Menschen ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

empfohlene Gedichte über Menschen
von Christian Morgenstern
von Else Lasker-Schüler
von Charlotte von Ahlefeld
neue Gedichte über Menschen
von Soléa P.
von marie mehrfeld
von Ela von Sinnen
die schönsten Gedichte über Menschen
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 309 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Ein wenig Regen einfangen
bevor er auf die Erde niederfällt
und hin und wieder einen Liter „Volvic“ kaufen
gegen die Dürre in der „Dritten Welt"
Nachlässiger als sonst die Felder stoppeln
bevor die schwarzen Vögel…

von marie mehrfeld

wir wollen lieben lachen leben
von Tag zu Tag so ist es eben
und reisen in demselben Zug
nie haben wir davon genug

doch irgendwann da kommt die Zeit
der Krisen der Verlassenheit
das Alter zeichnet seine…

von marie mehrfeld

Ich stell’ mal die Frage, ja, doch, unbedingt:
kennst Du die Tage - wenn gar nichts gelingt?

Zwei Hassmails im Netz, 'nen Dünnpfiff dazu,
den Knöchel verletzt, komm kaum in die Schuh,

was super Gemeines, ein Kurzschluss…

von marie mehrfeld

Die stete Sicht auf Glück, das einstmals war, vergesst sie bloß, denn man kehrt nie zurück in jenen warmen Schoß, nun ist der Mond der Koffer, die niemandem gehören und der Verspätungen, die nicht mehr stören, der fremden Orte, nie gewagten…

von Leo Rottmann

wenn nähe weicht
sich hass einschleicht

verlass den raum
er stört den traum

vom gleichgewicht
im gegenlicht

sich lieben zählt
du hast gewählt

nun steh dazu
find deine ruh

und sag es…

von Soléa P.

An einem Ort …
niemand weiß, wo
leben Menschen
zufrieden und froh
mit sich im Reinen
in dichter Natur
von Technik, Luxus, keine Spur
essen Pflanzen
selten Fleisch
halten Mittagsruhe ein –…

von Angélique Duvier

Wieder fällt
ein Wort,
unaufhörlich,
zerschmetternd,
ein kleines,
nachhallendes,
es schwebt,
steht im Raum.

Wieder fällt
eine Träne,
sie bleibt
haften,
klebt an mir,

von Else Lasker-Schüler

Ich will in das Grenzenlose
Zu mir zurück,
Schon blüht die Herbstzeitlose
Meiner Seele,
Vielleicht ists schon zu spät zurück.
O, ich sterbe unter euch!
Da ihr mich erstickt mit euch.
Fäden möchte ich um…

von marie mehrfeld

unvermutete Begegnung mit dem alten Mann, dem mit dem abgerissenen Sakko über ausgefransten, ehemals schwarzen Hosen über ausgetretenen schnurlosen Turnschuhen,

dem mit den braunbraunen todtraurigen müden Augen unter wildem schwarzweißem…

von marie mehrfeld

wär ich ein Fluss, zög es mich fort zu den fernsten tiefsten Meeren,
versinken wollt ich im klaren Blau, das es bald nicht mehr gibt, noch
will ich leben, besitzlos auf endloser Wanderschaft, im Schatten der

Erinnerung,…

von Soléa P.

Vermaledeit die Seele,
reduziertes Gedankengut.
Die Faust übermittelt Befehle,
der Kragen platzt vor Wut –
das hat alles nichts mit Mut zu tun …

Mut, spielt in einer anderen Liga.
Mut, setzt Verstand voraus.…

von Soléa P.

Seine Sonne hoch am Himmel
lässt bunte Punkte tanzen
ist so grell in schöner Welt
und völlig unbefangen.

Er schwebt und döst – ist vogelfrei
in seinem Kaleidoskop
singt, summt und schaut dabei
was sich…

von Soléa P.

Den Kopf gesenkt,
der Himmel staunt –
kann es nicht verstehen.
Würde er nach oben schauen,
es wäre Licht zu sehen.
Das über ihn sich aufgetan …
blinzelt hoffnungsvoll herab –
es wird schon weitergehen.…

von Alfred Mertens

Neulich hörte ich ganz smart,
hier bei uns im Supermarkt:
Mutti sagt: Komm her bei mich,
anfassen,dat darfse nich!

Lass den Appel endlich liegen,
siehse nich, die ganzen Fliegen ?
Mensch wat hab ich dich…

von Willi Grigor

Ich schaute auf den Aktenträger,
der plötzlich auf der Wiese hielt.
Er trug auch einen Hosenträger,
der seinerseits die Hose hielt,
die dieser Multiträger trug.
Der Akten-/Hosenträgerträger fand,
die Hose war…

von Yvonne Zoll

Schwindelnd heiter scheint
Notierte Sätzelese
Heißer Sommerrast woraus
Erwachsend fruchtbar Last

Volumenstand berechnend
ohne Navigator nicht
Verirren in der frühen Stärke
Unbewusster Triebe

von marie mehrfeld

Mit versiegelten Schnäbeln hocken deine Winterfreunde die schwarzen Krähen stumm schlafend im kahlen Gebüsch, alle Sterne erloschen, der Morgen noch nicht gegraut,

du hast die alten Verse schweigend gelesen mit gerunzelter Stirn Zeile um…

von marie mehrfeld

noch verwöhnt uns die Sonne mit ihrem Strahlen, noch schwimmt wie eh und je der Mond im Sternenmeer des unbegreiflich unendlichen Alls, noch blüht und grünt der Tag, noch halte ich Deine Hand und Du meine, noch suche und finde ich Worte, Farben…

von Soléa P.

