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von Angélique Duvier
von Volker Harmgardt
von Angélique Duvier
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von Angélique Duvier

Du hast den Schnee zu einem Berg gehäuft,
einem unschmelzbaren, zwischen dir und mir.
Er gefriert unter deinem kalten Lächeln.

Ich streute darauf viel staubigen Sand,
bitteres Salz, gepaart mit reiner Wahrheit
und…

von Volker Harmgardt

Auge in Auge,
in zärtlicher Berührung
bist du aus unserer Mitte
gegangen.

Auge in Auge
haben wir dich bis zur
Regenbogenbrücke geführt,
an diesem ersten Frühlingstag
im März.

Auge in Auge,…

von Lisi Schuur

Wenn ich dich ansehe

als ob
mein Stern ertrinkt
in schemenhafte Zweige
eines alten Baumes sinkt
bist meinem
Herzen
so fremd
geworden

zertretene Wiesen
bespielt der Wind
mit…

von Angélique Duvier

Ein wenig Ruhe,
in dieser Mondnacht,
ein leichtes Lüftchen
weht leicht durch den Raum.

An meiner Seite
hast du gestanden,
Liebe in mein Ohr
und tausend Eide,

ein schönes Ringlein,
duftende…

von Rainer Maria Rilke

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie…

Rezitation:
Rezitation: Angélique Duvier, Klavier und Komposition: Vladyslav Sendecki
von Denis Waßmann

Es bleibt nichts da von deiner Wut,
wo du mit Worten um dich wirfst,
weil sich ein Wort nicht wurzeln will
- es will auch nicht geschrieben sein.

Das Glück, das du zu finden suchst,
mit Worten fängst du's dir nicht…

von Rainer Maria Rilke

Ich bin auf der Welt zu allein und doch nicht allein genug
um jede Stunde zu weihn.
Ich bin auf der Welt zu gering und doch nicht klein genug
um vor dir zu sein wie ein Ding,
dunkel und klug.
Ich will meinen Willen…

von Johann Wolfgang von Goethe

Dämmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh’;
Schwarzvertiefte Finsternisse

von Volker Harmgardt

Ich sehe dir zu,
wie meine Blätter fallen,
vom Wind getrieben.

Ich höre dir zu,
verstehe dich nicht,
du ungehobelter Sturm.

Ich öffne mein Herz,
um die Farben
zu sammeln.

Ich laufe
in…

von Angélique Duvier

Ach könnt ich dich berühren
mit meinem Herzschlag nur,
ich würde dich verführen,
mit reinen Blicken pur.

von marie mehrfeld

Beim Abendspaziergang
zwischen den Jahren über
verschneite Dörfer hinaus,

ein letztes Mal Hand in Hand,
bevor du verschwandest aus
meinen Tagen und Nächten,

bevor ich verstummte,
folgtest du mir ohne…

von Else Lasker-Schüler

Auf die jungen Rosensträucher
Fällt vom Himmel weicher Regen
Und die Welt wird immer reicher.

O mein Gott mein, nur alleine
Ich verdurste und verweine
In dem Segen.

Engel singen aus den Höhen:
»Heut ist…

von Else Lasker-Schüler

Es ist der Tag im Nebel völlig eingehüllt,
Entseelt begegnen alle Welten sich –
Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

Wie lange war kein Herz zu meinem mild ...
Die Welt erkaltete, der Mensch verblich.
–…

von Kurt Tucholsky

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
Mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer…

von Joseph Freiherr von Eichendorff

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein…

von Sigrid Hartmann

Blaue Blume in der Nacht
Hast du vor der Tür gewacht
Warst in dunklen Stunden da
Warst mir in den Träumen nah

Hast die Tage mir erhellt
Hast von deiner Welt erzählt
Tränen haben dich berührt
Hast mich in…

von Angélique Duvier

Ich schließe meine Augen
und fülle meine Träume,
mit zarten, schönen Dingen,
lasse meine Seele klingen.
Komm, Schlaf, und wiege mich ein,
bis morgen früh bin ich ganz dein.

von Joachim Ringelnatz

Von weit her Hundebellen
Klingt durch die nächtliche Ruh.
Es spülen die schwarzen Wellen
Mein Boot dem Ufer zu.

Die blauen Berge der Ferne
Winken am Himmelssaum.
Auf in den Lichtbann der Sterne
Trägt…

von Willi Grigor

Das Jahr ist nun ein "alter Mann",
es dreht sich um und schaut zurück,
lässt kurz verweilen seinen Blick
und denkt: "Das war es dann!"

