Leseproben ✓ Geschichten, Abhandlungen oder Erzählungen

neue Leseproben
die schönsten Leseproben
von Sabrina Jung
von Susan Melville
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 138 Texten in dieser Kategorie
von Monika Jarju

„Warum bist du noch nicht verheiratet?“, frage ich Adama. Sie lacht in sich hinein, ohne von ihrer Arbeit aufzusehen. „Es hat sich noch keiner gefunden, der mich will“, sagt sie achselzuckend und fährt mit dem Dampfbügeleisen über den Stoff, bis…

von Sabrina Jung

Wenn Du die Dinge, die Du tust, von denen Du glaubtest überzeugt zu sein, vor anderen rechtfertigst, kommt das einem eigenen Rezitieren gleich, weil Du Dich selbst überzeugen möchtest, von dem was Du tust, dass es die bessere Wahl wäre, um kein…

von Susan Melville

Wir alle haben unser Ticket
bei unserer Geburt bereits gelöst
Unaufhaltsam rast der Zug des Lebens
mäanderartig auf sein Ziel zu
Oft verpassen wir Stationen
an denen wir Halt hätten machen sollen
Doch der Zug…

von Alf Glocker

Das Ideal funktioniert nach dem Ausschlussprinzip – alles, was nicht gefällt, wird von vornherein ausgeschlossen! Dazu muss ich sehr, sehr optimistisch sein? Nein, dafür muss ich den Optimismus quasi himmlisch verklären, in eine Dimension hinein…

von Lena Kelm

Der Sommer der kasachischen Steppe war meist drei bis vier Monate
heiß. Die Sonne heiß wie ein Grill, grünes Gras eine Rarität, die es
nur kurze Zeit gab. Aber selbst die trockene Erde war uns Kindern
weicher als die befahrene,…

von Sabrina Jung

"Diese zu erstrebende Mentalität zur freien Meinungsäußerung trotz Abhängigkeitsverhältnis ist in der Lage enorme Kräfte freizusetzen."

"Selbst bei den größten Abhängigkeiten müssen wir uns und jeder Einzelne für sich, sich bewusst machen…

von Eva Klingler

Der graue Himmel glich einer Wand und es malte dich in farbigen Wellen darauf. Ob Nordlichter so aussehen oder Engel?
Vielleicht unter Drogen.
Alles fließt, ein Aquarell - nein viele. Und aus flach entsteht Tiefe. Ich tauche ein -…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Schwüle tropische Luft; eine Dunstglocke legte sich bereits über den frühen Morgen. Maurice Bertram öffnete die Terrassentür. Er fühlte sich im Tag verloren. Die drückende Luft Mauritius’ tat ihr übriges. Er setzte sich auf die Terrasse und saß…

von Lena Kelm

(Auszug)

Sorgenlos wollten wir durch den Park Sanssouci flanieren.
Das herrliche Hochsommerwetter spielte mit. Uralte Bäume
spendeten großzügig Schatten auf dem breiten Weg, der
gesäumt von kleinen Statuen, am…

von Lena Kelm

Am noch kühlen Morgen eines angekündigten heißen Tages
kehre ich, nach dem Blumengießen am Grab meiner lieben
Mutter, in eine Bäckerei in der Neuköllner Karl-Marx-Straße
ein. Ein Steh-Café, nicht das beste und auch kein EINSTEIN…

von Eliza D.

