Mondnacht

Bild von Rainer Maria Rilke
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Süddeutsche Nacht, ganz breit im reifen Monde,
und mild wie aller Märchen Wiederkehr.
Vom Turme fallen viele Stunden schwer
in ihre Tiefen nieder wie ins Meer, –
und dann ein Rauschen und ein Ruf der Ronde,
und eine Weile bleibt das Schweigen leer;
und eine Geige dann (Gott weiß woher)
erwacht und sagt ganz langsam:
Eine Blonde ...

Das erste der beiden Gedichte zu Hans Thomas Sechzigstem Geburtstag. Das zweite finden Sie hier »Ritter«

Veröffentlicht / Quelle: 
Rilke, Rainer Maria; Das Buch der Bilder, Axel Juncker Verlag 1906, S. 11

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