Von Jahreszeit zu Jahreszeit
hat ständig es nach vorn gepeilt
und sah, wie…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ich sah die Zeit verrinnen,
wegfliessen, aufgelöst,
wie Sand durch meine Finger rieseln.
Angehäuft hat sich ein Leben,
ein Berg noch ohne Gipfel,
fast geöffnet steht das Tor,
es wartet ungeduldig,
ein…

von Lisi Schuur

Die Sonne spreizt sich
legt gelbe Fächer auf
neugieriges Grünrecken
in den Kehlen der Vögel
schmelzen die frostigen Nächte
wer wohl Regie führt
wenn Sterne ins Wasser tauchen
kleine Molche nicht wissen…

von Theodor Storm

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel…

Rezitation:
„Die Stadt", gesprochen von Claudia Salto
von Rainer Maria Rilke

Im alten Hause; vor mir frei
seh ich ganz Prag in weiter Runde;
tief unten geht die Dämmerstunde
mit lautlos leisem Schritt vorbei.

Die Stadt verschwimmt wie hinter Glas.
Nur hoch, wie ein behelmter Hüne,
ragt…

von marie mehrfeld

Kleinmut. Unmut.
Machen ihn einsam.
Wütend und stumm.
Kalt und krank.

Nun bitteres Denken
verbannen, vergessen.
Wieder leben wollen.
Noch einmal zugeneigt
fühlen. Dürfen. Können.
Ohne sie.…

von Lisi Schuur

Es glänzen an den Zweigenspitzen
die ersten zarten Gelbgegrünten
darunter leuchtet aufgewachtes Holz
Es riecht das Wasser schattenreich
der Frühling lässt sich seine Zeit
geizt noch mit neuen Liedern
Es ziehen…

von Angélique Duvier

Manchmal finde ich Zuflucht
in meinen Träumen,
dann wieder suche ich sie
vergeblich, bei mir.

Ich flüchte nicht vor dem Leben
und schon gar nicht vor dir.

Möchte dem Bösen entkommen,
der Habgier, dem…

von Joachim Ringelnatz

Ich war nicht einer deiner guten Jungen.
An meinem Jugendtrotz ist mancher Rat
Und manches wohlgedachte Wort zersprungen.
Nun sieht der Mann, was einst der Knabe tat.

Doch hast du, alter Meister, nicht vergebens
An…

von Angélique Duvier

Ich zerre die Dunkelheit ans Licht,
sie wehrt sich mit unbändiger Macht,
doch ich gebe nicht auf, bis sie zerbricht.
Durch meinen Willen habe ich viel Kraft.

Ein Stern kann auch durch Schwärze strahlen,
um mir den…

von Angélique Duvier

Heute früh, als alles erwachte,
schlich der Wind mit leisen Seufzern
durch die Straßen, ganz sachte.

Ich lag ruhend auf meinem Kissen,
dachte, die Träume bescherten
mir ein gutes Gewissen.

Der Morgen kam aus…

von * noé *

Den ewigen Rat der Ältesten hören,
ein Kind dabei bleiben, den Regeln zum Trotz,
sich sehnsuchtsvoll nach den Mustern verzehren,
ein Opfer des Generationenkomplotts,

zu wissen, es wird sich nie etwas ändern,
möchte…

von Angélique Duvier

Tränen fallen,
ungewollt.
Herzen brechen,
Terror grollt.
Zerbrochene Träume,
verlorenes Leben.
Stürzende Bäume
durch Beben.
Stürzende Menschen,
durch Kriege.

Menschen fallen,

von Lisi Schuur

Eines Nachts als alle Wolken schwebten
Robinien den Silberregen tanzten
da fühlte ich mich so verzaubert
als säße ich in ihrem Blätterdach
inmitten duftender Rosen
es lagen Harfenklänge zwischen Dornen
an…

von Lisi Schuur

Dass ich so oft dich denken muss
weil mich die Sehnsucht übertreibt
hab dich in Regen eingehüllt
mit Bambus dich vertauscht

dort wo der Garten anders spricht
weil Azaleen sich erzählen
da findet sich genügend…

Rezitation:
Lisi Schuur 12/2016
von Willi Grigor

Man sieht sie nur an klaren Nächten:
Des Nordens mystisch schöne Pracht.
Als käme sie von guten Mächten,
verwandelt sie die Sternennacht.

Es ist so wie ein Zauberglühen,
ein frohes Spiel von Lichterwesen,
die…

von Angélique Duvier

Du liegst an meiner Seite
und mir am Herzen.

Ich möchte dich küssen,
nahe an deinem Ohr,

dann deinen Namen
flüstern,

zärtlicher als je
zuvor.

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