Auf Lot und Verderb

von Alf Glocker
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Weißt du nicht, wie viele auf ein Lot gehen,
oder auf ein Senkblei, wenn der Tag ist,
oder aber auch nicht ist, bzw. nichts weiter
geschieht als ein nervöses Verzücken?
Du weißt, wie sich die Fähnlein drehen,
windig, wie wenn man sich völlig vergisst,
wenn man Dödel ist, oder Prinzipienreiter!
Immer hilft: das gemeinsame Dücken!

Das macht man am besten mit Mäusern,
das macht man in geistiger Umnachtung,
damit man keine Ordnungswidrigkeiten
außerhalb des Straßenverkehrs begeht,
nicht in Kirchen, oder Schneckenhäusern –
man schenke den Regeln Beachtung,
den Regeln der Mächtigen, in den Zeiten,
wo es schwarz auf weiß in Büchern steht:

„Macht euch nicht schuldig und weise,
macht euch vielmehr ungeheuerlich klein,
zügelt die Logik im Ernst, doch zum Spaß,
bringt nichts durcheinander im Widerstreit –
seid beim Denken nicht laut sondern leise,
denn echte Ergebnisse müssen nicht sein …
lieber dann vorrangig ein Irgendsowas,
denn balde, ja balde, da ist’s dann soweit!“

Da heizen die Stunden die Kompasse an,
da wirbeln Magneten komisch im Wind,
dann fahren zur Hölle die Englein im Hemd,
mitsamt den Posaunen, die goldenen Stiele,
die glitzern im Feuer, so dann und so wann,
wo sie gemeinsam am Arbeiten sind –
mitten in den Unrat der Epoche gestemmt …
aber der Teufelchen sind einfach zu viele!!

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Kommentare

12. Jul 2018

Der Sapiens liebt das Denken nicht -
Er denkt sich: "Da üb ich Verzicht ..."

LG Axel

12. Jul 2018

Diese Sichtweite per Gedicht –
Trägt inhaltlich an großem Gewicht …

Liebe Grüße
Soléa