Gewissen

von Britta Pelü
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Ich quäle Dich! Ich liebe es, Dich leiden zu sehen!
Ich brauche Deine Qual, Deine Tiefen ohne Höhen.
Ich breite mich in Dir aus – und Du kannst gar nichts dagegen machen!
Ha! Höhnisch, hämisch, harrend kann ich lachen!

Du glaubst, Du könntest handeln, aber das ist nur Schein.
Du glaubst, Du bist autark, selbstständig und allein.
Aber das bist Du nicht, Du bist mir hörig,
und alles, was Du tust, ist zu mir zugehörig.

Du denkst durch einen Filter, den Du nicht einmal kennst.
Wie uraltes Wissen liegt in Dir meine Existenz.
Meine Zerstörung und Manipulation haben eine hohe Potenz.
Du versuchst auszusteigen, merkst nicht, dass Du im Laufrad rennst.

Versuch es nur! Das haben schon andere getan.
Aber ich bin geduldig, perfide und polygam.
Ich habe Dein Gehirn, den Körper, den Willen infiltriert,
habe alles, was Du tust, mit meiner Aura flankiert.

Du glaubst, Du bist frei. Aber Du bist in meiner Hand.
Ich habe wunderbare Helfer in jedem Land,
in jeder Person, die Du kennst oder nicht.
Ich verspreche Dir, dass meine Macht aus allen spricht.

Denn nicht erst von Geburt an bin ich für Dich da.
Sitze im universalen Wissen wie ein Dalai Lama.
Und werde unaufgeklärt weitergereicht.
Das macht man so!
Mein Überleben ist leicht.

02.08.2019

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Kommentare

01. Okt 2019

Ich halte dein Gedicht für unbedingt lesenswert.
Nicht jedes lesenswerte Gedicht hat Urkundencharakter.
Es gibt Gedichte dienen durchaus der Abschreckung.
HG Olaf