Indigene und andere Minderheiten

von Willi Grigor
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Der Mensch ist geboren zum Ziehen und Wandern,
er sucht nach den besten der Räume.
Es kümmert ihn selten das Leben der andern,
ein jeder lebt nur seine Träume.

Die Urvölker einfach zur Seite er drängte,
mitsamt ihren Bräuchen und Sitten.
Er diesen bald keine Beachtung mehr schenkte
und nicht ihren flehenden Bitten.

Ist heute die Zeit, die schlimmste der Zeiten?
Wir suchen nur Häme und Streit
mit allen, darunter den Volksminderheiten,
der "Friede der Völker" scheint weit.

Vielleicht kommt die Zeit, die größte der Zeiten:
Aus Völker sich bildet ein Volk.
Kein Land hat mehr Minder- und andere -heiten,
die Erde nur Menschen, ein Volk.

© Willi Grigor, 2017
Aus dem Leben

"Internationaler Tag der indigenen Bevölkerungen" 09. August

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Kommentare

08. Aug 2017

Der Mensch hat Chancen heut - in Fülle!
(Doch meistens sieht er nur die Hülle ...)

LG Axel

08. Aug 2017

Ein außerordentlich gutes Gedicht, Willi - nicht allein von der Thematik her, auch, was das Handwerk betrifft. Ich weiß ja nicht, ob du das Amnesty-Journal liest. Auch danach sind wir - leider - sehr, sehr weit davon entfernt, e i n Volk (ohne unsere eigene Kultur aufgeben zu müssen) zu sein.

Liebe Grüße,
Annelie

08. Aug 2017

Ein wichtiges gutes Gedicht, lieber Willi - und ich hoffe mit dir. Man darf nicht zu pessimistisch sein, vielleicht auf das hören, was Al Gore uns zu sagen hat, dessen zweiter Film bald in die Kinos kommt; ich bin gespannt darauf.

Liebe Grüße - Marie

08. Aug 2017

„Eine unbequeme Wahrheit“-Fortsetzung;
Al Gore kämpft gegen den Klimawandel
und auch gegen Donald Trump.

LG Marie

08. Aug 2017

Ein Ausnahme-Gedicht.
Mehr sage ich dazu überflüssigerweise nicht.

LG. Waldeck!

08. Aug 2017

Liebe Kollegen,
ich freue mich über eure positiven Kommentare zu einem Thema, das mich bewegt.

Danke und liebe Grüße aus Schweden
Willi