Wenn Ansprüche nicht mehr befriedigt werden,
du überschlau bist – vom vielen Lernen,
alle um dich scheinen dir banal,
denn nur du hast Grips, Talent und Potenzial –
die Latte hoch gen Himmel gelegt,
dort, wo sich,…

von Willi Grigor

Ich bin ein Mensch, ein bisschen anders,
ich hab mich selbst nicht ausgewählt.
Zu sein ein Mensch, ein bisschen anders,
das klingt bedrückt, doch weit gefehlt.

Ich bin ein Mensch, mit Fehl und Tadel,
ein Mensch, der…

von Christian Morgenstern

Das bloße Wollen einer großen Güte
ist ganz gewiß ein hohes Menschentrachten.
Doch es erhebt sich erst zur vollen Blüte,

wenn Gnaden eines seherisch Erwachten
den Kosmos nachtentleitetem Gemüte
als Geisterkunstwerk…

von marie mehrfeld

Er ist ein Wolf im Schafsgewand,
hat Homo Sapiens sich genannt,
Intelligenz steckt ihm im Kopf,
die nutzt er falsch, der tumbe Tropf.
seht ihn nur an, den Menschenstamm,
wie er erstickt im eig’nen Schlamm,
der…

von Volker Harmgardt

Der amerikanische Traum eines deutschen Schreiberlings:

Per Presidential Decree werden ab sofort weltweit alle Burgerfilialen in
- Drive-In-Lyric-House - umbenannt.
Den Außenposten im Glaskasten an der Straßenführung entlang,…

von Johanna Blau

Warum muss ich ans Atmen denken?
So viele, die Mühe damit haben.
Menschen, die ihr Herz ungünstig verschenken,
Menschen, die am Hungertuche nagen.

Das Leben, wie es versucht, mit Einsamkeit mein Selbst zu stehlen.

Rezitation:
Johanna Blau
von marie mehrfeld

Du Eichenbaum
in unserem Wald,
wie bist du so stark,
wie bist du so alt.

Was wäre wenn, Eiche,
du könntest singen?
Müsste dein Lied nicht
in Moll erklingen?

Was würdest du sagen,
könntest…

von Willi Grigor

Manche Mauer ist gefallen,
warum wurden sie gebaut?
Menschen finden dran Gefallen,
böse Worte sie beschallen:
"Ein Jemand unsre Äpfel klaut!"

Der mit Herz denkt sich im Stillen:
"Meine Äpfel sind noch da.…

von Ella Sander

Seelen,
die dunkel leuchten,
wie ein schwarzer Stern,
ersuchen -ihrem Credo folgend-
geradezu die kaltschlammigen Schatten,
nehmen ein Bad darin
und merken nicht,
dass Dunkelheit an ihnen klebt,
die…

von Christian Morgenstern

Das ist der Ast in deinem Holz,
an dem der Hobel hängt und hängt:
dein Stolz,
der immer wieder dich
in seine steifen Stiefel zwängt.

Du möchtest auf den Flügelschuhn
tiefinnerlichster Freiheit fliehn,

von Annelie Kelch

Vor meinem Fenster zerfällt
der Tag in tausend Scherben.

Blauer Abend tropft leis ...
trägt dunkle Gedanken ins Zimmer.

Ich beginne ein Gespräch mit mir selbst.
Auf viele Fragen weiß ich keine Antwort;
sie…

von marie mehrfeld

Morgenspaziergang. Bestürzt blebe ich vor ihrem Haus stehen. Was liegt denn da auf dem Trottoir. Drei Brillchen ohne Gläser neben einäugigem Puppenkopf auf stofflosem Bügelbrett, dreibeiniger mahagonifarbener glänzend polierter Nachttisch, Türen…

von marie mehrfeld

Jetzt flüst’re ich euch ʼne Geschichte ins Ohr, die kommt in den besten Familien vor: Zuletzt hat sie ihn zum Bahnhof gebracht, so hat er’s gewollt, der stets heitere Knabe, da war’s bereits kurz vor Mitternacht. Im Stehen wurdʼn Kaffee…

von Annelie Kelch

O lyrischer Kuss, zart konvex …
behütet im Schädelkomplex.
Züchtig gehaucht, nicht konkav,
puristisch wie selten: Gustav ...

Klimt: ornamentalisch, abstrakt …
mal mit und mal ganz ohne Akt.
Was, zum Teufel,…

von Willi Grigor

Die Welt hat jetzt im Angebot
böse Tricks und Illusionen.
Die liebt ein jeder Halbidiot,
es gibt sie in Millionen.

Und diese Herde wird gelenkt
von fünf, sechs Vollidioten.
Der kleine Rest von "Klugen" denkt:…

von marie mehrfeld

Nach langer Zeit wieder einmal unterwegs auf den Spuren meiner Vergangenheit. Streifzug entlang vergessener Uferwege – im fahlen Licht der frühen Morgenstunde. Ich habe mich lange darauf gefreut.Zaghafte Tritte durchs Unterholz lassen tote…

von Willi Grigor

Es ist die Sprache,
das Spiel mit den Worten
via Gedanken,
die in uns entstehn,
die uns im Leben
zu den Wesen machen,
die unsre Erde
erforschen, verstehn.

Es sind Gefühle,
das Weinen, die…

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