Wie die Sterne in den russischen Himmel kamen

von Mara Krovecs
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Ich habe russische Träume
darin sitzen wir in einer Troika
in Pelz, in Muff und schweren Mützen
wir fahr`n durch schneeverwehte Räume
von Decken tropft das Eis in Pfützen
auf deiner Zunge glitzert Euka

hüja Pferd
zum Küchenherd
vom Borrtsch geklaut
der Zar zetert laut
ho ho ho ho
Väterchen Frost wird heut noch streuen
und Baba - Jagas Füßlein bläuen

Lyptus weht aus Nas und Ohren
luftig fallen Schneeflöckchen auf Wimpern
zwei Glöckchen läuten hell gemütlich
hab mich in deinem Blick entfroren
aus Sälen schlittert Flügelklimpern
dein Kuss im Traum ist heiß vergnüglich.

vorwärts Ross
raus aus dem Schloss
hinein in den Wald
dort pfeift es schon kalt
he he he he
Väterchen Frost lockt zum Erfrieren
wird schon mal den Eisbrand schüren.

tief in mir: russisches Sehnen
im Vollweibherzen klirrt Wodkaglut
vom Mond heult ein Wolf Glashimmeltöne
wir lachen mit den Winterschwänen
vor deiner Wolgaseele auf der Hut
fang ich mein Fieber für brave Söhne

Pferdchen hopp
schnell im Galopp
denn sonst kommt der Bär
sein Brummen grollt schwer
ha ha ha ha
im Kreml weint Anastasia -
Sterne in den Himmel - eismärchenklar.

C. Mara Krovecs / 2004

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Kommentare

26. Nov 2015

Lieber Marcel, lieber Axel, liebe Monika und liebe/r Unbekannte/r,

herzlichen Dank, ihr habt meinen Text gelesen und euch mitgeteilt, darüber freue ich mich immer sehr :-)

Liebe Grüße aus dem November

Mara

20. Jun 2017

Die russischen Seelen verheißen uns Träume,
ob ich beim Väterchen`s Frost ich nun schäume
und diesen russischen Stimmen jetzt lausche,
mit keinem von uns ich jemals hier tausche.
Die Petersburger Schlittenfahrt,
bringt mich dabei so richtig auf Fahrt !