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Eine ausgesprochen „negative“ Betrachtung

Bild von Alf Glocker
Bibliothek

Es lebe hoch die Wunscherfüllung! „Des Menschen Wille ist sein Himmelreich!“ Wer Gutes möchte und es umsetzt, der ist der Unterstützung würdig! Also, helft allen, die an sich glauben, und stellt sie vor … stellt sie vor die Interessen böser Zeitgenossen, die ihre Zweifel haben, daß irgendwer in den Diensten des Guten steht ...

Ich bin gut, ich bin ein Guter! Hallo Leute, könnt ihr nicht erkennen, daß ich ein Guter bin? Hier steht es doch – ich habe ein staatliches Zertifikat, ich bin als Guter anerkannt. Wer mir nicht glaubt, ist böse, führt Böses im Schilde, widersetzt sich dem Guten: mir! Das ist doch ganz einfach zu verstehen …

Im Wirrwarr der Befindlichkeiten ist es dringend erforderlich, daß man Gute als Gute „brandmarkt“ – ja brandmarkt … denn dies ist eine Schutzbehauptung! Wir erinnern uns, wenn wir wollen, an Haarmann den Schlächter, der völlig davon überzeugt war, Gutes zu tun und in den Himmel zu kommen, wo er dann mit seiner Mutter residiert.

Aber das ist nur ein Beispiel für eine Minderheit, denn Haarmann war ja nur einer. Es gibt aber auch stärkere Minderheiten, die vielleicht aus einem Duzend oder noch mehr Personen bestehen … Charles Manson und seine „Family“. Sie taten in ihren Augen nur das Beste, nicht nur Gutes.

Wenn man so will, kann man aber auch noch größere Gemeinschaften als heilsbringende Institutionen bezeichnen, obwohl sie, aus Langeweile, oder aus Überzeugung, einfach Morde begehen. Sie als widerwärtige Erscheinungen auf diesem Planeten zu bezeichnen ist bereits gefährlich!

Dann – wir erschauern vor Schreck – soll es aber sogar weltweite Bewegungen geben, die Milliarden Mitglieder haben, deren Überzeugung fast nur aus der Ermordung Andersdenkender besteht. Dergleichen steht in ihren (Gesetz-) Büchern, wird von ihren Anführern gepredigt und von Einzelnen ausgeführt.

Hier hat die Erfüllung der Wünsche einen Grad erreicht, mit dem sich ganz viele Menschen identifizieren können, müssen oder wollen. Letztere sind vermutlich in der erdrückenden Überzahl, denn sonst würden derartig unartige Organisationen ja erst gar nicht so erfolgreich werden können.

Sie sind ihrem Himmelreich sehr nahe, besonders wenn diese, ihre Überzeugung, von den übrigen Menschen, aus Humanitätsgründen, toleriert wird. Unglaublich auffällig dabei ist, daß, je mehr Individuen sich einer Mördergesellschaft angeschlossen haben, sie immer freundlicher wirkt.

Denn das Streben nach Glück ist nicht antastbar! Eine große Vielzahl von, sagen wir ruhig einmal „Menschen“ (auch wenn diese Bezeichnung vielleicht gar nicht wirklich zutrifft), handelt immer gut – im Interesse des Guten. Denn ab einer gewissen Mitgliederzahl ist auch die Mordlust etwas Gutes.

Dann kann man nämlich einfach behaupten: „Meine Güte, das sind sooo viele Menschen, die werden doch nicht alle Mörder sein!“ Das ginge schon rein rechnerisch nicht, denn wären sie es, dann bliebe ja keinem mehr die Zeit zum Arbeiten. Broterwerb jedoch ist auch für Mordgemeinden wichtig.

Machen wir uns also keine weiteren Gedanken mehr! Alle, alle, alle sind wir Verbrecher … die einen, weil sie Verbrechen begehen, die andern, weil sie Verbrechen ignorieren oder verharmlosen, wieder andere, weil sie Mehrheiten Verbrechen ankreiden und ganz zum Schluss, weil ein paar gegen Verbrechen überhaupt sind.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Beten wir deshalb darum, daß möglichst vielen Träumern die Träume in Erfüllung gehen und vertrauen wir blind darauf, daß dann Gutes entsteht. Denn das Gute ist das Salz der Erde – und die Interpretation, was denn dann Gutes sei, obliegt dem jeweiligen Träumer ganz allein …

Ganz allein? Nein! Bitte aufpassen! Immer wenn sehr viele Menschen ein und dasselbe wollen, es öffentlich vertreten, dann stimmt was nicht … denn dergleichen KANN nur durch Manipulationen entstehen!! Ein Mensch allein hat immer noch Träume von seiner ganz persönlichen Wunscherfüllung.

Sollten aber plötzlich ganz viele Menschen einen einzigen Wunsch vorrangig pflegen, dann ist Misstrauen angebracht! Dann kann man von keiner Übermacht an vorgeprägten Individuen sprechen, die einfach nur „so“ leben will wie jeder „normale“ Mensch. Dann steckt eine gewisse Absicht dahinter!

Wie aber finden wir heraus, wann das so ist?? Das ist, man wird es nicht für möglich halten, ganz einfach! Sag einfach was gegen eine solche Strömung „normaler“ Zeitgenossen – und du wirst am Aufschrei einheitlicher Empörung erkennen, wie mordlustig sie sind und wie wenig sie diskussionsbereit sind.

Sie werden dich beleidigen, dich verfolgen, dir die schiere Bosheit unterstellen und sie werden sagen, das Gute sei interpretierbar, daß es viele Wahrheiten gäbe und allerlei anderen Blödsinn, der nur allzu gern von einem denkfaulen Pöbel als seligmachende Methode zur Aufrechterhaltung des Friedens akzeptiert wird.

Dann wirst du wissen, was es bedeutet, sich der Wunscherfüllung von Säugetieren in den Weg zu stellen, die von sich behaupten, zur Gattung „Homo Sapiens“ zu gehören. Und wenn du dann hängst, wird dein letzter Gedanke der sein, daß man die Wunscherfüllung der meisten Hominiden einfach verhindern sollte!!

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Kommentare

12. Jun 2018

Kritik wir immer akzeptiert!
(Solang sie positiv passiert ...)

LG Axel