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Beitrag 1 - 35 von insgesamt 1891 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Ein wenig Regen einfangen
bevor er auf die Erde niederfällt
und hin und wieder einen Liter „Volvic“ kaufen
gegen die Dürre in der „Dritten Welt"
Nachlässiger als sonst die Felder stoppeln
bevor die schwarzen Vögel…

von Monika Laakes

seine worte
ein flüstern in ihr.

worte kommen,
entschwinden
wie fließendes wasser,
wie wolken am himmel,
wie flirrende staubkörner
im sonnenstrahl.

sollen wir's tun?
hingehaucht
und…

von Monika Laakes

Der Kondensstreifen
zieht sich bogenfömig
über den Himmel.
Darauf reitet der
Märchenprinz auf
einem Schimmel.
Überall leuchtet mir
Grün entgegen. Dort
explodieren Knospen
geräuschlos, so…

von Annelie Kelch

Nebelwand bricht auf …
aber mein Reisepass
ist abgelaufen

Ein Ahornblatt,
am Boden zerstört,
redet noch immer
von Liebe ...

Im Scherbenlicht jedoch
zerspringen Träume

Ein scharfer Schmerz,…

von Monika Jarju

Ich suchte einen verlorenen Traum
an einem See voller Schwäne
Novembernebel glänzte
der Himmel blähte sich
über Baumkronen
Ist es hier? – dachte ich
die Antwort fiel
zwischen die Zweige
sie zeigten…

von Annelie Kelch

Hast mich heut mal wieder total
Aus meiner Mitte geschleudert, liebe Mutter.
Ich stieg genervt und unabsichtlich in die falsche Bahn …
Dieser Schnellzug frisst fremde Meilen wie im Wahn;
Und du jetzt wohl Brot – mit…

von Monika Laakes

Ohne den Druck, es allen
recht machen zu müssen.

Ohne die Erpressung der
eigenen unfreien Seele.

Ohne die Maßlosigkeit
allen gefallen zu wollen.

Ohne das Ansinnen, einen
idealen Körper zu bewohnen.…

von marie mehrfeld

Bahnhof am Nachmittag, leuchtend hell die lebenden, dunkel
die toten Blicke, das wilde Winken, die letzten Rufer, hier bin
ich, endlich, steig ein, was kommt dann, das Licht des Mittags,
die Schatten des Graus, das Streicheln…

von Annelie Kelch

Seit der Sommer unter die Menschen
gefallen ist, glühen die Städte im Reisefieber …

Regen – zwischen Genesis und Exodus –
unterbrechen Augenblicke des Glücks.

Ein Mythos erwacht:
In Rom wäre alles anders …

von marie mehrfeld

morsches Pappelholz klopft zaghaft gegen das Mauerwerk, der Wind will Fugen lockern, und dunkle Steine lassen vergrabene Worte fliegen, die Liebe, die Sehnsucht, der Augenblick, alles ist so unendlich endlich, Abschied nehmende Hände…

von marie mehrfeld

Pfingsten ist,
lasst einen neuen Geist wehen,

schiebt Vorurteile beiseite, geht mit offenen
Augen und weiten Herzen aufeinander zu, umarmt euch

und hofft, dass die Himmel heute nur friedliche Worte regnen lassen

von Annelie Kelch

O Frühling, wie du uns zum Leben erweckst!
Knospe um Knospe treibst du voran,
wirfst deine Netze ins Meer, dass die
Fische springen, ruderst die Sonnenkähne
an Land und wir vertrauen wieder den
Wellen unserer Gefühle…

von Monika Jarju

Am frühen Abend wie diesem
schmutzstarr tief überm Eimer gebeugt
die Straße trug er auf seinen Lumpen
grub gierig brabbelnd ein Mensch

im Fauligen stieg Dumpfes auf
blindlings griff sein Hunger hinein
die…

von Annelie Kelch

Umgarnt von hellen Maitönen verrinnen die Stunden im Staub;
seine grauen Fahnen durchkreuzen meinen Atem.

Mir ist zumut, als wüsste die Leuchtsichel, dass ich noch immer
von dir träume: ein leerer Teich, der sich nach Wasser…

von Monika Laakes

Grotesk gebogene Baumwipfel
tanzen im Schleier
meiner Augen Blicke.
Dahinter rotglühende Sonnenfetzen
fesseln mein Hiersein,
mein Dasein.
Kann mich nicht abwenden
bevor nicht ein letzter

von Annelie Kelch

Wie herrlich funkeln unsere Meere im Sommerlicht!
Und nachts rauscht in den Muscheln das Blut des Mondes
Wie meine Sehnsucht nach dir in nächtlichen Träumen.

Unter tausend silbernen Perlen fand ich dich und tauchte
Hinab…

von Monika Laakes

Und dann flieg ich
auf der Schwingung
meiner Gedanken davon.
Flieg hinaus
ins namenlose Land.
Werd von Flügeln
des Atems getragen.
Flieg in Höhen
zu fremden Gefilden.
Spür den Herzschlag…

von Annelie Kelch

Frühjahr ganz nah –
und mein Lieb in der Ferne
trägt wieder die leichten
Schuhe ... die leichten Schuhe
jener Liebe, die von Angesicht
zu Angesicht heiß und
viel zu schnell entflammt.

