Tabelle
Tabelle, Tabelle
Ein Laut auf der Stelle
Belle, eine Welle beim Gassi, fass Sie
Gib Laut, Turbotaffbelli
Die Welle beim Laufen
Und mein Hund am schnuppern…

von Axel C. Englert

Ein Treppenhaus war aus dem Häuschen!
Aus der Puste! Braucht’ ein Päuschen!
Denn „Treppen – Haus“ kann bloß man rufen:
Doch Haus – KOMPLETT gemacht aus Stufen?

Nur – sind da Wohnungen mit drin –
SO etwas – macht…

von * noé *

Mancher Dussel wohl hat Schorf,
Düssel hat sogar ein Dorf!
Doch, was mir am liebsten ist,
ist eine Burg mit Namen Duis.

Wenn ich sie flanieren seh,
auf der Meile, genannt "Kö",
verstehe ich nicht ihren Spaß,…

von Volker C. Jacoby

Es gibt ein altes Metier:
besitzt man keinen Heller,
dann fass‘ man sich und man ergeh‘
berufen sich als „Preller“.

Man zeche kräftig, gut und viel,
und dann, auf alle Fälle,
verschwinde man spontan mit Ziel,…

von Axel C. Englert

Die Lesetour, im schönen Wien –
War ein Erfolg! Die Sonne schien…
Bloß Krause wirkte leicht bedrückt:
„Hier is nix los! Ick werd varrückt!“

Dies änderte sich – kurz darauf:
Die Polizei, im Dauerlauf,
Nahm…

von Volker C. Jacoby

Messer-, Gabel-, Löffelweis:
Melodie der Tellerspeis,
Nudelsoß und Schweinereis,
Corned Beefy, Ochs mit Mais.

Jüngling speist und Jubelgreis,
Fettmatron im Paradeis,
Rumgekau und Reingebeiß,
Supp,…

von Axel C. Englert

Ein E – Werk weltberühmt wohl war:
MONOPOLY! ICH bin ein STAR!
(Im Gegen – Zug, der West – Bahnhof:
Stillgelegt! Der Kerl ist doof…)

Doch in den Dschungel geh ICH nicht!
Da ist das Wasserwerk! Nicht dicht…

von Volker C. Jacoby

oder: Das Büro ist nicht alles

Herr Klein und Herr Melander, diese beiden,
sie schafften wochenlang schon durch beim Architekt;
zwar konnten sie Herrn Kampe recht gut leiden,
doch langsam war die Luft raus beim Projekt.…

von A. d. Tiefe

keine katze
eine außenlose
matratze auf
der straße
und frische
molly luft sie
hat die dicksten
titten geil

soul explosion
flyer nasses
pflaster töne
ferne baum
stümpfe auf…

von Walter W Hölbling

lange
wie lange
ist es her
dass ich die strassen dieser stadt
beschreiten konnte
ohne quälende gedanken

die furcht vor dem vergess'nen tun
die last der faul vertanen zeit
der zwang zur effizienz…

von Volker C. Jacoby

"Die weltbekannte runde Pizza
zu uns kam aus dem schönen Nizza."

"Nu mach kein' Quatsch, du sagst das nur,
weil sich das reimt, so auf die Tour!"

"Nein, nein, es wird gesagt, die Pizz-
a hat in Nizza ihren Sitz!"…

von René Oberholzer

Mit Roger vielleicht einmal
Mit Vanessa nie und nimmer
Mit Günter nur im äussersten Notfall
Mit Susanne wenn es die Zeit erlaubt
Mit Peter in der Dunkelheit
Mit Wilhelm nur am Zahltag
Mit Silvia manchmal

von Volker C. Jacoby

Einem Bürger kürzlich lief
zu - sieh an! - ein Pinguin.
Ungewöhnlich dies, er rief
Polizei an: womit hin?

Polizei sprach: "Immer sachte!
Wählen Sie mal die Numero
drei vier sieben fünf fünf achte,
fragen…

von Rochus Stordeur

ach frage den schwatzenden türkischen jungen
nach kaufland und uhrzeit und auch noch nach bach
er sitzt so bestürzt und verrapt und zersungen
und weitläufig fröhlich und sieht dir lang nach

so leer und so schief sind die…

von Erwin Sesterhenn

Aus der Ferne nähern sie sich einem Dächermeer,
Und auf dem Weg werden Straßen breiter und voller.
Da ist's passiert: der Stillstand wird immer doller,
Aus Eile hupen sie in den Autoschlangen sehr.

Abgehetzt eingetroffen…

von Büsra Koc

Leuchtende Leichen lallen ein Lied
Ein schiefes Lied, ein schlechteres Lied
Sie sind kaum synchron
In einem Ton

Doch keiner stört sich an ihnen
verlieren sich doch alle in ihren Routinen
und haben alle…

von Volker C. Jacoby

Beim Sitzen hemmen in Kaschemmen
Scheißschemel hemmungsloses Schlemmen.
Schluckt schlürfend man - am Tresen klebend -
sind sie zu niedrig, unerhebend.

Im Schummerlichte, schemenhaft,
schmeckt scheußlich…

von Volker C. Jacoby

Ein saarländischer Ort der wahren Freude

Wadgassen ist ein schöner Ort,
ein mancher wäre gerne dort!
Hier freut man sich langer Zeit
der Tugend und der Höflichkeit.

Die "Villa Wuadegozzinga"
war Königsort der…

von Volker C. Jacoby

.
Herr Ehrmanntraut aus Elberfeld
bereiste Städte gern der Welt.
In München auch, der Bayernstadt,
sah er, was die zu bieten hat.

So suchte auf er - ohne Warten -
den englisch angelegten Garten,
den…

von Frank Wartner

frei schwimmer am becken rand
der leiber unzahl kühlt in scharen

postlederne häute treiben schweiß
und auf den wiesen hört man

das geschrei der leibesfrucht.
der pomadenhengst trifft sich

am zehnmeterturm…

Seiten

Die Stadt- selbst ist sie nicht das Leben, allerdings ist sie zentraler Dreh- und Angelpunkt für einen Großteil aller lebendigen Aktivitäten. Hier entsteht Kultur, hier wird Geschichte geschrieben, und hier lebt auch der ganz normale Mensch, seinen ganz normalen Alltag. Die Stadt ist der Schauplatz vieler Stadtgedichte oder Prosatexte, die sich mit dem Thema Stadt und allem was in ihr passiert beschäftigen können.