Weihnachten

von Joseph Freiherr von Eichendorff
Aus der Bibliothek

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Veröffentlicht / Quelle: 
Joseph Freiherrn von Eichendorff‘s sämmtliche Werke. Voigt & Günther, 1864, Seite 603

Video:

Fritz Stavenhagen spricht Weihnachten von Joseph Freiherrn von Eichendorff

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Kommentare

19. Dez 2017

Ein hinreißendes Weihnachtsgedicht von Eichendorff!

Übersetzung ins Schwedische

Juletid

Torg och gator strålar öde,
tyst belyst är varje hus.
Sakta går jag genom gränder
anande ett festligt sus.

Alla fönster färggrant glittrar,
kvinnor gav dem juleskick.
Tusen småbarn står och tittar,
se så lycklig deras blick.

Och jag vandrar ut ur staden
öppet landskap, vilken flärd.
Ädel glans och helig bävan,
vid och tyst är julens värld.

Himlens stjärnor visar glimmer,
och ur snöns så lugna frid
ljusa toner jag förnimmer -
O du ljuva juletid!

© Willi Grigor, 2015

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