Der Ruf

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Ich spüre in mir wie ein Suchen,
leise erst, kaum zu erklären -
ich versuch's zu überhören,
dieses eindringliche Rufen.

Schließ' mich in dein Wesen ein,
hier will ich geborgen sein ...

Es ist tief in den Gedanken -
ich versuch', sie wegzuschieben.
Was will ich mehr denn, als nur Lieben!
Doch gerate ich ins Wanken.

Dass du mich nur nicht gehen lässt ...
Bitte, Liebes, halt' mich fest!

So ein innerliches Streben -
Liebes, mich an dich zu lehnen,
erfüllt nicht mehr mein ganzes Sehnen,
ich hab' mehr von mir zu geben.

Könntest du es nur verstehen -
Doch, mein Liebling, ich muss gehen!

Nicht dir allein schlägt's tiefe Wunden ...
Dennoch weiß ich jetzt im Stillen,
ich MUSS diesen Dienst erfüllen.
Im Inner'n bleiben wir verbunden.

Ich gehör' nicht mir allein -
Gott setzt mich für Viele ein ...

© noé/2015 Alle Rechte bei der Autorin.

Konflikt eines Spätberufenen.

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Kommentare

19. Feb 2015

Wenn man so nach innen lauscht -
Hört man: eine Stimme rauscht...
LG Axel

19. Feb 2015

Solange es nicht das "Weiße Rauschen" ist - oder gar DER Rausch an sich...