Ängste unterm Lyrikmond

Bild von Haraldsson
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Stadt und Dörfer sind verlassen.
Dunkelheit in jedem Haus.
Ausgezogen sind die Massen,
und die Welt sieht düstern aus.

Wo ist nur der Mensch geblieben ?
Schaue in die Welt hinaus.
Hat man ihn nachts fortgetrieben?
Angst isst meine Seele auf.

Irre durch die großen Städte,
Dörfer, Wiesen, Wald und Feld.
Steige über tausend Stätte.
Wandle unterm Sternenzelt.

Wo ist nur der Mensch geblieben ?
Wurde er ins All gejagt ?
Was geschah mit meinen Lieben ?
Wahn- und Irrsinn - viel gewagt.

Will mir schon das Leben nehmen,
Werd' ich wach durch einen Knall.
Alles nur geträumt soeben.
Menschen seh' ich überall.

(c) 2019

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Kommentare

25. Mai 2019

Das Gedicht kommt ein wenig wehmütig daher,
will aber zuerst auf die Wichtigkeit des empa-
thischen Menschen hinweisen.

06. Sep 2020

...und selbst wenn es war nur ein Traum,
so losgelöst von Zeit und Raum,
Veränderung machte sich breit,
für soviel Fragen keine Zeit...

Ist es nicht auch manchmal im Leben,
die Dinge, die wir gerne geben,
kommen doch mannigfach zurück,
dies bringt uns weiter Stück für Stück.

Doch schwer ists immer positiv,
bei jedem lief schon etwas schief,
danach geht es zumeist bergauf
und Leben nimmt so seinen Lauf....

Nachdenkllich machende Zeilen die ich mir erlaubt habe aufzunehmen und ein kleinwenig 'weiterzudenken'.
Wenngleich das positiv Denken in der heutigen Zeit gar nicht mal so leicht fällt denn das 'Menschlichsein' scheint wohl aus der Mode gekommen zu sein!

Herzlich liebe Grüße zu Dir
Uschi

06. Sep 2020

Beim Erwachen erscheint der Traum als Irrsinn. Aber so weit von der Realität entfernt ist der gar nicht.
Gruß
Ekki