Essay ✓ geistreiche Essays, Abhandlungen und Betrachtungen

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Essays können als 'hochgeistige', dabei aber formal locker gehaltene Betrachtungen bezeichnet werden - in wörtlicher Übersetzung als 'Versuch' einer mehr oder weniger geistreichen Abhandlung, in der wissenschaftliche, kulturelle oder gesellschaftliche Phänomene betrachtet werden.

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von marie mehrfeld

Im Lexikon der Rechtschreibung findet man das oft missbrauchte Wort Liebe eingesperrt zwischen Lidrand und Liebermann. Es stammt aus dem Althochdeutschen, Liubi heißt Gunst oder Freundlichkeit. Die antike griechische Literatur und Philosophie…

von marie mehrfeld

Um für alle Kinder der Welt eine Basis für gleiche Rechte zu schaffen, wurde 1989 die Kinderrechtskonvention verabschiedet. Sie umfasst 54 Artikel zu Überleben, Schutz und Entwicklung und basiert auf den Prinzipien des Kindeswohls. Doch die…

von marie mehrfeld

Schon die alten Germanen pflegten den Brauch, in der Silvesternacht Feuer zu entzünden und einen Ohren betäubendem Lärm mit Rasseln, Dreschflegel und Peitschen zu veranstalten, um Dämonen und böse Geister zu vertreiben. Im frühen Mittelalter…

von marie mehrfeld

Ebenso wie Liebe ist Angst ein Grundelement unseres Lebens. Während die Liebe das Leben erhalten und die Angst überwinden will, kann die Angst Leben und Liebe zerstören. Die beiden Phänomene stehen also im diametralen Gegensatz zueinander. Und…

von Alf Glocker

Das Gewissen entsteht nicht – es ist da!! Es lässt sich nicht von einer Mode, aus einer Religion, oder von einem Gesetz ableiten! Es ist vielmehr der tiefste Punkt eines Menschen und direkt in seiner Seele beheimatet! Wer keinen Zugang zu diesem…

von marie mehrfeld

Es sei Zeit, zu hören, es sei Zeit, zu sagen, es sei Zeit, zu handeln, es sei höchste Zeit, das lesen, hören, sagen wir – wie lange schon? Was hat es bewirkt? 115 Plastikbecher, 25 Plastiktüten und 1000 weitere Plastikteile fand man im Magen…

von marie mehrfeld

„Farbe bekennen“ ist eine deutsche Redensart und bedeutet so viel wie: offen für eine Meinung eintreten. Der Ausdruck kommt aus dem Bereich des Kartenspiels und ist seit dem 18. Jahrhundert gebräuchlich. Fast jeder Mensch hat eine Lieblingsfarbe…

von Sabrina Jung

Habe mal so gegoogelt und bin auf einen interessanten Artikel gestoßen:

https://conversationfarm.wordpress.com/2012/02/21/is-facebook-linked-to-scientology/

Wäre es nicht auch denkbar, dass Herr Zuckerberg Scientologe ist? Im…

von Annelie Kelch

Nachts ist man weniger abgelenkt als am Tage. Ich stelle meinen Wecker jeden Abend auf 01:30 Uhr und reiße fünf Minuten später meinen Laptop aus dem Schlaf. Das nimmt er mir übel; er protestiert heftiger noch als die indischen Frauen auf Twitter…

von marie mehrfeld

Die Wahrhaftigkeit der Kunst liegt im Rembrandtbildnis der Saskia van Uylenburgh, das in der Gemäldegalerie Alte Kunst in Kassel hängt, behauptet sie. Er macht sich nichts aus Rembrandt, findet seine Wahrheit in den satten Farbfeldern des Mark…

von Kurt Tucholsky

Wie verschieden ist es doch so im menschlichen Leben –!

Bringt in Deutschland jemand die Gedankenvorstellungen der Kirche mit dem Humor in nähern Zusammenhang, dann finden sich nicht nur etliche Domdechanten, sondern noch mehr Richter, die…

von Annelie Kelch

Wohlwollen und Liebe kommen ohne jede Verpackung aus und kosten keinen Cent. Sie sind die kostbarsten Geschenke zu Weihnachten.

