So kehr

von Alf Glocker
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So kehr der Nacht nicht deine Bleibe,
wachse, welke, kugelrund,
koste, wirke und betreibe
deinen steten Gang und Schwund!

Nur, Wollendes und nicht dein Sagen,
töne urlaut – Triebgefühle,
verliere dich in Schrumpfgelagen,
setz‘ dich zwischen Auf und Stühle!

Doch vergiss nicht, nicht zu lachen,
nicht in Tränen, nicht im Fell,
steige wie ein Lichterdrachen –
ganz weit oben ist es hell!

Um dich rum sind alle Schemen,
sie beobachten was du noch musst –
ohne sich dabei zu schämen –
dein Verderben in der Lust!

Mach dir deine Himmel müde,
sei auf Draht, zum Sturz bereit.
Die Behandlung ist dir rüde –
wie dumm du bist, bist du gescheit!

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Kommentare

05. Aug 2015

Eine Hommage an das Leben in all seiner Leuchtkraft und Finsternis; Eine Steigerung des Textes "In den Reigen" . Der letzte Vers" Wie dumm du bist, bist du gescheit" erinnert mich an Zen Weisheiten: was zu sehr vom Intellekt zerpflückt und durchdrungen wird, wird nicht gelebt im Sinne des "Seins". Ob meine winzige Interpretation auch Deine Gedanken dazu waren, weiß ich natürlich nicht, aber dies sind meine Ideen dazu.

Liebe Grüße

Mara

05. Aug 2015

Sehr viel steckt drin, in dem Gedicht:
Hier Kunst persönlich zu uns spricht!

LG Axel

06. Aug 2015

Liebe Mara, Du hast es richtig interpretiert!
ich bedanke mich herzlich.

LG Alf

Vielen Dank für Dein Lob, lieber Axel!

LG Alf