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von Monika Laakes

seine worte
ein flüstern in ihr.

worte kommen,
entschwinden
wie fließendes wasser,
wie wolken am himmel,
wie flirrende staubkörner
im sonnenstrahl.

sollen wir's tun?
hingehaucht
und…

von Annelie Kelch

Der Schmelz der Nacht klebt noch
am Kleid des frühen Morgens –
wie die vergangene Stunde an meiner Herzwand:
Jene Stunde ohne Ressentiments,
ohne Wenn und Aber.
Jene Stunde, die mir den Alptraum von der Seele nahm:…

von Monika Laakes

Grotesk gebogene Baumwipfel
tanzen im Schleier
meiner Augen Blicke.
Dahinter rotglühende Sonnenfetzen
fesseln mein Hiersein,
mein Dasein.
Kann mich nicht abwenden
bevor nicht ein letzter

von Monika Laakes

Und dann flieg ich
auf der Schwingung
meiner Gedanken davon.
Flieg hinaus
ins namenlose Land.
Werd von Flügeln
des Atems getragen.
Flieg in Höhen
zu fremden Gefilden.
Spür den Herzschlag…

von Varia Antares

Auf dass Dir
Die Sonne scheint

Auf dass sie
Den Dunst durchbricht

Auf dass die Sicht
Wieder klarer wird

Auf dass Ruhe
Einkehrt bei Dir

Auf dass Du mich
Endlich vergisst

Und ohne…

von Annelie Kelch

Über schlafende Wälder
reift der rostrote Herbst.
Mit Nebelschwaden ziehen
die Reste des Sommers über den Fluss.
Das Wasser trauert wie ein blinder Spiegel
und auf den Straßen stockt das Blut
der fallenden…

von Monika Laakes

Solange deine Träume
hinaus ins Universum
schweben, werden Kräfte
frei, die an deiner Zukunft
weben. Mit glitzernden,
goldenen Fäden entsteht
ein Gewand der Fantasie,
in das du dich hüllst. Und
du…

von Annelie Kelch

Ich habe den Schlüssel zur Pforte
deines Herzens verloren;
der Riegel lässt sich nicht öffnen …
Eine Sprengung kommt nicht in Frage

Du hast aus Beton eine Mauer
zwischen uns gezogen
Ich mache dir keinen…

von Monika Jarju

ich gehe
neben fremden Schritten

ganz bei mir
bin ich selten

von Annelie Kelch

Unter der flüchtigen Borke
des Daseins brodeln die Städte.
Schmerzerfüllt krümmt sich
die Weide dem Fluss entgegen
und in den seichten Flüssen und Seen
betteln die Zweige um Zuflucht.

Gegen die Flamme des…

von marie mehrfeld

Ich halt inne. Werde ruhig. Nehme den Blick meiner Augen, den Augenblick wahr. Nur er zählt. Ich schaue hin. Schaue andächtig hin. Beuge mich. Mache mich klein. Denn ich bin klein. Winzig klein. Angesichts der Schönheit der Schöpfung. Der Anmut…

von Annelie Kelch

Damals, in jenem Advent, als der Schnee
mit den Papierkörben an den Straßenlaternen
korrespondierte, und du mit dem Hund
in den Park gestapft warst,
zündete ich heimlich eine Kerze an,
starrte hinein und beschwor die…

von marie mehrfeld

Kerzengrade
wie auf dem Sprung
sitzt sie am späten
Sonntagmorgen
noch im Mantel

in seinem abgewetzten
moosgrünen Schalensessel
aus den Fünfzigern,

die Haare heute offen,
den roten Schal…

von Lisi Schuur

Beim Umblättern
fiel etwas aus dem Buch
ein Lesezeichen
dessen Sinn nun entfallen ist
langsam blättere ich Seite um Seite
ist es möglich
dass alles mir fremd erscheint
keine heißen Quellen
die…

von marie mehrfeld

Drei Meter vor dem Fels
mit geballten Fäusten
auf der dunklen Seite
mäandernd klagen
Fluchtwege suchen
und nicht finden.

Macht Angst.
Macht klein.
Macht stumm.
Macht blind.

von Monika Jarju

Wir gingen spazieren
an der ausgefransten Peripherie
unserer Gemeinsamkeit, liefen
wie lose aneinander gelehnte Sätze

dünn und lichthungrig umschlang uns
die Allee – eine duftlose Sommernacht
unsere Worte…

von * noé *

In den Unwettern der Zeit,
wenn das Wort von gestern nicht mehr gilt,
weil man es wechseln kann – egal –
und die NATO plötzlich doch
wieder ein verlässlicher Partner wird,
wenn Flüchtlinge in ihren Booten

von marie mehrfeld

Der wilde Herbst hat sich nun eingenistet im grauen Gewand der Novemberwolkengebirge, unsere Wanderseelen wollen Ruhe finden, zünden Kerzen der Hoffnung an, rücken dicht aneinander und verschenken geborgte Umarmung mit bangem Herzen,

von Annelie Kelch

Erstarrtes Land,
darüber der Mond,
kalt, aus Eiswolken bricht,
ein tauber, glitzernder Stern: Rund –
glimmt er über dem östlichen Oderbruch.

