ADHS Kind

von Julia Christiane Scholler
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Oh mein Gott, oh mein Gott,
ich kann ihm nicht entfliehen,
diesem Alltagstrott,
deswegen muss ich mich dem anschmiegen.

Ob ich will oder nicht,
ich will werden, das was ich kann,
hin und her taumelt mein Gesicht,
wo fang ich am besten damit an?

So schwer ist es sich zu fokussieren,
überall Erwartungen und Aufgaben,
ich soll und muss mich konzentrieren
und ich weiß, ich hab den Mut etwas zu wagen.

Meine Eltern hoffen und bangen,
machen sich sorgen und werfen mir vor,
ich soll endlich mit lernen anfangen,
doch, das mach ich doch, ich schwör.

Ich lerne Tag ein Tag aus,
das Leben und all die schönen Seiten,
das lernen in der Schule, oh Graus,
derweil will ich nur gute Laune verbreiten.

Das alle gut drauf sind und glücklich,
das ist das was ich will,
doch der Ernst, sich immer wieder einschlich
und da ward es ganz still.

Stille tut mir gut, wenn sie aus mir kam,
zu der komm ich, wenn ich für mich bin,
in meiner Mitte und doch gemeinsam,
mit Anderen, nur das macht Sinn.

Die Energie gilt es zu kanalisieren,
so sagen alle, die es immer besser um mich wissen,
doch will ich mich nur amüsieren,
den Schule ist beschissen.

Was soll ich mit all den überholten Kram,
den ich in meinen Kopf stopfen muss,
ich versuch es Tag für Tag, ich schwöre man,
irgendwann ist ja doch endlich Schluss.

Ich will doch nur das meine Eltern stolz sind,
denn ich will selbst auch was erreichen,
ich will nicht immer sein das Sorgenkind,
das solln sie endlich begreifen.

Ich bin ein Mensch, so wie jeder andere,
mit Ecken und Kanten, das solln sie verstehn,
durch verschiedene Welten ich wandere,
oh mein Gott, wie soll ich das überstehn.

Doch da ist etwas, das gibt mir kraft,
in meinem Inneren der Kern, der mich ausmacht,
der anders ist, als der meiner Verwandtschaft,
auch wenn sie mich immer auslacht.

Ich weiß das ich was in mir hab,
was sonst keiner kennt,
denn ich bin individuell, das was ich an mir mag,
und das gibt’s nirgends im Sortiment.

Die Eltern wollen mich so haben, wie sies bei anderen sehn,
doch das kann ich nicht,
wann werden sie es endlich verstehn,
ich bitte daher sehr um Einsicht.

Das macht mich traurig und bin voller Wut,
soviel Energie in mir, wo soll sie nur hin,
auch geht es vielen so und das tut nicht mehr gut,
und eigentlich will ich nur so sein wie ich bin.

Eines Tages mein Kind, werden sie es merken,
was für ein besonderes Kind du bist,
welch Kraft in dir steckt, die sie bestärken,
die du noch so sehr vermisst.

Hab Geduld mein Kind, bald ist es soweit,
Deine Eltern haben noch Sorgen in sich,
weit vor deiner Geburt, aus einer anderen Zeit,
auch wenn es Jetzt noch ist ungeheuerlich.

Dies ist nun Deine Aufgabe,
deine Eltern zu verstehn,
das all Ihre Sorgen und Auflage,
nicht alles mit dir zu tun haben.

Erst wenn du dies verstehst, dann mein Kind,
wird es leichter werden in dir,
du wirst aufsteigen wie eine Blüte im Wind,
und wirst zu dir finden und zum wir.

Wichtig ist zu bedenken,
das alles um dich herum,
dich zu dir wird lenken,
frage ruhig nach dem warum.

Du kannst nicht so werden,
wie es deine Eltern gern wollen,
denn wie soll das gehen?
Du bist dein Eigen am trollen.

So glaub an dich und höre nicht auf den Schmerz,
du bist richtig so wie du bist,
höre auf dein Herz!
folge deinem Seelenlauschen, wenn Stille ist.

Und du wirst finden den richtigen Weg,
fernab von Raum und Zeit,
vergebe deinen Eltern, sie wussten es schlichtweg,
nicht besser, drum sei nun bereit.

Freue dich auf das was kommt,
du bist genau richtig,
genau am richtigen Ort und Horizont,
sei dir verdammt noch mal wichtig.

Liebe deinen Körper und jede Zelle,
denn das was du im Aussen suchst,
findest du nur in dir und wirst dann ganz Helle,
auch wenn du es noch so sehr zu verdrängen versuchst.

Das was du nie finden wirst,
die Liebe nach der du dich sehnst,
die Liebe zu dir und allem was um dich ist,
egal wie sehr du dich jetzt noch ablehnst.

Diese Liebe findest du nur in dir,
die kann dir kein anderer Mensch geben
wie das geht, die Frage stellst du mir?
Na warte ab, versuchs und du wirst es erleben.

Julia Christiane Scholler, *1990 n.Chr.

Das hab ich komplett nüchtern geschireben :D HAR HAR

Veröffentlicht / Quelle: 
09.11.2017 / Gehirn
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