Was denn das Schreiben sei

Bild von Karl Hausruck
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Acht Stunden Tagesarbeit
ergeben dem Journalisten einen Artikel,
dem Epiker eine halbe Seite Text und
dem Lyriker das Quäntchen eines Gedichtes.
Das ist das anerkannte Maß.
Nach einem Jahr sind das
200 Artikel, ein halber Roman oder 50 Gedichte.

Was ununterbrochen aus der Feder quillt,
und sei es noch so druckreif,
dient lediglich der spontanen Fixierung des inneren Objekts (André Malraux).
Aufgabe des Künstlers ist es,
das dabei wirklich Gemeinte
aus den plakativen Phrasen
herauszumeißeln.

Kreativ ist der Mensch nur bis zum 25ten Lebensjahr
(von Schiller bis Einstein).
Was danach kommt
ist die Ausarbeitung des angesammelten Materials
oder Alterslyrik.

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Kommentare

18. Okt 2020

In früheren Zeiten galten die ALTEN als weise.
Der Grund: Angesammelte Lebenserfahrungen.
Die Uhr des existenzialistischen Geistes läuft langsam ab !
HG Olaf

18. Okt 2020

Ja, darauf kommt es an,
daß Kreativität und Weisheit,
Jugend und Alter zusammenkommen.
Danke für den Kommentar,
Karl