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von Monika Laakes
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 2344 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Ein wenig Regen einfangen
bevor er auf die Erde niederfällt
und hin und wieder einen Liter „Volvic“ kaufen
gegen die Dürre in der „Dritten Welt"
Nachlässiger als sonst die Felder stoppeln
bevor die schwarzen Vögel…

von Annelie Kelch

Das Meer lässt die Flügel sinken
Unterm Halo des Mondes zieh
Ich leis mit den Fischen dahin:
Halkyonische Tage …

Sterne fallen herab zu erhellen, was in
Der Tiefe verstummt ist ...
Zusammengefaltet liegen die…

von Monika Laakes

seine worte
ein flüstern in ihr.

worte kommen,
entschwinden
wie fließendes wasser,
wie wolken am himmel,
wie flirrende staubkörner
im sonnenstrahl.

sollen wir's tun?
hingehaucht
und…

von Annelie Kelch

Im nahen Park ist das Lächeln
Des Sommers erloschen ...
Auf kalten Füßen verharrn im
Gekränkten Schweigen die Bäume
Sturm hat die sanften Wellen verdroschen
Nebelgeschwader, fischbäuchig, fallen
In tote Gärten…

von Uwe Röder

Ich kann nicht mehr -
nicht stehen,
kriechen,
liegen,
sein.

Ich halte es nicht aus in mir
und mag nie mehr
zu finden
sein.

von Monika Laakes

Der Kondensstreifen
zieht sich bogenfömig
über den Himmel.
Darauf reitet der
Märchenprinz auf
einem Schimmel.
Überall leuchtet mir
Grün entgegen. Dort
explodieren Knospen
geräuschlos, so…

von marie mehrfeld

Bahnhof am Nachmittag, leuchtend hell die lebenden, dunkel
die toten Blicke, das wilde Winken, die letzten Rufer, hier bin
ich, endlich, steig ein, was kommt dann, das Licht des Mittags,
die Schatten des Graus, das Streicheln…

von marie mehrfeld

morsches Pappelholz klopft zaghaft gegen das Mauerwerk, der Wind will Fugen lockern, und dunkle Steine lassen vergrabene Worte fliegen, die Liebe, die Sehnsucht, der Augenblick, alles ist so unendlich endlich, Abschied nehmende Hände…

von Annelie Kelch

Die Last der Abschiedstränen
Nimmt auf harten Polstern Platz
Am Bahnsteig weint und wimmert
Was uns läuten sollte ...
Erschöpften Mundes spricht ein
Casanova seinen letzten Satz
Die allerletzte Lüge aus, bevor…

von Annelie Kelch

Du bist mein herbstlich Irrsal, luftgesponnen ...
Ich bin wie 's Kälbchen unter deiner scharfen Klinge.
Schweigeminute: ich, die aus dem goldnen Rahmen fiel
Und flehend um Verlängerung dich bittet.

Du bist das Frührot,…

von Annelie Kelch

Einmal war ich der welke Mond im Morgengrau ...
Vor Schmerz zur Sichel gekrümmt; denn ich sah
Dich stolpern aus ihrem Haus und dass du völlig von
Sinnen warst.

Und einmal, mein Lieb, war ich die Angelwunde im

von marie mehrfeld

mir tagträumte von fremden Lettern, die über altes Packpapier krochen, ihre goldenen Schleimspuren formten fremde Namen, die ihren Sinn in keckerndem Kichern verbargen, doch als der nachmitternächtliche Wintermond sein fahles schattenarmes

von Angélique Duvier

Neben moosbedeckten Steinen
wachsen Farne
und prächtige Wildblumen.
Schneeweiße Waldlilien
entfalten ihre Blüten.
Gigantische Baumriesen,
durch deren dichtes Blattwerk
einige Sonnenstrahlen
auf den…

von Annelie Kelch

Das Aug des Tages schob sich früh in meine Nacht,
Die südlich war und Trauerkleider trug; sie ließ die
Schwarzen Schleppen über alle Schwellen rauschen,
Pflanzte sich fort: bleichwangig, tränenreich, grad wie
Madonnen in…

von Annelie Kelch

Seit der Sommer unter die Menschen
gefallen ist, glühen die Städte im Reisefieber …

Regen – zwischen Genesis und Exodus –
unterbrechen Augenblicke des Glücks.

Ein Mythos erwacht:
In Rom wäre alles anders …

von Monika Laakes

Und dann flieg ich
auf der Schwingung
meiner Gedanken davon.
Flieg hinaus
ins namenlose Land.
Werd von Flügeln
des Atems getragen.
Flieg in Höhen
zu fremden Gefilden.
Spür den Herzschlag…

von Monika Laakes

Ohne den Druck, es allen
recht machen zu müssen.

Ohne die Erpressung der
eigenen unfreien Seele.

Ohne die Maßlosigkeit
allen gefallen zu wollen.

