Füße

von Jürgen Wagner
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Der Fuß, der da tritt,
und der, der fest steht
Der Fuß, der da schlendert
und der weitergeht

Ein Fuß, der staucht,
und einer, der stampft,
ein Fuß, der da bremst,
und einer, der krampft

Zwei Füße, die springen,
und zweie, die fliegen
Zwei, die da rennen,
und zweie, die spielen

Zwei sind’s, die tanzen,
und zweie, die frier‘n,
Zweie, die baden,
und sich regenerier’n

Die zwei, die uns tragen
ein Leben lang
Zwei fest auf dem Boden:
dann ist uns nicht bang

2017

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Kommentare

08. Nov 2017

Unsere Basis, die unser Stehvermögen zeigt, hat es verdient, in den Mittelpunkt zu rücken. Dieses Gedicht empinde ich als eine wunderschöne Danksagung an die Füße. Das habe ich so gerne gelesen. Danke.

LG Monika

08. Nov 2017

Ein Gedicht mit Fuß und Hand -
Samt Blick über den Tellerrand!
(Die Krause findet Füße nicht fein:
Sie trügen Dreck zur Tür herein ...)

LG Axel

08. Nov 2017

Schönes Gedicht; ich habe es meinen Füßen vorgelesen,
sie haben sich gefreut und gesagt - das haben wir verdient ...

LG Marie

08. Nov 2017

"Bei Fuß" habe ich meinem Nanshe (Beagle) zugerufen
und er hat nicht gehört und heute ruft meine Frau beim
Einkaufsbummel in Hannover "Komm her",
ähnlich wie "Bei Fuß" und ich gehorche !!!
Dank an die Füße und mögen sie uns noch
lange tragen. Klasse Vers.
LG Volker

09. Nov 2017

Wir pflegen tatsächlich unsere Hände weit mehr als die Füße und haben diese nicht so im Bewusstsein. Ab und zu mal barfuß laufen, etwas Fußpflege - oder Ihnen gar was vorlesen - ich danke Euch allen! Jürgen