Der bloße Schein

von Alf Glocker
Mitglied

Selbstgemachte Mordanschläge
sind der wahre Reichtum dieser Welt!
Wer will da Gedichte schreiben?
Angestrebt sind Geldbeträge,
weil das Deppen höher stellt …
Ich glaub‘ ich lass den Blödsinn bleiben!

Warum sollte ich mich kümmern?,
wenn die Mächtigen noch protzen,
alles voll im Griff zu haben?
Ich geb es zu: ich bei den Dümmer’n,
finde mich nur noch zum Kotzen –
zum Teufel mit den Geistesgaben!

Wert hat nichts was gut ersonnen,
nichts was wundervoll gemacht –
nur die Niedertracht ist schön!
Wieso hab ich verträumt gesponnen?
Die andern haben längst gelacht!
Soll doch der Schmutz zugrunde geh’n!

Ich lass‘ Verbrechern ihren Stolz!
Vielleicht werd‘ ich noch miterleben,
wie sie selbst im Dreck verrecken …
Und die, mit ihrem Kopf aus Holz,
die sich noch froh ins Los ergeben,
weil sie mit, unter Decken stecken…

die sollen endlich mal kapieren,
daß Sklaverei im Denken oder Handeln,
nichts einbringt, außer Not und Pein.
Glück auf, es gibt noch vieles zu verlieren,
wenn sich die Zeiten übel wandeln –
ergebt euch froh dem bloßen Schein!

Veröffentlicht / Quelle: 
Auf anderen Webseiten

Buchempfehlung:

284 Seiten / Taschenbuch
EUR 11,79
398 Seiten / Taschenbuch
EUR 14,80
Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare