Nun seien wir doch mal ehrlich

von Alf Glocker
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Das Leben ist nicht von Karl Darwin, oder sonst einem spinnhirnigen Forscher gemacht worden, sondern vom lieben Gott! Er hat zuerst alles andere erschaffen und ganz am Schluss den Menschen, und zwar bevor er sich ausruhen musste. Dafür nahm er einen Klumpen und hauchte ihm etwas ein, etwas von seinem Weißmannicht, man sagt nur „Odem“.

In diesem Odem war alles enthalten was so ein Mensch braucht, außer Verstand. Deshalb durfte sich der Mensch dann auch in seinem Leben bei allem völlig frei entscheiden. Was dabei heraus kommt macht nichts, denn der Liebe Gott ist ja immer für ihn da, wenn ihn der Mensch braucht ...

außer in einem Krieg z.B., weil den nämlich der Teufel gemacht hat und nicht die Frauen, denn die machen ja keinen Krieg. Das kommt von den Männern. Männer führen aber sogar wegen Frauen, oder wegen einer einzigen, wenn's sein muss, Krieg. Das hat der Teufel so beschlossen, denn der darf überhaupt alles was ihm grade einfällt. Dafür steht der liebe Gott ja den Menschen bei.

Wenn einmal ein Mensch ermordet wird, dann hat der liebe Gott damit überhaupt nichts zu tun, sondern der Teufel. Das ist auch bei Krankheiten so, weil der Mensch sich frei entscheiden kann. Er kann ja, wenn er will, ein Mittel dagegen einnehmen, falls er eines hat, und wenn er keines hat, dann kann er eines kaufen, von einem der eines hat. Außer er hat kein Geld.

Leben tut der Mensch nicht im Himmel, also auf der Erde, die zwar eine Kugel, aber in Wirklichkeit eine Scheibe ist, wenn es der liebe Gott so will. Was sie aber genau ist, das sagt uns der Prophet vom lieben Gott, der aber anders heißt, wenn man eine andere Sprache spricht.

Obwohl man überall andere Sprachen spricht und überall anders aussieht und auch überall anders denkt, weil man aus einem anderen Fleisch und Blut besteht, sind die Menschen alle gleich. Die einen sagen so und die anderen so. Die einen essen, was nicht bis 3 aufm Baum ist, die andern nur, was ihnen von dort aus, von selber herunter-zufällt – und so machen sie's auch mit dem Sex.

Nachdem sie's aber zu viel mit dem Sex gemacht haben, gibt es jetzt bald keine Bäume und Tiere mehr, sondern nur noch Menschen, wobei die einen, die mit dem „Nicht-bis-3-aufm-Baum“ wesentlich mehr als die andern sind, die sich mehr mit dem Warten beschäftigen. Und deshalb ist die Erde(nscheibe) nun wacklig geworden, weil nicht mehr alle drauf Platz haben.

Der liebe Gott kann allerdings nichts dafür, weil er eben so lieb ist, und der Teufel kann auch nichts dafür, weil die Kinder vom Lieben Gott sind und sogar die Menschen können nichts dafür, weil sie eben alle gleich sind, obwohl die einen einfach mehr Kinder machen als die anderen. Es fehlt hat leider am Verstand, der weder im Klumpen noch im Odem enthalten war.

Was machen wir also jetzt? Ich weiß es! Wir lassen's einfach gut sein. Der liebe Gott wird’s schon richten, wie er immer alles gerichtet hat, außer es war Krieg, der vom Teufel kommt und von Männern geführt wird, außer sie sind alle gleich, dann ist es kein Krieg, sondern einfach verschiedene Sprachen. Man muss dann halt eine andere Sprache lernen und der Krieg, der keiner war, ist auch schon wieder vorbei.

Danach beten wir alle zum lieben Gott und fragen ihn, wie's nun weiter gehen soll. Er schickt uns sein Buch, das wir aufschlagen können – und wenn wir genau machen was da drin steht, dann kann uns nichts passieren, dann bekommt sogar der Teufel vor uns Angst, wenn wir die Sache genau so in Ordnung bringen, wie es der liebe Gott für uns aufgeschrieben hat. Und wenn wir brav sind, kommen wir einmal in den Himmel. Das ist hinter den Wolken, und dort gibt es alles umsonst: Essen, Trinken, Frauen und Frieden. Hier aber nicht, denn das will keiner, nicht einmal der Liebe Gott!

*

Cosa nostra?

Dem göttlichen Willen
muss sich alles beugen,
auch Strings und Bazillen,
denn mit seinen Zeugen,
da treibt er ein Spiel -
ganz nach „Gefühl!“

Zu Wasser und Land
hat er geschaffen:
mit und ohne Verstand,
Menschen und Affen.
Doch sie unterscheiden
ist streng zu vermeiden!

Seine Schöpfung ist groß.
Wir erleben sie täglich!
Was denkt er sich bloß?
Unser Wissen ist kläglich!
Lasst ihn nur machen ...
das sind seine Sachen!

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Kommentare

29. Jan 2017

Wer nur den lieben Gott lässt walten -
Der trifft die komischten Gestalten ...

LG Axel