Vive la France!

von Soléa P.
Mitglied

Blau – weiß – rot,
Himmel – Taube – Tod.
Wer sein Volk nicht anhören will,
es vom Regierungssessel aus drillt,
für seine Belange kein Händchen hat,
hat ohne die Leut' die Rechnung gemacht.

Man will es melken, statt die Reichen,
der kleine Mann soll – muss wieder teilen,
aber, wer Wahlversprechen macht,
der sollte das mit viel Bedacht.

Denn die Menschen wehren sich,
leuchten Signal-gelb im Scheinwerferlicht.
Dies sollte niemand unterschätzen,
nicht selten fliegen da die Fetzen.
Arroganz vom Palaste aus,
dafür gab's noch nie Applaus.

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Kommentare

03. Dez 2018

Er hat da die Rechnung ohne's Volk gemacht
doch wenn's ums „Eingemachte“ geht, versteht das keinen Spaß …

Liebe Grüße
Soléa

03. Dez 2018

Die Bilder, die am Wochenende aus Frankreich um die Welt gingen, waren erschütternd liebe Soléa.
Ich hoffe, dass Du und Deine Lieben nicht von der Gewalt und der Zerstörung betroffen waren.
Der Präsident sollte dringend handeln und von seinem hohen Ross absteigen, wenn er nicht möchte, dass sich das wiederholt.
Die Franzosen waren immer schon mutig, haben für ihre Rechte gekämpft und sind gegen die Eliten vorgegangen, wenn diese ihre Versprechen nicht eingehalten haben.
Dennoch, eine so massive Zerstörung, die viele Unschuldige trifft (es gab sogar einen Toten), geht viel zu weit, meiner Meinung nach.
Da kann man nur hoffen, dass so schnell wie möglich ein "Aufeinanderzu" stattfindet.

Liebe Grüße,
Ella

03. Dez 2018

Liebe Ella, die Bilder waren wirklich erschreckend und soweit soll und darf keine Demo, kein Rebellieren gehen. Doch muss ich sagen, wenn gar nichts zu Bruch geht, wird nicht, oder nur lapidar reagiert. Leider! Schaden an Personen, ist aber ein absolutes No-Go. Wir, meine Familie und ich bekommen „nur“ die Staus mit, die sich vor allem in der Nähe der Einkaufzentren bilden. Doch muss ich sagen, das fast jeder ohne viel Murren es akzeptiert, schließlich geht es ja um uns alle im Land. Macron hat bereits die Mineralölsteuer erhöht und wird sie noch 2x erhöhen. Dazu auch die Strom - und Gaspreise, Studentengelder wurden bereits gekürzt, die Bahnpreise kräftig angehoben, die Sozialhilfe gekürzt, das Arbeitsrecht verschlechter … die Renten sind noch dran. ABER die Abschaffung der Vermögenssteuer für REICHE war ihm wichtig und eine seiner ersten Amtshandlung … und das alles in diese kurzen Amtszeit. Ich glaube, da kann jeder verstehen, wenn der Kragen platzt.

Viele liebe Grüße
Soléa

03. Dez 2018

Frankreich, Niederlande, Russland tragen das Freimaurer Blau, Weiß, Rot.
Im ersten Moment dachte ich, du beziehst dich auf Russland, rasch ändert sich die Welt...
LG Uwe

03. Dez 2018

Du hast recht Uwe, zu viele Fahnen tragen diese Farben … darum „Vive la France!“ jetzt. Ich denke das du spätestens bei „Signal-gelb“ reagiert hast. Ganz so schlimm wie in Russland, sind unsere Zustände nicht, oder, noch nicht.

Liebe Grüße
Soléa

03. Dez 2018

Manchmal muss der Gürtel enger geschnallt werden, weil es gut ist für die Zukunft des Landes, Proteste dagegen gibt es meistens, weil jeder an sein eigenes Portemonnaie denkt und das „Gemeinwohl“ keine große Rolle mehr spielt, das ist meine Beobachtung, Macron hat „la France“ doch aus einer ziemlich hoffnungslosen Lage befreit, wie es schien, es war ein Aufbruch der Hoffnung, auch für uns, ich kann die Situation bei Euch nicht beurteilen, liebe Soléa, weil ich nicht in Frankreich lebe, mir scheint aber, dass seit einiger Zeit bei Krawallen oder Aufständen zunehmend internationale Chaoten am Werk sind, denen es gar nicht in erster Linie auf den Inhalt ankommt, sie setzen in Brand und zerstören hemmungslos und reagieren sich ab, das ist eine neue Dimension der Gewalt am Werk, vor der ich mich fürchte, siehe Hamburg von nicht allzu langer Zeit ...

