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von Angélique Duvier
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Beitrag 1 - 35 von insgesamt 261 Texten in dieser Kategorie
von Angélique Duvier

Wieder fällt
ein Wort,
unaufhörlich,
zerschmetternd,
ein kleines,
nachhallendes,
es schwebt,
steht im Raum.

Wieder fällt
eine Träne,
sie bleibt
haften,
klebt an mir,

von Else Lasker-Schüler

Ich will in das Grenzenlose
Zu mir zurück,
Schon blüht die Herbstzeitlose
Meiner Seele,
Vielleicht ists schon zu spät zurück.
O, ich sterbe unter euch!
Da ihr mich erstickt mit euch.
Fäden möchte ich um…

von Angélique Duvier

Deine Blicke deuten,
was sie mir sagen,
wonach sie suchen,
oder gar verschweigen.

Die Bedeutung finden,
Wahrheit darin lesen,
oder nach ihr suchen,
wenn du sie nicht sagst.

von Christian Morgenstern

Das bloße Wollen einer großen Güte
ist ganz gewiß ein hohes Menschentrachten.
Doch es erhebt sich erst zur vollen Blüte,

wenn Gnaden eines seherisch Erwachten
den Kosmos nachtentleitetem Gemüte
als Geisterkunstwerk…

von Soléa P.

Seine Sonne hoch am Himmel
lässt bunte Punkte tanzen
ist so grell in schöner Welt
und völlig unbefangen.

Er schwebt und döst – ist vogelfrei
in seinem Kaleidoskop
singt, summt und schaut dabei
was sich…

von Volker Harmgardt

Der amerikanische Traum eines deutschen Schreiberlings:

Per Presidential Decree werden ab sofort weltweit alle Burgerfilialen in
- Drive-In-Lyric-House - umbenannt.
Den Außenposten im Glaskasten an der Straßenführung entlang,…

von Alfred Mertens

Neulich hörte ich ganz smart,
hier bei uns im Supermarkt:
Mutti sagt: Komm her bei mich,
anfassen,dat darfse nich!

Lass den Appel endlich liegen,
siehse nich, die ganzen Fliegen ?
Mensch wat hab ich dich…

von Willi Grigor

Ich bin ein Mensch, ein bisschen anders,
ich hab mich selbst nicht ausgewählt.
Zu sein ein Mensch, ein bisschen anders,
das klingt bedrückt, doch weit gefehlt.

Ich bin ein Mensch, mit Fehl und Tadel,
ein Mensch, der…

von Angélique Duvier

Ein leuchtendes Licht
blickt aus dem Abfall.
Ein schönes Gesicht,
so rein wie Kristall.
Strahlend auch ohne Worte,
erkennen sie sich überall.

Sind nicht blutsverwandt,
doch durch ihre Seelen
fließt…

von Willi Grigor

Ich schaute auf den Aktenträger,
der plötzlich auf der Wiese hielt.
Er trug auch einen Hosenträger,
der seinerseits die Hose hielt,
die dieser Multiträger trug.
Der Akten-/Hosenträgerträger fand,
die Hose war…

von marie mehrfeld

Mit versiegelten Schnäbeln hocken deine Winterfreunde die schwarzen Krähen stumm schlafend im kahlen Gebüsch, alle Sterne erloschen, der Morgen noch nicht gegraut,

du hast die alten Verse schweigend gelesen mit gerunzelter Stirn Zeile um…

von Thomas Brod

Wir wünschen oft, was wir nicht haben
und haben doch, was andren fehlt.
Wir hungern nicht, wenn wir uns laben
und können frei sein, was viel zählt.

Wir wolln Ansehn, schaun aber weg
und gönnen wir, ist’s oft nur…

von Willi Grigor

Die Welt hat jetzt im Angebot
böse Tricks und Illusionen.
Die liebt ein jeder Halbidiot,
es gibt sie in Millionen.

Und diese Herde wird gelenkt
von fünf, sechs Vollidioten.
Der kleine Rest von "Klugen" denkt:…

von Christian Morgenstern

Das ist der Ast in deinem Holz,
an dem der Hobel hängt und hängt:
dein Stolz,
der immer wieder dich
in seine steifen Stiefel zwängt.

Du möchtest auf den Flügelschuhn
tiefinnerlichster Freiheit fliehn,

von marie mehrfeld

Du Eichenbaum
in unserem Wald,
wie bist du so stark,
wie bist du so alt.

Was wäre wenn, Eiche,
du könntest singen?
Müsste dein Lied nicht
in Moll erklingen?

Was würdest du sagen,
könntest…

von marie mehrfeld

Nach langer Zeit wieder einmal unterwegs auf den Spuren meiner Vergangenheit. Streifzug entlang vergessener Uferwege – im fahlen Licht der frühen Morgenstunde. Ich habe mich lange darauf gefreut.Zaghafte Tritte durchs Unterholz lassen tote…

von Johanna Blau

Warum muss ich ans Atmen denken?
So viele, die Mühe damit haben.
Menschen, die ihr Herz ungünstig verschenken,
Menschen, die am Hungertuche nagen.

Das Leben, wie es versucht, mit Einsamkeit mein Selbst zu stehlen.

