weit geöffnete Augen

von Marie Mehrfeld
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wieder geboren werden, das
will ich nicht unbedingt, denn
die Zeit, die da kommt, verheißt
wenig Geborgenheit; wo bleibt
die Wärme des Liebens; harre

in der Schwebe zwischen den
Schritten und suche den festen
Grund, der mich trägt; wie du
trage ich den Schnee im Herz,
der zögerlich schmilzt, und ich

giere nach Licht, dem Samen
der Hoffnung; jene Türen der
Einsicht öffnen sich zögerlich;
durchschaust du den Sinn? ich
nicht; und wenn ich schlafend

Goldenes träume, will ich das
Erwachen aufschieben bis in
die Ewigkeit; doch der Kessel,
er pfeift ein Lied, und er weckt
mich auf mit der Lust auf den

Duft des Kaffees; den Kopf nun
hoch heben, weder reden noch
denken; schmecken; das Zittern
fühlen; den Augenblick trinken
mit weit weit geöffneten Augen

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[numberofpages] Seiten / Taschenbuch
EUR 9,50

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Kommentare

29. Feb 2020

Will man es mit Lust genießen,
darf man ruhig die Augen schließen …

LG Marie mit Dank an Axel

28. Feb 2020

Liebe Marie, und wir wissen, du hast und meinst mit den weit geöffneten Augen auch ein weit geöffnetes Herz.
LG Uwe

29. Feb 2020

Lieber Uwe, es ist richtig, Herz weit öffnen, das ist wichtig …

herzliche Grüße - Marie

01. Mär 2020

Auch hier in Deutschland beginnen wir nicht ganz unberechtigt, uns wegen der Weltvirenbedrohung zu sorgen. Sich nicht unterkriegen und keine Panik aufkommen lassen, Marie, das ist die Devise der Stunde, auch, „wenn die Jetztzeit wenig Geborgenheit verspricht.“ Ähnlich wie Du suche ich festen Grund, der trägt. Das kleine Glück im Augenblick zu finden und genießen – das ist ein tröstlicher Ausklang Deines Gedichts. So wollen wir es halten.

HG
D.R.

02. Mär 2020

Ja, so wollen wir es halten, lieber Detmar, danke für Deine Worte.

HG zurück - Marie

03. Mär 2020

Du ahnst nicht, wie recht du hast, liebe Marie.
Der Schlüssel ist das Aufwachen.

Und wieder ein wunderbares Werk, dem ich sehr gerne meine Aufmerksamkeit und Zeit widmete.
Danke dafür! :)

Alles Liebe
Ella

03. Mär 2020

Sich den düsteren Gedanken nicht zu sehr hingeben, sondern den Augenblick genießen, das wollte ich ausdrücken, Ella;
danke für Deine lieben Worte - Marie