Menschen ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

empfohlene Gedichte über Menschen
von Ludwig Anzengruber
von Ludwig Anzengruber
von Christian Morgenstern
neue Gedichte über Menschen
von Ella Sander
die schönsten Gedichte über Menschen
von Angélique Duvier
von Soléa P.
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 301 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Ein wenig Regen einfangen
bevor er auf die Erde niederfällt
und hin und wieder einen Liter „Volvic“ kaufen
gegen die Dürre in der „Dritten Welt"
Nachlässiger als sonst die Felder stoppeln
bevor die schwarzen Vögel…

von Soléa P.

An einem Ort …
niemand weiß, wo
leben Menschen
zufrieden und froh
mit sich im Reinen
in dichter Natur
von Technik, Luxus, keine Spur
essen Pflanzen
selten Fleisch
halten Mittagsruhe ein –…

von Angélique Duvier

Wieder fällt
ein Wort,
unaufhörlich,
zerschmetternd,
ein kleines,
nachhallendes,
es schwebt,
steht im Raum.

Wieder fällt
eine Träne,
sie bleibt
haften,
klebt an mir,

von Else Lasker-Schüler

Ich will in das Grenzenlose
Zu mir zurück,
Schon blüht die Herbstzeitlose
Meiner Seele,
Vielleicht ists schon zu spät zurück.
O, ich sterbe unter euch!
Da ihr mich erstickt mit euch.
Fäden möchte ich um…

von Soléa P.

Seine Sonne hoch am Himmel
lässt bunte Punkte tanzen
ist so grell in schöner Welt
und völlig unbefangen.

Er schwebt und döst – ist vogelfrei
in seinem Kaleidoskop
singt, summt und schaut dabei
was sich…

von marie mehrfeld

unvermutete Begegnung mit dem alten Mann, dem mit dem abgerissenen Sakko über ausgefransten, ehemals schwarzen Hosen über ausgetretenen schnurlosen Turnschuhen,

dem mit den braunbraunen todtraurigen müden Augen unter wildem schwarzweißem…

von Willi Grigor

Ich schaute auf den Aktenträger,
der plötzlich auf der Wiese hielt.
Er trug auch einen Hosenträger,
der seinerseits die Hose hielt,
die dieser Multiträger trug.
Der Akten-/Hosenträgerträger fand,
die Hose war…

von Yvonne Zoll

Schwindelnd heiter scheint
Notierte Sätzelese
Heißer Sommerrast woraus
Erwachsend fruchtbar Last

Volumenstand berechnend
ohne Navigator nicht
Verirren in der frühen Stärke
Unbewusster Triebe

von Alfred Mertens

Neulich hörte ich ganz smart,
hier bei uns im Supermarkt:
Mutti sagt: Komm her bei mich,
anfassen,dat darfse nich!

Lass den Appel endlich liegen,
siehse nich, die ganzen Fliegen ?
Mensch wat hab ich dich…

von Volker Harmgardt

Der amerikanische Traum eines deutschen Schreiberlings:

Per Presidential Decree werden ab sofort weltweit alle Burgerfilialen in
- Drive-In-Lyric-House - umbenannt.
Den Außenposten im Glaskasten an der Straßenführung entlang,…

von marie mehrfeld

Mit versiegelten Schnäbeln hocken deine Winterfreunde die schwarzen Krähen stumm schlafend im kahlen Gebüsch, alle Sterne erloschen, der Morgen noch nicht gegraut,

du hast die alten Verse schweigend gelesen mit gerunzelter Stirn Zeile um…

von marie mehrfeld

er ist ein Wolf im Schafsgewand, hat Homo Sapiens sich genannt,
seht ihn nur an, den Menschenstamm, wie er erstickt im eig’nen Schlamm,
Intelligenz steckt ihm im Kopf, die nutzt er falsch, der tumbe Tropf.
schaut man genau hin,…

von marie mehrfeld

noch verwöhnt uns die Sonne mit ihrem Strahlen, noch schwimmt wie eh und je der Mond im Sternenmeer des unbegreiflich unendlichen Alls, noch blüht und grünt der Tag, noch halte ich Deine Hand und Du meine, noch suche und finde ich Worte, Farben…

von Willi Grigor

Ich bin ein Mensch, ein bisschen anders,
ich hab mich selbst nicht ausgewählt.
Zu sein ein Mensch, ein bisschen anders,
das klingt bedrückt, doch weit gefehlt.

Ich bin ein Mensch, mit Fehl und Tadel,
ein Mensch, der…

von Christian Morgenstern

Das bloße Wollen einer großen Güte
ist ganz gewiß ein hohes Menschentrachten.
Doch es erhebt sich erst zur vollen Blüte,

wenn Gnaden eines seherisch Erwachten
den Kosmos nachtentleitetem Gemüte
als Geisterkunstwerk…

von Soléa P.

Den Kopf gesenkt,
der Himmel staunt –
kann es nicht verstehen.
Würde er nach oben schauen,
es wäre Licht zu sehen.
Das über ihn sich aufgetan …
blinzelt hoffnungsvoll herab –
es wird schon weitergehen.…

von Willi Grigor

Die Welt hat jetzt im Angebot
böse Tricks und Illusionen.
Die liebt ein jeder Halbidiot,
es gibt sie in Millionen.

