Die Seele des Staates 104

Bild von Alf Glocker
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Wir können alles großmäulig kleinnreden, etwas hin- oder mit diskutieren, wir können uns vollmundig auskotzen – es bleibt sich doch gleich: die Erddrehung erzeugt, bei sensiblen Sensitiven Gefühle, die vom Schwindel herrühren!

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, das trifft den Kern auf diesem Stern, alles andere ist eine Interpretationsfrage. Wir interpretieren den Himmel als blau, als den Siebten, als heilig, aber wo ist er denn? Zu spüren sind nur Schwindel und Drehung.

Also sieben wir aus, nicht im Himmel, also auch auf Erden und wir heiligen alle Namen, dann bekommen wir unser Brot heute – was dabei rauskommt ist nicht wichtig. Wichtig sind nur die richtig gekonnten Fehltritte, denn Leben geschieht immer jetzt!

Wir können alles selber entscheiden! Wir entscheiden für wen wir arbeiten wollen, weil es nur ganz bestimmte Stellen für jeden gibt, oder ob wir verhungern, denn eine Familie wollen wir ja auch nicht. Das ist in diesen unruhigen Zeiten viel zu riskant.

Da müssten wir uns schon mitdrehen, im Schwindel, nichtsensibel, nichtsensitiv, nichrauchend und nichtbehindert, durch keine Gedanken, die nichts berühren und deshalb auch gar nicht ins Gewicht fallen. Nehmen wir doch lieber zu!

Setzen wir Winterspeck für schlechte Zeiten an, oder Sommerspeck für die guten. Es gibt ja nur gute Zeiten, denn alles ist eine Interpretationsfrage, wenn es uns nur gelingt uns richtigrum im Schwindel der Erde zu drehen. Bilden wir uns doch nichts ein!

Glauben wir denn, wir könnten, jeder für sich, ganz allein, etwas bewirken, wo jeder für sich alles bewirkt, solange er sich im Schwindel dreht, nichtsensibel, nichtsensitiv? Aber selbstverständlich können wir das! Wir müssen doch nur dranglauben!

Wir müssen es eben ganz einfach gut finden, was sich da dreht und worum. Das ist der ganze Witz! Dann wird plötzlich alles hell – was uns umnachtet ist schön, was passiert ist ok und was nicht passiert ist, wäre völlig unnötig gewesen!

Das ist die Realität! Sie gefällt sich, allein schon deshalb, weil es keine andere gibt, die sich gefallen könnte. Das müssen wir auch gar nicht großmäulig kleinreden, nicht herbei- und auch nicht wegdiskutieren. Wir müssen am Ende des Schwindels nur sagen: „Und? – geht doch!“

Doppelbelichtung
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Kommentare

26. Jan 2016

Es ging ja auch noch immer gut!
(Außer, wenn es dies nicht tut...)

LG Axel

27. Jan 2016

Ja, da hast Du leider Recht -
wenn ich dran denke wird mir schlecht!

L Alf