An einem Ort, wo die Liebe in berechnender Weise Konkurrenz bekommt und zu einer austauschbaren Ware verkommt, möchte ich mich NICHT befinden.

von Alf Glocker

Immer wenn ich mir neuerdings- oder bums, Tante Kant, oder Onkel Kante gebe, stehe ich staunend vor einem Nichts! Was hatten die beiden doch gleich gesabbert? „Man soll seine Handlungen nicht überprüfen, ob sie für alle undienlich sind, sondern…

von Sabrina Jung

Deine Augen so aufdringlich durchdringend,
gleichzeitig mit einer Nuance abwertendem Blick,
betrachtest Du ganz zielsicher analysierend Deine Umwelt bis in die kleinste Pore,
Du möchtest alles ganz genau wissen, bis ins kleinste…

von Lena Kelm

...Beim Betreten des fast leeren Cafés fällt mir ein kleinwüchsiger
Mann auf. Nicht wegen seiner Größe, nein, seine Beine sind nackt.
Erotisch wirken sie nicht auf mich. Entsetzt bin ich, draußen fegt ein
eisiger Wind, gefühlte…

von Monika Jarju

Als ich mich dem großen Platz nähere, höre ich bereits die Trommeln. Es ist heiß, nachmittags in Kotu. Ich rieche den scharfen Geruch des roten Sandes, auf dem ich gehe, vermischt mit süßem Blütenduft, und blicke in das grelle Tageslicht über den…

von Monika Jarju

Eine dünne Metalltür verschließt den Ausgang zum Hof. Ida zieht den Riegel aus dem ausgehöhlten Mauerwerk, tritt kräftig mit dem Fuß gegen die Metalltür und stößt sie auf. Im selben Moment läutet das Telefon. Sie geht hin und nimmt ab. Karin…

von Klaus Rödder

… ihr Vater William Rutherford wurde 1902 in die Psychiatrie eingewiesen, wo er später in der geschlossenen Abteilung vegetierte, um 1921 zu sterben. Da war Margaret immerhin 29  Jahre alt. Außenstehende wussten nichts über die wahren Begebnisse…

von * noé *

Wie alltagstauglich man wirklich ist, merkt man erst, wenn eben dieser Alltag einen aus seinem gewohnten Trott hinauskatapultiert. Dann kommen Fertigkeiten zum Tragen, die man sich sein bisheriges Leben lang antrainieren konnte. Unter Umständen…

von Susan Melville

Nur noch bruchstückhaft
erinnere ich mich
an Fragmente
aus meinem frühen Leben
Stundenlang lief ich
ohne Ziel
auf ausgetretenen Pfaden
durch den stillen Wald
Bis ich am Busen der Natur
die…

von Sabrina Jung

Wenn jemand z. B. in abfälliger Art und Weise auch mit entsprechenden Kommentaren sich versucht vorzudrängeln, weil der- oder diejenige keine Zeit hat und nicht mal in der Lage ist, mit einem freundlichen Gesicht freundlich nachzufragen, ob er…

von Monika Jarju

Ausgerechnet heute, wo Ida es eilig hat, ist der Taxisammelplatz am Bantaba-Markt gähnend leer. Fast zwanzig Minuten läuft sie bis zur befestigten Straße vor, winkt den Fahrern zu, überfüllt fahren die Buschtaxis an ihr vorüber. In ihren Schuhen…

von * noé *

Wenn hinter seiner Stirn ein anderes Leben wirksam wird, als das nach außen gelebte ...

Wenn nach außen alles noch so zu sein scheint wie gewohnt ... aber der „Guten Morgen“ analysiert, dass „sie“ heute Nacht mehr geschnarcht hat als…

von Alf Glocker

Heute suche ich nichts, heute sehe ich nur fern. Am liebsten sind mir Geschichtssendungen – ich lasse mich gern aufklären. Ich möchte immer erfahren wie gut die fuhren, die vor uns verfuhren: die Vorfahren. Meine waren schlecht, erfahre ich mal…

von Alf Glocker

„An alle, die es verpasst haben, die Bücher von XY bei der Behörde abzugeben: Wir haben die Frist noch einmal um 3 Monate verlängert!“ Subversive Schriften, die Philosophien zum Inhalt haben, deren Zweck es ist, die Existenz Gottes zu leugnen…

von Alf Glocker

Komm, ich schenk dir was zum Liebhaben – ein Kätzchen, einen kleinen Hund, oder einen winzigen Dämon … wenn sie noch winzig sind, sind sie zum Küssen! Du wirst viel Spaß damit haben, und bedenke auch: Wenn du ihn nicht nimmst, dann wird er…

von Klaus Rödder

Leseprobe

Insgesamt schrieb Agatha Christie 13 Romane, in denen Miss Marple ermittelt:

