Aufbruch

Bild von Anita Zöhrer
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Lebendiges Grün von Gräsern und Pflanzen säumt den Weg, den ich gehe, optimistisch breche ich auf. Dass es nicht einfach werden wird, ist mir bewusst. Doch vor den Steinen, die mir noch vor die Füße geworfen werden, fürchte ich mich nicht. Durchhalten bis zum Schluss werde ich und kämpfen. Werde stark sein um deinetwillen.

Ein Unwetter zieht auf, ein kräftiger Wind weht mir entgegen. Äste brechen von den Bäumen und landen vor mir auf dem Boden. Beinahe erschlagen sie mich – aber nur beinahe. Einschüchtern wollen sie mich, aber ich gönne ihnen diesen Erfolg nicht. All meinen Mut wende ich auf, meine Reise fortzusetzen.

Das Gewitter weicht, die Hitze nimmt zu. Wie in Trance schleppe ich mich voran. Mit jedem Schritt gestaltet sich das Vorankommen mühseliger – einzig dein Bild vor meinem geistigen Auge treibt mich voran. Nicht umsonst soll mein Aufbruch gewesen sein. Wie lieb ich dich gewonnen habe, werde ich dir beweisen.

Was mich an meinem Ziel erwarten wird, weiß ich nicht. Dennoch bist du mir den Aufwand wert. Die Enttäuschungen, die mich erwarten könnten, schrecken mich nicht ab. Rückschläge lauern um mich herum wie ausgehungerte Raubtiere, ihnen zu entrinnen, gelingt mir selten. Mit erhobenem Haupte fordere ich sie heraus. Angreifen sollen sie mich, wenn sie wollen, sie werden mich nicht in die Knie zwingen.

Ich richte meinen Blick nach oben in den Himmel, ringe um Luft. Ausgetrocknet ist meine Kehle, trotzdem weigere ich mich, stehenzubleiben. Eine Wolke schwebt zu mir auf die Erde herab. Gerade noch rechtzeitig fängt sie mich, als ich falle.

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