Wo der Krug zerbricht

von Alf Glocker
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Milliarden puppige Witzfiguren
taumeln trunken an der Schnur,
freuen sich an dem Obskuren,
ob bildungslos, ob Abitur –
sie sind für die Wahrheit blind.
In den Brunnen fällt das Kind!

Der Kasperl und das Krokodil,
dieses Stück gibt es zurzeit.
Ist es nicht ein schönes Spiel?!
Jeder kennt es, insoweit,
daß man applaudieren muss.
Doch am Ende ist der Schluss!

Auf den Bühnen dieser Welt
trägt man Bretter vor dem Kopf,
sind Komparsen aufgestellt –
armer oder reicher Tropf!
Alle, die den Blödsinn lieben,
geben sich zurückgeblieben!

Brunnen sind nun ausgeschöpft!
Wage gar nichts zu behaupten,
ansonsten wirst du froh geköpft.
Bleibe immer im Erlaubten,
wer nicht lügt, dem glaubt man nicht,
wo, ganz leis, der Krug zerbricht!

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Kommentare

06. Nov 2018

"Wer nicht lügt, dem glaubt man nicht ..." Was für eine Aussage - und die Kulisse erst! Über dieses gute Gedicht kommt man ins Grübeln.

LG Annelie

07. Nov 2018

ja, wir ersticken (geplant) in der Bürokratie -
damit nichts vorwärts gehen kann...

LG Alf