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Beitrag 1 - 35 von insgesamt 9317 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Du hast den Schnee zu einem Berg gehäuft,
einem unschmelzbaren, zwischen dir und mir.
Er gefriert unter deinem kalten Lächeln.

Ich streute darauf viel staubigen Sand,
bitteres Salz, gepaart mit reiner Wahrheit
und…

von Volker Harmgardt

Auge in Auge,
in zärtlicher Berührung
bist du aus unserer Mitte
gegangen.

Auge in Auge
haben wir dich bis zur
Regenbogenbrücke geführt,
an diesem ersten Frühlingstag
im März.

Auge in Auge,…

von marie mehrfeld

orte, an denen ich nicht war,
sind ohne mich ausgekommen,
und ich ohne sie,

meine irrwege
brachten mich näher zu dir,
brücken, die uns tragen,
bauten wir aus den steinen,
die uns stolpern ließen,…

von Kurt Tucholsky

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
Mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer…

von Volker Harmgardt

Dämmerlicht fällt ins Tal,
ein Windhauch zieht durch Äste
und Steine, gleich der Trauer,
die in den Wolken hängt
und den Himmel weinen lässt.

von Lisi Schuur

Wenn ich dich ansehe

als ob
mein Stern ertrinkt
in schemenhafte Zweige
eines alten Baumes sinkt
bist meinem
Herzen
so fremd
geworden

zertretene Wiesen
bespielt der Wind
mit…

von Rainer Maria Rilke

Ich bin auf der Welt zu allein und doch nicht allein genug
um jede Stunde zu weihn.
Ich bin auf der Welt zu gering und doch nicht klein genug
um vor dir zu sein wie ein Ding,
dunkel und klug.
Ich will meinen Willen…

von marie mehrfeld

ich will, ich will so seltsam viel an
manchen Tagen und will es wagen, Dir
sacht zu sagen - gib mir ein Morgen

ohne die Sorgen, die heute drücken,
will Worte schreiben, die Dich beglücken,
am Leben bleiben, will…

von Johann Wolfgang von Goethe

Dämmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh’;
Schwarzvertiefte Finsternisse

von Annelie Kelch

Ein Jugendtraum, daraus ich nimmer wollt erwachen,
Flog mit der Silbermöwe über Dünen und das Meer.
Die alten Wunden brachen auf, all mein Begehr
Vereinte sich in jenem himmelblauen Drachen,

Der aus der Luft gestürzt kam…

von marie mehrfeld

wir wollen lieben lachen leben
von Tag zu Tag so ist es eben
und reisen in demselben Zug
nie haben wir davon genug

doch irgendwann da kommt die Zeit
der Krisen der Verlassenheit
das Alter zeichnet seine…

von marie mehrfeld

sanft flatterst Du, unhörbar leicht, Dein Schmettern einem Lufthauch gleicht, als ob Dein Flügelschlag gehaucht, selbst Deine Seele, unverbraucht,

bist himmelfarben, silberblau, ich ahne es, weiß nichts genau, mich trügt der Sinne Schein…

von Rainer Maria Rilke

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie…

Rezitation:
Rezitation: Angélique Duvier, Klavier und Komposition: Vladyslav Sendecki
von Joachim Ringelnatz

Von weit her Hundebellen
Klingt durch die nächtliche Ruh.
Es spülen die schwarzen Wellen
Mein Boot dem Ufer zu.

Die blauen Berge der Ferne
Winken am Himmelssaum.
Auf in den Lichtbann der Sterne
Trägt…

von Denis Waßmann

Es bleibt nichts da von deiner Wut,
wo du mit Worten um dich wirfst,
weil sich ein Wort nicht wurzeln will
- es will auch nicht geschrieben sein.

Das Glück, das du zu finden suchst,
mit Worten fängst du's dir nicht…

von marie mehrfeld

das sollten wir, im Jetzt und im Hier, die Schöpfung erhalten, mit Achtung, mit Liebe die Umwelt gestalten, sich Hände reichend die Bäume preisen und danken

für gute und schlechte Zeiten, ich suche hier nicht nach lieblichen Worten, denn…

von marie mehrfeld

Kleinmut. Unmut.
Machen ihn einsam.
Wütend und stumm.
Kalt und krank.

Nun bitteres Denken
verbannen, vergessen.
Wieder leben wollen.
Noch einmal zugeneigt
fühlen. Dürfen. Können.
Ohne sie.…

von Rainer Maria Rilke

Wir sind ganz angstallein,
haben nur an einander Halt,
jedes Wort wird wie ein Wald
vor unserm Wandern sein.
Unser Wille ist nur der Wind,
der uns drängt und dreht;…

von Volker Harmgardt

Ich sehe dir zu,
wie meine Blätter fallen,
vom Wind getrieben.