Liebe Grüße zu Dir - Marie

03. Dez 2018

Den Gürtel enger schnallen, liebe Marie, ist auch für die Franzosen in der Regel kein Problem, das ist hier, nicht anders als bei euch. Nur ist es schlecht, wenn die mit Geld, mit richtig viel Geld, entlastet werden, auch Präsident Macron ist Millionär und das gemeine Volk wird stetig gemolken. Wie meinte er, (nicht wörtlich) „Es gibt die Unterschicht, die Mittelschicht und die Reichen, und die, haben es scheinbar richtig gemacht“. Ich bin nicht reich und habe trotzdem nicht das Gefühl was falsch gemacht zu haben. Wenn ich den Werdegang von Mr. Macron mir betrachte, hatte er einen guten Start ins Leben und das von Anfang an, den hat nicht jeder. Man darf und sollte nie vergessen das 42 Milliardäre die halbe Welt besitzen, heißt, sie haben soviel, wie die 3,7 Milliarden Menschen der ärmeren Hälfte zusammen, das nur nebenbei bemerkt. Aus welcher Lage hat Macron uns befreit, Marie? Fürs Volk hat sich nicht viel verändert, außer, er schafft die Grundsteuer ab und die fehlt dann den Kommunen, gleich Milchmädchenrechnung, da dann woanders eingespart wird, oder was anderes erhöht werden muss … mir bleibt durch Familie und Freunde nicht verborgen, das Macron in DE gut ankommt. Doch was seine innere Politik betrifft, diese wird nach außen hin nicht in Detail gezeigt und so auch nicht tatsächlich wahrgenommen, außer, es spitzen sich irgendwelche Situationen, wie jetzt, zu. Ob bei den aktuellen Ausschreitungen, internationale Chaoten mitmischten, weiß ich nicht, zurzeit spricht die Polizei „nur“ von Unruhestiftern … Dass die Franzosen (leider) so ans Werk gehen, ist aber nichts Neues, liebe Marie.

Sei lieb gegrüßt und danke für deine Betrachtung auf die Dinge, die ich auch nachvollziehen kann.
Soléa

04. Dez 2018

Frankreich ist nicht so blöd wie Deutschland - die sagen es wenn ihnen was nicht passt...
Davon sollten wir uns ein Stück abschneiden!!

Bravo Soléa!

LG Alf

04. Dez 2018

Alf, Du bist nicht alleine mit Deiner Einstellung, ich kenn sie aus Deinen wuchtigen Texten, die mich durchaus beeindrucken, aber es ist doch die Frage, ob wir das GANZE - die Zukunft unseres Planeten – nicht aus einem übergeordneten (über-nationalen) Blickwinkel heraus betrachten müssen, wenn wir eine Zukunft haben wollen? Die selbstherrlichen Anführer, die nur ihr Land im Blick haben, my nation first! tragen zum Abstieg, zum Untergang, zu unserer egomanischen Selbstzerstörung genau so bei wie jeder einzelne Mensch, der im Wohlstand lebt und dennoch nicht gewillt ist, über den eigenen Tellerrand hinaus zu handeln. Dazu gehört nun mal der Verzicht, damit weltweit Menschen ihrer Würde gerecht leben dürfen … oder etwa nicht?

LG Marie

04. Dez 2018

„Frankreich ist nicht so blöd wie Deutschland – die sagen es, wenn ihnen was nicht passt …“ das kann man so sagen, wie ich selbst erleben konnte und kann und das seit mehr als drei Jahrzehnten, Alf. Schon damals, als die Bergwerke geschlossen wurden, wollten sie die „Kumpels“, darunter auch mein Mann, nicht billig, aber günstig, abspeisen. Auch da gingen die Betroffenen, in dem Fall MIT der Gewerkschaft auf die Straße, über Wochen, bis sie geeint nach Paris fuhren und da sich LAUTSTARK, kundtaten. Mit Erfolg! Es gab zwar auch Einschnitte, aber welche, mit denen man eine Chance hatte, sie zu überwinden … und nicht die Existenz zu verlieren. Macron hat vor, das Volk den Kopf hinhalten zu lassen für eine Politik, die das Land dorthin gebracht hat, wo es heute ist. Auch hier, in FR, explodieren die Mieten, die Leute können sich die Stadtwohnung immer weniger leisten, ziehen in günstigere Gegenden, BRAUCHEN das Auto, weil der Staat KEINE fließende oder überhaupt keine Verkehrsanbindungen geschaffen hat. Wie hier, wo ich wohne z. B. fährt nicht einmal ein Bus, doch, aber nur für die Schulkinder – Morgens und am Nachmittag. Studierende, die in den größeren Städten lernen und sich keine Wohnung oder WG dort leisten können, müssen täglich zum Bahnhof gebracht und von dort wieder abgeholt werden und Fahrgemeinschaft funktioniert nur, wenn gleichgesinnte und auch „zugängliche“ da sind und mitmachen. Auch hier im Land müssen viele zum Hauptjob noch Nebentätigkeit ausüben, um Mieten und Nebenkosten zu stemmen, Leben zu können. Vor allem die Familien bleiben da auf der Strecke. Für was das alles. Was ist es für Leben, wenn die durchschnittliche Bevölkerung das retten muss, woran die gut und viel Verdiener sich laben, ja noch (steuerlich) bevorteilt werden? Der Bürger soll arbeiten, oft unterbezahlt, soll konsumieren, da fließt Geld in die (Steuer) Kassen und wenn Missmanagement droht, sollen/müssen wir schon wieder ran …
In meinem Auto, liegt und bleibt auch weiterhin liegen, deutlich zu erkennen, meine „Gelbe Weste – gilets jaunes“

Liebe Grüße
Soléa

04. Dez 2018

Nein, dieser Meinung bin ich nur teilwiese...
denn "egomanisch" sind vor allem auch Leute, die sich über die ganze Welt verbreiten wollen...
und wenn ich das richtig verstanden habe, dann möchten das die Franzosen (die es noch gibt) auch nicht....
und nicht zuletzt deshalb lehnen sie die Politik der Untergangs-Maionette "Macron" ab!

LG Alf