Seelengras

von Alf Glocker
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Seelenbild im Regenschauer,
sei mir der verlorne Schein,
halt mich warm in sanfter Trauer
und lass mich geborgen sein …
in einer Welt aus Seifenblasen.

Leise plätschern Himmelstränen
auf die ausgedörrten Lande –
und ich fliehe in ein Sehnen,
jenseits aller Liebesbande,
hin zu goldnen Blumenvasen!

Und der leichte Wind nimmt meine
Wehmut zärtlich in sein Chaos mit.
Es verzeiht mir, daß ich weine –
und es folgt mir, Schritt auf Tritt …
Soll ich alles bleiben lassen?

Fügsam schweben dunkle Stunden
bis in eine Nacht aus Leere –
dort hab ich mich stets gefunden!
Doch wenn ich dann wiederkehre,
lass ich meine Seele grasen …

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Kommentare

06. Jun 2017

Hier hört man, wie es wächst, das Gras -
Schön gab der Dichter seelisch Gas!

LG Axel

07. Jun 2017

Ein melancholisch tiefes Gedicht, mit einem wunderschönen Titel...

Liebe Grüße

Mara