Wir sind ganz angstallein

von Rainer Maria Rilke
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Wir sind ganz angstallein,
haben nur an einander Halt,
jedes Wort wird wie ein Wald
vor unserm Wandern sein.
Unser Wille ist nur der Wind,
der uns drängt und dreht;
weil wir selber die Sehnsucht sind,
die in Blüten steht.

Veröffentlicht / Quelle: 
Die frühen Gedichte (Gebet der Mädchen zur Maria)

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895 Seiten / Gebundene Ausgabe
EUR 20,00

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Kommentare

19. Sep 2018

Ich möchte mich verneigen, vor dem Geiste, der Rilkes Dasein speiste.
Ganz wenig kenne ich von ihm, doch spüren kann ich seine Größe schon im kleinsten Satzgebilde seiner Feder, ach schade, kennen werden wir uns nie!
Sein Werk ist mehr als nur Genie.

Danke an Sie, Herr Rilke
Es grüßt der Dilettant aus dem Wald der Wortarmut.

01. Okt 2018

Das hast du schön gesagt Christof ! - Doch du ein Dilettant - sicher nicht.

01. Okt 2018

Danke Dir, liebe Eva. Ich habe es sogar schön gemeint :-) Und ich fühle mich tatsächlich in der Lage des Dilettanten recht sicher und geborgen. Für mich hat dieser Titel überhaupt nichts negatives. Wer wagt es, sich zu rühmen, er wisse tatsächlich über etwas Bescheid. Ich weiß natürlich, dass auf der "normalen" Verständigungsebene wohl unterschieden wird, zwischen "Wissenden und Halbwissenden, sowie auch zwischen Könnern und MöchtegernKönnern."
Oh, weiah, was für eine Mate-Tee-Matik:-)
Eine gute Woche
Christof

02. Okt 2018

Zum "Geiste, der Rilkes Dasein speiste" - wäre u.a. Lou Andrea Salomé beachtenswert ;) - LG Yvonne

02. Okt 2018

Den findest Du auch auf LiteratPro: https://www.literatpro.de/prosa/201116/ruth