das leben des steppenwolfes

Bild von Uwe Kraus
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einsam trabte er durch sandige dünen
des lebens undrüssig
der geist schreit: nihilist!
zugleich die seele brennt der hölle glut
warum, so fragt die litanei er nicht sterben
sondern leben will
die spaltung erhält seinen kreislauf seinen mut
allein kämpft er in sich und zugleich den kampf der titanen
der wettstreit der engel um sein haupt
der wettstreit gegen die welt
dabei wird keiner zum held
in seinem kopf hissen sie die fahnen zum letzten geleit
der thor seiner seele schreit:
nimm dich in acht bald ist es so weit
da kommt der letzte held der trauer
und nimmt dir dein leid
doch die geschichte will's
und er kommt an die heilige mauer der wölfe
nur für verrückte spricht sie zu ihm
bekräftigt den drang des wissensdurstes der vergangenheit
beschert das glück der unsicherheit
der durst nach altem sei gestillt der quell
der jugend hat ihn heimgeholt
die kraft schwand bis zum letzten bissen
eines wolfes tapferkeit
bringt des menschen ewigkeit
er fraß sich selbst in seinen dünen
die seele brach am end entzwei der wolf allein aus ihm heraus
die seele aber wanderte zu gott apoll
nun singt sie himmelslieder und vergaß
des wolfes letzter fraß!

Uwe Kraus
2001

Dies war mein erstes Gedicht das ich schrieb!

Veröffentlicht / Quelle: 
Der Stern des Lebenssinnes Gedichte, Hymnen 2001 Books on Demand
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Interne Verweise

Kommentare

10. Dez 2018

Dein erstes Gedicht ist dies gewesen?
Ich habe es sehr gern gelesen!

LG Axel

10. Dez 2018

danke, lieber axel

28. Dez 2018

Sehr schön und bildhaft geschrieben