Rezitation:
Johanna Blau
von Willi Grigor

Manche Mauer ist gefallen,
warum wurden sie gebaut?
Menschen finden dran Gefallen,
böse Worte sie beschallen:
"Ein Jemand unsre Äpfel klaut!"

Der mit Herz denkt sich im Stillen:
"Meine Äpfel sind noch da.…

von Willi Grigor

Es ist die Sprache,
das Spiel mit den Worten
via Gedanken,
die in uns entstehn,
die uns im Leben
zu den Wesen machen,
die unsre Erde
erforschen, verstehn.

Es sind Gefühle,
das Weinen, die…

von Soléa P.

Hoffnungslos verliebt ist er
in sich und ins Rampenlicht
regiert ein sehr bedeutendes Land
und übt dabei kaum Verzicht.

Ist provozierend, primitiv
seine Mimik – die spricht Bände
er ist ein Mann mit Macht und…

von marie mehrfeld

Morgenspaziergang. Bestürzt blebe ich vor ihrem Haus stehen. Was liegt denn da auf dem Trottoir. Drei Brillchen ohne Gläser neben einäugigem Puppenkopf auf stofflosem Bügelbrett, dreibeiniger mahagonifarbener glänzend polierter Nachttisch, Türen…

von Angélique Duvier

Sie schmücken ihren Weihnachtsbaum
mit dem erschlichenen Erbschaftstraum,
lassen uns in der Kälte sitzen,
während sie gar freudig schwitzen,
im Sonnenschein, am Palmenstrand,
ein Champagnergläschen in der Hand.…

von Corinna Herntier

Zweifelhafte Intentionen.
Stellst dich selbst ganz groß zur Schau.
Jeder Aufwand soll sich lohnen.
Fröhlich grüßt du die Dämonen
und hältst dich für furchtbar schlau.

Unterm Banner guter Zwecke
führst du deine…

von Christian Morgenstern

Geschöpf nicht mehr, Gebieter der Gedanken,
des Willens Herr, nicht mehr in Willens Frone,
der flutenden Empfindung Maß und Meister,

zu tief, um an Verneinung zu erkranken,
zu frei, als daß Verstocktheit in ihm wohne:…

von Ekkehard Walter

Eine Kur dient der Erholung meist,
doch manche übertreiben's dreist
und lachen sich im Übermut sodann
auch noch einen Kurschatten an.

von Willi Grigor

Ein Schrei geht durch die Frauenwelt:
Me Too! Me Too! Me Too!
Der Mann, der maskuline Held,
ist stumm und denkt: "Was nu?"

Er weiß, etwas verlegen:
"Die Hand war mal am Knie"
und sagt, wieder verwegen:
"…

von Monika Laakes

Staunen über diese Blume,
die sich mit tiefblauen Blütenzacken
aus dem Wiesengrund
der Sonne entgegenstreckt.

Staunen über Augen,
die sich aus ungezählten
Molekülen zu Zellen zusammenfügen,
um diese…

von marie mehrfeld

Gemeinsinn:
wieder entdecken,
wir brauchen ihn,
er verbindet uns alle -
miteinander.

von Ekkehard Walter

Wer öfters sich auch mal was wagt,
erlebt, dass man hierbei schon fast verzagt,
denn wer noch offen sagt, was er so denkt,
sich viele Male auch verrenkt.
Der Mensch, er will zwar alles wissen,
doch Offenheit lässt er…

von Monika Laakes

F iligran erscheint sein Wesen
E ngelgleich schweben Gedanken
I rdisch mag sein Körper streben
N iemals grobe Worte weben
G eistreich möchte er sich zeigen
E rnsthaft folgt er seiner Neigung
I mmer lichtvoll…

von Angélique Duvier

Die Menschheit liegt im Fieber,
keuchend geht ihr Atem,
röchelnd sinkt sie nieder,
wenn sich nichts ändert.

Die Temperatur steigt an,
saugt die letzten Kräfte
aus den Adern der Erde.
Gierige Küsse der…

von Joachim Ringelnatz

Machtlos, ein Grashalm, blick ich manchmal gen oben
Zu den Höhen der Menschheit und suche vergebens
Klarheit in dem ewigen Brausen und Toben
Und den unbegreiflichen Kämpfen des Lebens.
Neben mir raschelt der Tod, der…

von marie mehrfeld

mich im Arm halten,
ein Gedicht schreiben,
dich über Regen freuen,

durchs Viertel bummeln,
ein Schwätzchen halten,
fremde Schönheit loben,

Himbeermousse lieben,
genüsslich dinieren,
fünf Sinne…

von Soléa P.

Menschen gibt es die behaupten
das andere nur wenig taugen

und greifen verblendet denjenigen an
egal ob dieser sich überhaupt wehren kann

verletzt ihn tief, tritt nochmals nach
sieht, gegenüber der ist den Tränen…

von Monika Laakes

Ja, die Arroganz, die kann's,
wenn man sie nur lässt,
feiert sie ihr Fest.

Arroganz macht mit Vergnügen
and're Menschen zu Schnecken,
die dann kriechen wie die Gecken.

Arroganz will alleinige Macht,

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