Und diese Herde wird gelenkt
von fünf, sechs Vollidioten.
Der kleine Rest von "Klugen" denkt:…

von marie mehrfeld

Nach langer Zeit wieder einmal unterwegs auf den Spuren meiner Vergangenheit. Streifzug entlang vergessener Uferwege – im fahlen Licht der frühen Morgenstunde. Ich habe mich lange darauf gefreut.Zaghafte Tritte durchs Unterholz lassen tote…

von Willi Grigor

Manche Mauer ist gefallen,
warum wurden sie gebaut?
Menschen finden dran Gefallen,
böse Worte sie beschallen:
"Ein Jemand unsre Äpfel klaut!"

Der mit Herz denkt sich im Stillen:
"Meine Äpfel sind noch da.…

von marie mehrfeld

Du Eichenbaum
in unserem Wald,
wie bist du so stark,
wie bist du so alt.

Was wäre wenn, Eiche,
du könntest singen?
Müsste dein Lied nicht
in Moll erklingen?

Was würdest du sagen,
könntest…

von Annelie Kelch

O lyrischer Kuss, zart konvex …
behütet im Schädelkomplex.
Züchtig gehaucht, nicht konkav,
puristisch wie selten: Gustav ...

Klimt: ornamentalisch, abstrakt …
mal mit und mal ganz ohne Akt.
Was, zum Teufel,…

von Christian Morgenstern

Das ist der Ast in deinem Holz,
an dem der Hobel hängt und hängt:
dein Stolz,
der immer wieder dich
in seine steifen Stiefel zwängt.

Du möchtest auf den Flügelschuhn
tiefinnerlichster Freiheit fliehn,

von Willi Grigor

Es ist die Sprache,
das Spiel mit den Worten
via Gedanken,
die in uns entstehn,
die uns im Leben
zu den Wesen machen,
die unsre Erde
erforschen, verstehn.

Es sind Gefühle,
das Weinen, die…

von Soléa P.

Menschen gibt es die behaupten
das andere nur wenig taugen

und greifen verblendet denjenigen an
egal ob dieser sich überhaupt wehren kann

verletzt ihn tief, tritt nochmals nach
sieht, gegenüber der ist den Tränen…

von Johanna Blau

Warum muss ich ans Atmen denken?
So viele, die Mühe damit haben.
Menschen, die ihr Herz ungünstig verschenken,
Menschen, die am Hungertuche nagen.

Das Leben, wie es versucht, mit Einsamkeit mein Selbst zu stehlen.

Rezitation:
Johanna Blau
von Willi Grigor

Ein Schrei geht durch die Frauenwelt:
Me Too! Me Too! Me Too!
Der Mann, der maskuline Held,
ist stumm und denkt: "Was nu?"

Er weiß, etwas verlegen:
"Die Hand war mal am Knie"
und sagt, wieder verwegen:
"…

von Christian Morgenstern

Geschöpf nicht mehr, Gebieter der Gedanken,
des Willens Herr, nicht mehr in Willens Frone,
der flutenden Empfindung Maß und Meister,

zu tief, um an Verneinung zu erkranken,
zu frei, als daß Verstocktheit in ihm wohne:…

von Thomas Brod

Wir wünschen oft, was wir nicht haben
und haben doch, was andren fehlt.
Wir hungern nicht, wenn wir uns laben
und können frei sein, was viel zählt.

Wir wolln Ansehn, schaun aber weg
und gönnen wir, ist’s oft nur…

von Annelie Kelch

Das blühende Maienrad dreht sich im Uhrzeigersinn,
Frühlingswind streift durch das steinerne Herz der Stadt.
Von deinen Mailworten lüftet den Schleier die Bettlerin:
Eine Rose, die zu wenig Liebe bekommen hat.

Der Faden…

von Corinna Herntier

Zweifelhafte Intentionen.
Stellst dich selbst ganz groß zur Schau.
Jeder Aufwand soll sich lohnen.
Fröhlich grüßt du die Dämonen
und hältst dich für furchtbar schlau.

Unterm Banner guter Zwecke
führst du deine…

von Soléa P.

Hoffnungslos verliebt ist er
in sich und ins Rampenlicht
regiert ein sehr bedeutendes Land
und übt dabei kaum Verzicht.

Ist provozierend, primitiv
seine Mimik – die spricht Bände
er ist ein Mann mit Macht und…

von marie mehrfeld

Gemeinsinn:
wieder entdecken,
wir brauchen ihn,
er verbindet uns alle -
miteinander.

von Monika Laakes

Staunen über diese Blume,
die sich mit tiefblauen Blütenzacken
aus dem Wiesengrund
der Sonne entgegenstreckt.

Staunen über Augen,
die sich aus ungezählten
Molekülen zu Zellen zusammenfügen,
um diese…

von marie mehrfeld

Hör das grelle Summen, den grauen Dauerton über dem lieblichen Maiengrün der Büsche, Wiesen und Wälder in Blüte, hinter dem das Licht des Tages schwindet, mein Lieber, die Schleusen sind geöffnet für den Hass, zwischen Nationen und Religionen,…

von marie mehrfeld

Morgenspaziergang. Bestürzt blebe ich vor ihrem Haus stehen. Was liegt denn da auf dem Trottoir. Drei Brillchen ohne Gläser neben einäugigem Puppenkopf auf stofflosem Bügelbrett, dreibeiniger mahagonifarbener glänzend polierter Nachttisch, Türen…

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