Irgendwann –…

von Susanna Ka

Süßwasser ist anders,
anders als das Meer.
Es ist glatt und seidig,
leise laufen die Wellen
an den Strand.
Es murmelt, gluckst und schnalzt.
Es hüllt dich ein
in sanfte Träume.

Süßwasser ist anders…

von Anouk Ferez

florales brausen, blütengischt
farnfächerbucht
– mein nachen stach in see…
libellentränen nährten
regenbögen und
ein weh erklomm die brust.
schneller als pusteblumenzwerge
stieg mir die liebe in die…

von Annelie Kelch

Der Schmelz der Nacht klebt noch
am Kleid des frühen Morgens –
wie die vergangene Stunde an meiner Herzwand:
Jene Stunde ohne Ressentiments,
ohne Wenn und Aber.
Jene Stunde, die mir den Alptraum von der Seele nahm:…

von Susanna Ka

Die alte Stadt am Festland,
enge Gassen
und historische Häuserreihen.

Im Sommer ist es dort heiß wie in einem Backofen.
Die Hitze staut sich zwischen den alten Mauern,
das Kopfsteinpflaster glüht.

Im Winter…

von Annelie Kelch

Der Winter tobt sich aus und weißt den kalten Norden.
Vorm Haus hier, vor dem Hause welkt ein Batzen Schnee.
Ohne paar Fingerstulpen draußen tun die Hände weh.
Und nicht mal Lina, unsere gute Alte –
spürt warmes…

von Monika Jarju

ich gehe
neben fremden Schritten

ganz bei mir
bin ich selten

von Willi Grigor

In einem unendlichen Raum
gibt es keinen Mittelpunkt.

Oder

In einem unendlichen Raum
ist jeder Punkt der Mittelpunkt.

Also

In einem unendlichen Raum
herrscht absolute Gleichberechtigung.

Also…

von Monika Jarju

Mit dem Ozeandampfer aus Zigarettenschachteln
fuhr ich stolz auf dem gewellten Meer
von der Zimmertür bis nach Amerika.
Rote Felsen aus Sesseln staken im Atlantik,
am Horizont der Balkon. Wind wehte Vorhänge über ‘n Mast.…

von Annelie Kelch

Am Hohlweg neben seinem Herzen
vorbeigeschrammt und auf den
Schotter der Nacht gesunken.

Das Siegel gebrochen – nun dunkeln
die Rosen des Bluts, Liebe hat
anderswo zu tun.

Schmerz verstummt; der Tag hat…

von Annelie Kelch

Im rauen Atem der Nacht
liegt das Dunkel, das uns
beschattet – geliebt von
den Sternen: Es lässt sie
strahlen und funkeln ...
Vom Tod gepriesen; so bleibt
uns sein Angesicht fremd.

Dein Schatten, sobald…

von Monika Jarju

ich schreibe mich
in die Stille, unsichtbar meine Worte
..........Sätze kommen ans Licht
..........verschwinden wieder –
..........wie ein Zauber abseits von Realität

mein Text verlöscht, schreibt sich neu…

von Susanna Ka

Die Kreativität ist schlafen gegangen.
Lange hat sie versucht, sich wach zu halten,
hat gekämpft gegen den Medikamentendunst
der Chemotherapie,
gegen den Regen, den Wind,
hat sich nach dem Sonnenlicht gesehnt.

von Annelie Kelch

Nur geträumt ...?
Im Halbschlaf,
warm, unterm
zuckenden Lid: Schreie
der Gefiederten im
schwarzen Pfeil, der durch das
Blau eines neuen Himmels sirrt ...

Nur geträumt –
vom edlen Biberpelz,

von Monika Laakes

Solange deine Träume
hinaus ins Universum
schweben, werden Kräfte
frei, die an deiner Zukunft
weben. Mit glitzernden,
goldenen Fäden entsteht
ein Gewand der Fantasie,
in das du dich hüllst. Und
du…

von Monika Jarju

Sonnenstrahlen zwitscherten Frühling
flunkerten kahle Maulbeerbäume grün
beim Bäcker gab es Zuckergusswölkchen

So blau der Himmel über noch blassen Straßen
am Spreetunnel verzauberte Enten & Schwäne
Eisperlen…

von Annelie Kelch

Meine Seele spaziert durch ein Buch wie durch einen Wald.
Mein Herz trinkt die Worte, eh sie im Schatten verdursten.
Ein Buchstabe purzelt ins Moos, ich hebe ihn auf
und puste den Schmerz fort.

Unterwegs - ich treffe…

von Denis Waßmann

Ich versuche dich zu fühlen
und fühle mich,
nur diesmal ohne Angst und ohne Zweifel
und ohne Gier, ohne Wut.
Und überhaupt ist alles auf einmal so leicht
und befreit!
Ich habe mich in Deinen Augen gesehen,…

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