Ich begegne jedem Menschen, der mir nicht dumm kommt, auf gleicher Ebene. Hochmut ist mir vollkommen fremd.…

von Kurt Tucholsky

Frau Vockerat: «Aber man muß doch seine Freude haben können an der Kunst.»
Johannes: «Man kann viel mehr haben an der Kunst als seine Freude.»
Gerhart Hauptmann

Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt…

von Sabrina Jung

Kann nur jedem raten, sich dieses Schauspiel der Befragung sowie der dazugehörigen Inszenierung anzuschauen, wie der Präsident des EU-Parlalments Antonio Tajani, geboren im mächtigen Rom, in einer Stadt, in der die Mafia gut vernetzt in die so…

von Annelie Kelch

Immer noch Sommer – aber meine fünf Tibeter haben alle Kalender vernichtet. Draußen sei Mitte November, sagen sie. Das sei kein Wetter – für niemanden.

In Hannover war oft im Oktober noch Juni, während sich in Hamburg der Herbst ständig…

von Stephanie Schader

,, .... weil MAN dies oder jenes so macht ..."

Wer ist eigentlich MAN? Und warum hat MAN solche Macht?

Ich habe mich sehr viel mit der Frage beschäftigt, was ich mir vom Leben wünsche. Wo will ich hin? Was sind MEINE Träume und…

von Johanna Blau

Die Geschichte der kleinen Meerjungfrau hat mich als Kind gepackt. Diese Seele, die das Gewohnte aufgibt, um sich der Liebe und dem Fremden hinzugeben. Es ist für mich nicht die Opferbereitschaft gewesen, die mich angesprochen hat – eher ihre…

von Kurt Tucholsky

In der Dorotheenstraße zu Berlin steht das Gebäude der ehemaligen Kriegsakademie. Unten, in guter Mannshöhe, läuft eine Granitlage um das Haus herum, Platte an Platte.

Diese Platten sehen seltsam aus; sie sind weißlich gefleckt, der braune…

von Sigrid Hartmann

Jedes kleinste Teilchen auf dieser Erde, jedes Wesen, jede Pflanze und selbst die scheinbar tote Materie ist ein Teil der göttlichen Matrix, die alles ist und überall. Jedes Wesen hat seinen Platz, geht seinen Weg, lebt sein Leben.
Jedes…

von Alf Glocker

Was ich wissen muss, um dumm zu sein, ist eine ganze Menge! Es muss für eine totale Betäubung meines Verstandes ausreichen … Will heißen: höhere Bildung ist unerlässlich. Sonst würde ich ja ganz einfach logisch, im Interesse meiner Familie,…

von Kurt Tucholsky

Wenn einer einen Mord begeht, so halte er sich stehts vor Augen, daß er später einmal nicht nur wegen Mordes abgeurteilt werden kann, sondern vor allem und hauptsächlich wegen seines Vorlebens sowie wegen der Begleitumstände, die seine Tat…

von marie mehrfeld

„Du meine Seele singe“, so klingt es im Choral. Habe ich eine oder habe ich keine, wer oder was ist die Seele, wurde ich mit ihr geboren, ist sie nicht auch in Tieren, wäre ich ohne sie nicht verloren, kann man sie baumeln lassen oder ganz auf…

von Alf Glocker

Ein Paralleluniversum ist Teil des „Überraums“ und von daher nicht real, sondern immer virtuell! Zugang zu ihm haben die Lebenden und die Toten. Was in einem Paralleluniversum passiert ist zwar er-fahrbar, im Sinne von erlebtem Ereignis, aber…

von Annelie Kelch

„Würdest du bitte mein Taschengeld erhöhen, Li?“, fragt Zäg, der älteste meiner fünf Tibeter, der zurück aus Myanmar ist, nachdem San Suu Kyi ihn des Landes verwiesen hat, weil er lästig wurde.
Bereits seit Tagen fällt mir auf, dass ihn…

von Sabrina Jung

Wahre Liebe kennt keine Grenzen,
aber sie kann Grenzen überwinden.
Sie kennt keine Vorurteile,
auch wenn man sonst manches nicht mag.
Man muss sich auch nicht vor ihr verstecken,
Weil sie einen so nimmt, wie man ist…