Ohne das Ansinnen, einen
idealen Körper zu bewohnen.…

von marie mehrfeld

Mächtiger ungefährer
golden brauner Berg
mit drei steilen Zacken,
schwarz umrandet,
begrenzt den Horizont,

vollkommen ungefähr
auch der Himmel darüber,
Variation grauweißgelber
Spielarten,

von marie mehrfeld

als die Sonne hinter dem Wald versunken war, näherte sich der Abend
zärtlich wispernd, einfach so, ich lauschte dem Kind auf dem Schoß, wie
es mir wortlos mit den zappelnden Fingern und leuchtenden Augen vom

Leben erzählte,…

von Anouk Ferez

Ich bette dich in eine Haselkussschale,
ausgelegt mit Traumwollgras
und puste deine kleine Barke
weit, weit auf den mondscheinhellen
Tauperlensee hinaus.

Ich schöpfe dir illustre Träume
direkt von der Quelle.…

von Annelie Kelch

Stadt, Land, Fluss … mein Dächermeer
Noch dem Frühtau verschwistert
Das anonyme Treffen der Tauben
Vertagt auf Freitag, und erleichtert
Leer und rein wie ein unbefleckter
Himmel räkelt die Kaimauer ihre

von Annelie Kelch

Hast mich heut mal wieder total
Aus meiner Mitte geschleudert, liebe Mutter.
Ich stieg genervt und unabsichtlich in die falsche Bahn …
Dieser Schnellzug frisst fremde Meilen wie im Wahn;
Und du jetzt wohl Brot – mit…

von Angélique Duvier

Blätter fallen,
von knorrigen Baumfiguren.
Dunkle Wolken ziehen,
am regengrauen Himmel.
Der Weg vor dem Hof
wurde leergefegt.
Gurrende Tauben
hocken auf Dächern,
warten aufgeplustert
auf…

von Monika Jarju

Ich suchte einen verlorenen Traum
an einem See voller Schwäne
Novembernebel glänzte
der Himmel blähte sich
über Baumkronen
Ist es hier? – dachte ich
die Antwort fiel
zwischen die Zweige
sie zeigten…

von Annelie Kelch

Falls du den Herbst suchst, mein Lieb
Wirst du ihn finden …
Im Schweigen der Blätter
In ihrem Tanz: die letzten Gebärden
Ein Akt der Schönheit:
Weihrauch vom Wind bei freiem Geleit
Bevor er sie in die Gosse…

von Annelie Kelch

Der Fluss versinkt im Teer der Nacht,
Das alte Mondhorn wirft ein Schlafkleid
Übers längst verstummte Wiesenfeuer.
Wo ist mein lustigfreches Katzenvolk geblieben?
Es folgte wohl den Mäuslein in die Scheuer.
Der alte…

von Monika Laakes

Sieh nur, schwarz
dräuende Wolkengebirge,
ein Windrad am Horizont,
mittig ein strahlendes Blau,
dort, hinterm Strauch
blinzelt ein Sonnenstrahl.
Vom ewigen Leuchten ein Hauch.

Du windbeflügelter

von Annelie Kelch

Nebelwand bricht auf …
aber mein Reisepass
ist abgelaufen

Ein Ahornblatt,
am Boden zerstört,
redet noch immer
von Liebe ...

Im Scherbenlicht jedoch
zerspringen Träume

Ein scharfer Schmerz,…

von marie mehrfeld

Pfingsten ist,
lasst einen neuen Geist wehen,

schiebt Vorurteile beiseite, geht mit offenen
Augen und weiten Herzen aufeinander zu, umarmt euch

und hofft, dass die Himmel heute nur friedliche Worte regnen lassen

von Annelie Kelch

Mond – in den Fluss gestürzt
Zu retten die Sterne ...
Im Uferschilf flüstert der Wind:
„O ville de résidence royal,
geboren aus einem Traum,
Den königliches Begehren schuf.“

So ließ es sich leben …

So…

von Annelie Kelch

Was zögerst du, o fremdes neues Jahr –
Als hätt ein Weib dich vaterlos geboren …
Weshalb kommst du mir so verloren
Vor …, ein heil'ger Narr, der nach dem Start
Sein Schicksal längst erblickt im Traum,
Vorherbestimmt…

von Annelie Kelch

Apollon,
Vater des Orpheus,
Dem die Wälder folgten ...
Aus dem Blut, das du
Vergossen, erwacht im
Frühjahr jene, die den
Frösten des Winters trotzt:
Hyazinthe –
Schöne Lilie auf dem Felde,

von Annelie Kelch

Im geronnenen Schwarzblut der Nacht
Schlägt der Mond seine Wimper auf ...

Er taucht sein silbriges Aug ins Meer
Und trinkt von den dunklen Wellen

Sturm peitscht die Flut voran
Und über den Unrat geschändeter

von Annelie Kelch

Einst, als die Zeit noch jünger war
Denn mein Aug vor Sonnenaufgang
Trug mich ein alter Kahn mit der Strömung
Den Fluss hinab ins grüne Licht des Schilfs
Darin die Zikaden warnten vor den
Untiefen grenzender Wasser…

von Uwe Röder

Wenn ich sterbe,
dann noch einmal
an dich denken
und verstehn
das Schönste
meines Lebens.

In die Kälte
mit hinüber
nehmen deines
Herzens Wärme.
Dann noch einmal
lächeln dürfen…

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