KIRKELER KERKERNACHT

von Volker C. Jacoby
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Oben rumpeln Bruchsteinquader.
Wolken türmen auf sich dreist.
Wilder Raben schwarz Geschwader
krächzend um den Burgfried kreist.

Sturmwind heult hinein zum Turme.
Bleicher Mond glotzt in den Saal.
Morsches Holz knarrt mit im Sturme.
Kerzen flackern trüb und fahl.

Nichts ist in der Burg geheuer.
Feucht und klamm der Mauerstein.
Alt und modrig das Gemäuer.
Wollt dort nicht begraben sein.

Und ich sitz mit dir im Kerker.
Und wir spielen Siebzehnvier.
Und ich sauf' wie ein Berserker.
Und du, Liebling, wie ein Tier.

Draußen kreischt's wie von Hyänen.
Drin gibt’s noch ein Pilzomelett.
Und wir lachen Rotz und Tränen.
So, jetzt reicht’s, ich geh’ zu Bett!

vc

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