Enggefühle –
Lichtverlust, messbar.
Wintergedanken – ín den…

von Annelie Kelch

Und wer fängt uns auf?
Gott ...?, fragtest du, bevor die Tür
hinter dir zufiel.

Ja!!!! – Wir sind zum Sterben geboren;
aber du warst noch nicht lebenssatt,
jedoch unsagbar müd – vom Krieg
und anderen…

von Annelie Kelch

Vorgestern: Schnee über Schnee;
der Wind seufzte lauter als sonst
im kahlen Geäst der Bäume:
Schaufensterpuppen ohne Kleider.

Mein blauweißer Schirm schnappte
dreimal über – ich versprach ihm
eine Therapie,…

von Johanna Blau

Auf Wiesen und in Wäldern
Da finde ich Ruhe
Mein Geist mischt sich mit Fabelwesen
Wild wird mein Traum
Frei mein Körper sich zu strecken
Wie die Bäume in den Wind zu wachsen
Gehen auf schmalen Achsen
Dem…

Rezitation:
Johanna Blau
von Mara Krovecs

hast du den traum an seinen fäden
mit deiner haut gesungen?
aus salz und wasser schwimmt das bild

es ist kalt es ist windig
wir sind liebe wie bernsteinwasser
ich vergesse die schritte
die wir schon liefen…

von Monika Jarju

Im Garten Schnee
und lila Leinenzeug
waschwarm angeleint
flattert versteift
Frost zwickt zwackt
bricht es entzwei

von Monika Laakes

Hinaus, hinaus, es ruft der Wald,
die Unruh steckt in meinen Füßen.
Mein Hund spürt sich in mich hinein.
Umkreist mich wild, sein Körper ruft:
"Mach rasch! Hinaus! Wir kommen bald!"

Und wie auf einem Lichtstrahl…

von Mara Krovecs

ich habe aus deinen knochen
eine flöte – sie tönt im kreis
das feine weiß – so bleich
dein letztes wort – ich hab
aus deinem herzen ein weiches
wir liebten im rot
bis in die füsse – mein gang
so…

von Lisi Schuur

Diffuser Dämmer
ein Schweigen
keine Leichtigkeit
Masken in der Auslage
des Schaufensters
die Touristenströme
ausgeblieben
niemand weiß warum

Backsteinmauern
kurz vor dem Horizont
biegen…

von Willi Grigor

Jeder Tag ist ein Beginn, der Anfang
einer von Menschen gemachten Ereigniskette.
Ist das letzte Glied an seinem Platz,
wissen wir, ob diese Kette
eine gute oder eine schlechte
für die Menschheit war.
Groß ist…

von Annelie Kelch

Noch brennen die Kerzen am Baum
noch – sind unsere Wege hell erleuchtet
noch bleiben uns … ein paar Stunden – Weihnachten.

Der Winter hat das Land
fest im Griff; er malt sich zu Tode;
das Weiß und das kalte Grau:…

von Annelie Kelch

Raues Meer – das graue
wellige Haar eines alten Mannes,
der in beiden Weltkriegen kämpfte.

Schön und dunkel kommt nachts die Flut -
mit Lippen aus Schaum wie jener
vor den Nüstern kranker Pferde.

Der Strand…

von Monika Laakes

dieser tag heute
ich blick' in den garten
spüre und ahne dies
ETWAS
...in allem
unausgesprochene
schöpferworte
lassen alles zu
dunkle blitze
der sonne
lautes flüstern
des windes…

von marie mehrfeld

Mit versiegelten Schnäbeln hocken deine Winterfreunde die schwarzen Krähen stumm schlafend im kahlen Gebüsch, alle Sterne erloschen, der Morgen noch nicht gegraut,

du hast die alten Verse schweigend gelesen mit gerunzelter Stirn Zeile um…

von Volker Harmgardt

Wir sind uns nichts schuldig, aber auch nicht das Geringste schuldig,
ohne zu zögern bist du gegangen und wolltest irgendwann
wiederkommen, es war kein Problem,
verdammt.
In unserer Strasse bei Hitze hast du es mir…

von marie mehrfeld

Hör zu, behalt deine Angst bei dir, hab selbst genug davon, meine lungert im alten Koffer neben Oma Lisas nackter Babypuppe, ja, mea maxima culpa, lang lang ist’s her, er ist ja wieder dran, der Kopf, und die Augen schließen sich im Liegen, hoch…

von marie mehrfeld

Allmählich breitet die Dämmerung
ihr dunkles Tuch über das Land.
Stille kehrt ein, die wir verloren
hatten im Lärm des Tagesgeplappers.

Unsere Seelen flüstern uns zu:
Liebt euch. Haltet euch fest.
Nehmt euch…

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