Arachnophobia 1. Gebet

von Uwe Kraus
Mitglied

Ein expressionistischer Text aus einem Projekt – Kunst trifft Poesie –

Zu einem Bild mit Namen Arachnophobia

1. Gebet:

die spinnen im hirn hacken und tänzeln auf meine synapsen, erbitten sich meine gedanken zu fressen, sie zu vergiften und mich zu richten. ich bin krank und fremd im anderen leben, dort wo die fliegen im netz meiner hirnschalen wachen. wer wächst in meinen seelencocon, wer, die engelin aus salem? ich schiebe die brücken meiner verbindung im telepathischen limes, der mein hirn spaltet. textzeilen verbrennen in meinen augäpfeln ... draußen höre ich das rauschen des windes, den ich beherrsche – die inschrift meines kainsmals, welches ich auf meinen haupthirnen trage, zerbricht und wird gekitzelt von den feinen härchen der morlaspinne – wenn ich sie mir wegdenke, bin ich allein, so wie jetzt –

Uwe Kraus 2018

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Kommentare

03. Dez 2018

Danke, Uwe!

(Ich hoffe, dass Frau Krause sie nicht erwischt -
Weil die gern den Briefträger drischt ...)

LG Axel

03. Dez 2018

ich habe das Gedicht auf Anraten meiner Autorengruppe gekürzt- so ist es besser! Uwe Kraus

03. Dez 2018

Du hättest in der Zeit von Wilhelm Busch leben sollen.. da hättest Du evtl. viel Erfolg gehabt!

04. Dez 2018

Dann aber bloß mit Helm betopft -
Da Krause auf den Busch gern klopft ...

LG Axel

04. Dez 2018

Von Spinnen träumen – sich vor ihnen fürchten – welches menschliche Bedürfnis drückt das wohl aus, vielleicht heißt es, kümmere Dich besser um Dich selbst … ich habe Deinen Text mit Interesse gelesen, deuten kann ich ihn nicht.

LG Marie

04. Dez 2018

Es ist die Antwort auf ein Bild einer jungen Künstlerin.... Vera Gniffke. Wenn Du bei Facebook suchst findest du evtl. das Bild.. LG Uwe

05. Dez 2018

Eben mal Vera Gniffke gegoogelt - ich fand
Die Bilder, die sie macht, sehr interessant!

LG Axel