Die fünf besten Geschichten aus der nordischen Mythologie

15. August 2016
Thor und Loki - die ewige Schlacht
Thor und Loki - die ewige Schlacht
Durch Vuk Kostic

In diesem Artikel wollen wir Ihnen fünf unserer Lieblingsgeschichten aus der nordischen Mythologie näherbringen.

Nordischen Mythologie - nichts von gestern

Wenn es heftig donnert und blitzt, dann muss Thor wohl wieder einen schlechten Tag haben. Ist ein Tag wie verhext, muss der verschlagene Loki die Finger im Spiel haben und seine Streiche spielen. Gibt es einen sehr strengen Winter, könnte das ein Vorbote auf Ragnarök sein. Bis heute fasziniert uns die nordische Mythologie. Auch in der Unterhaltungsbranche wird gerne auf die Sagen aus Skandinavien zurückgegriffen. Bei Marvel schwingt Thor seinen Hammer, Game of Thrones hat viele Anleihen in der nordischen Mythologie und selbst Glücksspielautomaten zu diesem Thema wie Thunderstruck, das Sie bei Betway spielen können, scheinen besonders beliebt zu sein.

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Ragnarök – Der Weltuntergang

Ragnarök wird fälschlicherweise auch als Götterdämmerung bezeichnet. Eigentlich heißt es aber das Schicksal der Götter und kommt der Sage nach dem Weltuntergang gleich. Wer sich in diesem Fall aber eine schnelles Ende vorstellt, der hat sich geirrt.

Die Götter und die Riesen haben da eine Meinungsverschiedenheit. Darauf hin bricht ein erbitterter Kampf aus. Ein sehr dramatischer Moment in dieser Schlacht ist Thor gegen die Midgardschlange. Der Donnergott kann das Reptil zwar besiegen, schafft dann selbst aber nur noch neun Schritte. Die Schlange hat Thor vergiftet und daran stirbt er.

Odin selbst kann auch nicht viel ausrichten, denn er wird vom Fenriswolf verschlungen. Auf jeden Fall endet die Schlacht darin, dass der Feuerriese Surt die ganze Welt in Brand steckt. Der Allvater Odin wird aber wieder geboren und schafft ein neues Gleichgewicht. Selbst die Wikinger kennen ein Happy End!

Warum Odin nur ein Auge hat

Wenn Sie Darstellungen von Odin sehen, dann hat der Hauptgott der nordischen Mythologie meist nur ein Auge. Da darf man sich die berechtige Frage stellen, warum das so ist?

Odin hat eines schönen Tages den Brunnen Mimirs besucht, der auch als Quelle der Weisheit bekannt ist. Der Göttervater möchte seine Weisheit erweitern und aus dem Brunnen trinken. Dafür verlangt Mimir aber ein Opfer und das ist ein Auge Odins, das er in den Brunnen legen muss. Danach füllt Mimir sein Trinkhorn und bietet es dem nun einäugigen Odin an.

Die Sage wird in der Regel so interpretiert, dass für Weisheit kein Opfer zu hoch ist. Der Gott verliert physische Sehkraft, erlangt allerdings innerliche.

Thor als Frau verkleidet

Wie wir bereits aus dem Marvel-Universum wissen, ist sich Thor für gar nichts zu schade. Geht es um seinen Hammer Mjolnir, dann ist sowieso jedes Mittel recht. Während Thor ein Schläfchen hielt, wurde sein Hammer gestohlen. Der Riese Thrym hat die Waffe stibitzt und will sie nur zurückgeben, wenn die Götting Freya ihn heiratet.

Nun schmieden Loki, Heimdall und Thor den Plan, dass sich der Donnergott selbst als Braut verkleiden könnte. Gesagt getan und der verleidete Thor wird als Braut vorgestellt. Loki muss den manchmal misstrauisch werdenden Thrym immer wieder beruhigen. Auf jeden Fall ist es ein riesiges Fest und der Hammer endet irgendwann auf dem Schoß der Braut. Auf diesen Moment hat Thor natürlich gewartet. Seine Waffe wieder in der Hand, lässt er seiner Wut freien Lauf. Er erschlägt alle Riesen auf dem Fest und auch Thrym bleibt nicht verschont.

Die Anfänge des Universums

Die nordische Mythologie über die Anfänge des Universums könnten auch aus der Feder von Terry Pratchett stammen. Ginnungagap nennt sich eine Schlucht, die sich zwischen Muspellsheim, die Glut im Süden und Niflheim, das Eis im Norden befand. Im besagten Ginnungagap trafen sich die Elemente aus Nord und Süd. Aus den Schmelztropfen entstand der Riese Ymir, der sich selbst reproduzieren konnte, wie sich später herausstellen sollte.

Aus dem geschmolzenen Frost entstand die Urkuh Audhumbla, von der Ymir trank. Die Kuh wiederum nährte sich vom salzigen Eis. Das schwindende Eis hat den Mann Buri freigesetzt. Dessen Sohn Burr hat mit Bestla drei Söhne gezeugt. Es handelte sich dabei um die Götter Odin, Vili und Ve. Die drei haben Ymir aus irgendwelchen Gründen erschlagen und aus seinem Körper die Welt geformt. Aus dem Blut wurden die Ozeane, aus der Haut und den Muskeln die Erde und aus den Harren die Vegetation. Der Himmel wurde aus seinem Schädel geformt und das Gehirn wurde für die Wolken benutzt.

Mit den Göttern speisen

Mit dem Versprechen nach Walhall zu kommen, haben sich die Wikinger mit Vergnügen in den Kampf gestürzt und sich vor dem Tode nicht gefürchtet. Sind sie tapfer gefallen, durften sie als sogenannte Einherjer in die Ruhmeshalle einziehen.

Walhall ist eine große Halle mit 540 Toren! Während des Tages widmen sich die Einherjer ihrer Lieblingsbeschäftigung – dem Kampf. Jeden Abend gibt es dann Met und Bier, das von den Walküren serviert wird.

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