cormons - monte quarin

von Walter W Hölbling
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die asphaltstraße
zum gutteil verworfen
ist der einzige weg aufwärts
durch verwilderte hänge
jungwald und traubenschwere weingärten

in der ferne
leuchten alpenspitzen
in der abendsonne

in den hügeln vor ihnen
blitzen städtchen und dörfer

die luft ist mild
kastanienbäume lassen früchte fallen

die angekündigte buschenschank
ist geschlossen
wie auch die kirche

ein schweigsamer schäferhund
hinter schmiedeeisenem tor
bewacht das weingut am gipfel

das kastell
erweist sich als eindruckslose ruine

werbung und wirklichkeit
verfehlen einander

es ist die ruhe der hügel
die mich dennoch
darüber schreiben läßt

* * *

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Kommentare

23. Okt 2015

Jene sanfte Ruhe spricht
Eindrucksvoll aus dem Gedicht...

LG Axel