von Kurt Tucholsky

Aber einen Trost hast du immer, eine Zuflucht, ein Wegschweifen. Selbst auf Umgebungsflachheiten stehen Bäume, Wasseraugen schimmern dich an, Horizonte sind weit, und auch durch düstere Verhängung kommt noch Feldatem.
Alfons Goldschmidt: «…

von Annelie Kelch

Immer öfter lebe ich vorübergehend in meinem Postfach. Sobald die Briefe verteilt werden, quetsche ich mich in die linke Ecke – wie die kleine Fliege, der ich ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt habe. Sie summt mir jedes Mal ins Ohr: „…

von Lothar Peppel

Ingwertee soll ja gut für die Potenz sein. Ich habe es nicht überprüft, muss aber zugeben, nach 3 Wochen täglicher Waschungen mit Ingwertee hat mein Fortpflanzungsorgan eine viel gesündere Farbe. Es hat jetzt so etwas Intensives, wie die…

von Alf Glocker

Einstein MUSS blau gewesen sein, als ihm die Relativität einfiel, dann wartete er bis er schwarz wurde, gelb vor Neid, und rot vor Wut, bis er sie an die Welt bringen konnte. Weiß wie eine Wand war er jedenfalls nicht, das wäre denn auch zu…

von Alf Glocker

Flieg der Zeit davon und du wirst feststellen, daß es dich niemals gegeben hat. Verlangsame deine Geschwindigkeit und du bleibst hinter dem Leben zurück – es wird ohne dich weitergehen, denn für dich findet dann nichts mehr statt. Außerhalb von…

von Kurt Tucholsky

Daß der Berliner, an welchem Ort auch immer allein gelassen, nachdenklich dasitzt, den Boden fixiert und plötzlich, wie von der Tarantella gestochen, aufspringt: „Wo kann man denn hier mal telephonieren?“ – das ist bekannt. Wenn es keine Berliner…

von Annelie Kelch

Was wären wir ohne unsere Erinnerungen? –
Ich will es Ihnen sagen: Wir wären uns selber fremd. Zwar nicht im Spiegel, aber in unseren Herzen. Bereits die letzte gelebte Minute ist nichts anderes als Erinnerung.

Vielen Menschen wird…

von Alf Glocker

Meine Besessenheit steht über Glück und Leid, Glanz und Elend, Krieg und Frieden, über Bibel und Koran, dem Kamasutra, der Lehre oder Leere von Wasweißich, natürlich auch über mir selbst, und sie ist göttlich! Das darf ich aber niemandem verraten…

von Johanna Blau

Ich gehe manchmal einen Weg, von dem ich weiß, dass er nicht meine Bestimmung ist und werde geführt an einer Leine der Versuchung durch Länder des Stillstandes.

Dabei sind da Orte der Besinnung, die meist Orte des Schreibens sind.

von marie mehrfeld

Diese Welt wird von vielen existentiellen Krisen geschüttelt. Es gibt die globale Energiekrise, die weltweite Veränderung der Wetterbedingungen, die uns alle betreffende Flüchtlings- und Hungerproblematik, zu viele rückwärtsgewandte uneinsichtige…

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Im Mittelpunkt steht die persönliche Auseinandersetzung des Autors mit seinem jeweiligen Thema - ohne zwingend Kriterien streng wissenschaftlicher Methodik zu beachten.

In Untergruppen aufgeteilt wird die volle Bandbreite zwischen einer humoristischen Aufarbeitung und der ernsthaft-detaillierten, sachbezogenen Darstellung eines Themas bedient - vom gesellschaftlichen Klatsch bis hin zur Beschreibung neuester technischer oder medizinischer Errungenschaften. Essays bestimmen demzufolge die anspruchsvolle Journalistik - sei es in Leitartikeln, Kolumnen, Traktaten oder auch Besprechungen/Beurteilungen (=Rezensionen).

Grundsätzlich gilt in jedem Fall ein überschaubarer Umfang des Textes mit greifbaren und nachvollziehbaren Gedanken, die das fiktionale Element ausklammern - d. h. der gewählten Thematik selbst verhaftet bleiben … und dem Leser die Analyse des Sujets nachvollziehbar ermöglichen.