Hamburg

von Annelie Kelch
Mitglied

Mit Schiffen mannigfach und unter breiten Brücken
fließt größtenteils beruhigt der graue Strom.
Viel Regen macht viel Dächer nass
und der Verkehr rauscht ohne Unterlass
zum Hafen und zum Dom.

Das hält kein Schirm aus, keine lackversiegelte Frisur,
wenn von der Nordsee her der Blanke Hans das Pflaster kehrt.
Die sturmerprobte Möwe nur
kämpft sich hinauf zur Rathhausuhr:
zu Konrad mit dem Schwert.

Hängt auch mein Herz an der missglückten Konkurrenz,
die göttergleiche, wo Fortuna spielt und wacht,
(weil Jugendzauber mich zum kleinen Hafen winkt)
so bleibt es doch derselbe graue Strom, der mich zum
Träumen bringt und eine uferlose Närrin aus mir macht.

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

25. Okt 2016

Gedichte von der Qualität wünsche ich mir auf LiteratPro - die passen gut auf diese Website (zu den vielen anderen guten Gedichten, die es hier schon zu finden gibt)! Viele Grüße

26. Okt 2016

Moin, Moin (unser diesjähriger Jahresurlaub war in Dagebüll ... nicht zum ersten Mal. Ich kann mit dem Norden also etwas anfangen.) LiteratPro ist - technisch und administrativ - eine 1-Mann-Show. Feedback gibt es via "LiteratPro" also immer von Denis Waßmann (damit das auch geklärt ist :)) Viele Grüße

26. Okt 2016

Danke für die Information, Denis Waßmann; ich hätte mir sonst Gedanken gemacht über das "Gespenst".

LG Annelie Kelch

25. Okt 2016

Liebe Annelie, ich freue mich sehr, dass du zu uns gefunden hast! Wie ich dir schon schrieb, deine Gedichte machen sich hier sehr gut, denn sie sind einfach fantastisch!! Liebe Grüße aus Hamburg, Angélique

26. Okt 2016

Liebe Angélique,

ich freue mich sehr, dass dir meine Gedichte gefallen. Schade, dass wir uns nicht in Hamburg kennen gelernt haben; ich bin im letzten Juni von dort fortgezogen, anderenfalls hätte ich sehr gerne mehr von deinen großartigen Fotografien und Gemälden gesehen.

LIebe Grüße, Annelie

LG Annelie

26. Okt 2016

Hamburg, meine Stadt. Duch zeichest so ein schönes Bild, dass ich Heimweh bekomme. Und Theodor Storm wird sich auch freuen.
Herzliche Grüße, Susanna

26. Okt 2016

Hallo, Susanna,

Ja, du hast das ganz richtig erkannt: das Gedicht ist an "'Am grauen Strand, am grauen Meer" angelehnt.

Liebe Grüße
Annelie