Alles im Schein

von Alf Glocker
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Der Vollmond gleißt, die Nacht ist riesengroß!
Die Tiefe aller Räume tut sich klaffend auf
und Zukunft trägt dich willig schon im Schoß –
du folgst dem ach so schönen Sternenlauf!

Und irgendwo blinkt einer nur für deine Spiele,
die dir bevorstehn – und du bist entzückt.
Du starrst benommen hoch in diese Kühle …
Fühlst du dich froh, mit großem Glück bestückt?

Will eine Seele leben, wenn sie grob verraucht?
Kann das die Botschaft, die da ist, erlauben?
Der Mensch ist ins Inferno stets getaucht –
Und will sich doch der Wirklichkeit berauben!

Er flieht aus seiner Angst vor schlimmen Stunden,
zieht sich die Decke „Hoffnung“ übern Kopf
und hat dabei die Lösung leider nicht gefunden –
er nimmt sich selten nur beim eigenen Schopf!

Der Vollmond fügt das menschliche Bemühen
in seine Absicht, groß und prall zu sein mit ein –
und er gesteht, in seinem hellen Eisesglühen,
daß nichts Bestand hat – alles ist nur Schein!

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Kommentare

11. Jun 2017

Schein-bar gelungen, dies Gedicht -
Es hinterlässt (s)ein helles Licht!

LG Axel