Dagmar Herrmann

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zur Person

Eigentlich, beginne ich mit einem verpönten Wort, war die Künstlerin zunächst, als sie begann, sich als Künstlerin zu betätigen, eine Malerin und ist es noch, irgendwann, erst vor wenigen Jahren ist das verborgene Talent einer Erzählerin, aus welchen Gründen zu verraten würde zu weit führen, und wahrscheinlich auch nicht wirklich jemanden interessieren, als ein frisch aufkeimendes grünes tapferes Pflänzchen langsam aber unaufhaltsam durch einen zubetonierten Boden wieder ans Tageslicht gekommen. Jetzt aber alles ordentlich, wie es sich gehört, nacheinander. Dagmar Herrmann, Jahrgang 1946, geboren durch Evakuierung in Lohne i. O., wohnhaft in ihrer Heimatstadt Bremen, seit zig Jahren brav wiederverheiratet, aus einer Arbeiterfamilie im Bremer Westen stammend, konnte nach dem Abschluss der Mittleren Reife, aus ihren künstlerischen Ambitionen, dem Zeichnen, Malen und Schreiben keinen Beruf machen, da von Seiten ihrer Familie weder ausreichend finanzielle Möglichkeiten noch eine besondere Geneigtheit vorhanden gewesen ist, dieser Art „brotlosen Künste“ zu fördern, obwohl es ihre lebenslange Berufung war.   Sie ließ schon früh erzählerisches Talent erkennen. Freunde und Bekannte traktierte sie mit ellenlangen Briefen und beim Verlesen ausschweifender Aufsätze half sie Mitschülern über so manche Schulstunde hinweg. Ihre Begabung lag etliche Jahre brach, als sie sich geschieden und alleinerziehend mit einem Kind als Büroangestellte durchs Leben schlagen musste.   Seit dem vorgezogenen Ruhestand kann sie sich der Neigung des Fabulierens (und Malens) wieder in vollem Umfang widmen. In Erzählungen und Märchen knüpft sie an an die Gefühlswelt des Kindes und der Jugendlichen, so wie sie sie selbst erlebte, zwischen Verlust und Überschwang, die jedoch eher subtil und symbolisch übermittelt wird. Über aktuelle gesellschaftliche Ereignisse und Begebenheiten des alltäglichen Lebens reflektiert Dagmar Herrmann in oft melancholischen, bisweilen ironischen oder humorvollen Kurzgeschichten und Gedichten. 

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Fr, 09/18/2020 - 20:52