Ich höre dir zu,
verstehe dich nicht,
du ungehobelter Sturm.

Ich öffne mein Herz,
um die Farben
zu sammeln.

Ich laufe
in…

von marie mehrfeld

ob es liebe ist die uns trägt
oder nur die liebe zur liebe
fragst du mich vergebens

lass uns einatmen was uns
noch bleibt an abendlicht
zwischen anfang und ende

lass uns hastig verschluckte
schwärze…

von Rainer Maria Rilke

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich…

Rezitation:
Rezitation: Angélique Duvier, Klavier und Komposition: Vladyslav Sendecki
von Soléa P.

Beängstigende Stille streift durch die Nacht.
Kein Mond, kein Stern, am Himmel wacht –
der harsche Schnee – ohne Glanz,
ein Wesen sich hinter den Bäumen verschanzt.
Laute, unheimlich, dringen ans Ohr,
von knarrenden…

von Theodor Storm

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel…

Rezitation:
„Die Stadt", gesprochen von Claudia Salto
von marie mehrfeld

woher kommen wir, wohin gehen wir,
wie endlos ist Zeit und der Raum, wie weit,
zwischen den Strophen der Melancholie
spürst Du sie, die Dissonanz der Gefühle,
auf Ewigkeit hoffend, auf Dauer der Treue,
die Serenaden…

von marie mehrfeld

vergessene Bilder flirren über verwischten Sprachtrümmern,
erst schwebend, dann stürzend, falle ich unsanft, träumend

in das grüne Kindergitterbett, hoch oben der dunkele Mann
in steif gekoppelter Uniform, so hebt er mich ins…

von marie mehrfeld

unversehens fällt traurigkeit
wie ein schatten über mich her
ein ausgehungerter wolf mit
müden augen auf der suche

nach der beute zur nachtzeit
will mich nicht reißen lassen
der tag wenn er so dunkel ist…

von Else Lasker-Schüler

Es ist der Tag im Nebel völlig eingehüllt,
Entseelt begegnen alle Welten sich –
Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

Wie lange war kein Herz zu meinem mild ...
Die Welt erkaltete, der Mensch verblich.
–…

von Angélique Duvier

Welch weiße Naturpracht,
von Sonnenlicht durchdrungen,
und glitzernd in der Mondesnacht.
Wurde der Februarschnee je besungen?

Morgen schon schmilzt er fort
und in des Märzens Mitte,
steht wohl am selben Ort,…

von Annelie Kelch

Der Weg, der längst vergangen, steht im Wege mir,
Unter Ruinen rosten Brunnen, darin meine Liebe rauscht.
Erröten wird das Ohr dir, wenn du ihren Worten lauscht:
Ich stell die Weichen für den Schicksalszug zu dir.

Was du…

von Leo Rottmann

wenn nähe weicht
sich hass einschleicht

verlass den raum
er stört den traum

vom gleichgewicht
im gegenlicht

sich lieben zählt
du hast gewählt

nun steh dazu
find deine ruh

und sag es…

von marie mehrfeld

der Dämmerung graues Grau über dem Brachland der Öde
verschleiert die klare Sicht zurück in vergessenes Glück,

du einsamer blattloser Baum, gezeichnet vom jähen Verfall,
stürzen wirst bald selbst du und dich nicht mehr…

von Annelie Kelch

Ich möchte über alle Blätter schweben, die am Boden liegen
Geopfert hat der Baum sein eigen Fleisch und Blut
Dem Gott, der unerkannt in jedem Stamme ruht
Dem Wind, begierig, kahle Äste in den Schlaf zu wiegen.

Ich möchte…

von marie mehrfeld

in früher Morgenstunde nach durchwachter Nacht, sternenlos, nasser Sturm um die Dächer, trug es sich zu, dass die Stille des schlanken Schilfrohrs am Ufer mich einlud,

auf feucht schimmernden Mutterboden mitten ins Rohr legte ich mich,…

von marie mehrfeld

Beim Abendspaziergang
zwischen den Jahren über
verschneite Dörfer hinaus,

ein letztes Mal Hand in Hand,
bevor du verschwandest aus
meinen Tagen und Nächten,

bevor ich verstummte,
folgtest du mir ohne…

von marie mehrfeld

Die stete Sicht auf Glück, das einstmals war, vergesst sie bloß, denn man kehrt nie zurück in jenen warmen Schoß, nun ist der Mond der Koffer, die niemandem gehören und der Verspätungen, die nicht mehr stören, der fremden Orte, nie gewagten…

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