Wie es Weihnachten wird

Bild von Jürgen Wagner
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Ein Kind ist uns geboren
Ein Töchterlein geschenkt
In einer kleinen Wohnung
Die ziemlich eingeschränkt

Ein Retter soll erlösen
So spricht das alte Wort
Von allem Schlimmen, Bösen
Bereiten jenen Ort

Wo Fried und Freude wohnen
Kein Mensch begierig ist
Es soll die Liebe thronen
Gleich einem Paradies

So machen wir doch uns’ren
Wie immer kleinen Ort
Zu einem heil’gen Stalle
Für Tier und Mensch zum Hort

Rosette von Notre-Dame, Paris © sborisov CanStockPhoto
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Kommentare

hc-heim
25. Dez 2016

Danke für dieses Geschenk zu Weihnachten!

Wie im Rund der Rosette, so leuchtet hier himmlisches Licht in unsere menchliche Welt und fokussiert uns auf die Mitte, auf das Wesentliche dieses Festes.

Überhaupt erhellen viele der bunten Gedichte dieses Autors, dem Licht einer Rosette gleich, unsere menschliche Existenz.

Ein besonders strahlendes Fensterglas ist das "Töchterlein" des Textes! Ja, kann nicht gerade auch mit jedem Mädchen eine Heilbringerin für die Welt geboren werden?

Helle Weihnachtsgrüße zurück!
hcheim

25. Dez 2016

Es hat etwas Vetrautes und Liebes und Haltendes, aber auch etwas Einlullendes, wenn wir zu sehr bei den alten Mythen verweilen, als wollten sie nicht in jeder Zeit wahr werden und sich realisieren. Viele Christen hoffen immer noch darauf, dass die äußere Welt gerettet ist und wird - und sind sich nicht bewusst, dass es um ihre eigene Welt geht, die heilen mag und Frieden finden darf. Das wäre genug. Das Universum braucht keinen jüdischen König (Messias), nicht einmal wir selbst. Damals, unter römischer Zwangsherrschaft, hatte man eine große Wende erhofft, die so nicht eingetreten ist. Dafür habe wir jetzt eine große Geschichte, die uns einen inneren Weg weist. Mit Dank und weihnachtlichen Grüßen! JW