1930: The Murder at the Vicarage (dt.: Mord im Pfarrhaus)
1932: The Thirteen Problems (dt.: Der Dienstagabend-Klub)
1942: The Body in…

von Alf Glocker

Es war einmal vor 0 Jahren, auf dem Planeten 0, im Lande 0. An der Regierung befand sich gerade die Null-Bock-Partei, die bei der letzten Wahl alle Stimmen bis auf eine bekommen hatte. Tusnelda Nullinger, die Riesengroße, war Parteivorsitzende…

von Lena Kelm

Ein Sonntag im Hochsommer, Bahnhof Berlin-Südkreuz. Der Regionalzug,
in dem meine Tochter und ich sitzen, fährt Richtung Ostsee los. Alle Plätze
sind besetzt, die Gänge voll, überall stauen sich Koffer und Rucksäcke.
Ein älterer…

von Alf Glocker

Lieber Charles Darwin, fahr bitte nicht mit der Beagle in den Pazifik, bleib zuhause und pfleg deinen Bart, denn der allein wird Zukunft haben, deine Evolutionstheorie aber nicht. Denn da wird es sehr kluge Menschen geben – von dir aus gesehen…

von Alf Glocker

Es morgens um 7. Die Welt ist in Ordnung. Tante Angela macht die Türe zum Kindergarten auf und die Winzlinge strömen herein. Die Zeiger der Uhr stehen auf 7! Die Uhr hat keine anderen Ziffern als die 7… „Aaaachtung!“, brüllt Onkel Thomas, „die…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Er lag seitlich auf dem Rücken und spürte wie mehr und mehr seine Kräfte ihn verließen. Das warme Blut
sickerte aus der schweren Stichwunde seines Bauches; eine kleine Lache sammelte sich auf dem kühlen
Straßenpflaster. Er konnte es…

von Doris Müller

Nur ein Größtenwahnsinniger behauptet von sich selbst die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.
Es wird immer wieder Dinge geben, die wir nicht verstehen und das ist gut so.
Denn das Leben ist und bleibt unergründlich, egal mit…

von Olga Drocjuk

„Wir suchen nach einem Menschen, der uns nicht aufgibt, wenn wir schwierig werden und unser Schweigen
unerträglich wird, weil wir nicht mehr weiterwissen. Wir suchen nach einem Menschen, der kein Moralapostel ist
und nicht auf jede…

von Alf Glocker

Wie viel Gefühl ein Elefant bei der Zerstörung eines Porzellanladens braucht? Das kommt ganz darauf an woran er gerade denkt. Er könnte z. B. verliebt sein. Dann ist ihm sicher zum Tanzen zumute. Fürs Tanzen aber braucht man sehr viel Gefühl!…

von Sabrina Jung

Wenn der italienische Eisverkäufer heute gewusst hätte, was ich so dachte, als er mir die Riesenkugel Eis für einen für die heutigen Verhältnisse günstigen Preis gab, hätte er das nur vielleicht dennoch getan. Meine Gedanken waren folgende: Was…

Seiten

Über Leseproben stellt der Autor einen repräsentativen Text seines Werkes frei zur Verfügung. Im literarischen Bereich geht es dabei weniger um einen Gesamteindruck (wie zum Beispiel bei aktuellen Software-Angeboten, die den vollen Funktionsumfang erst nach einer 'Testphase' und anschließendem Kauf ermöglichen), als um eine Idee. Der als Leseprobe angebotene Text soll 'einstimmen' … den Leser neugierig und kaufwillig machen.

In der Regel umfassen Leseproben 10 bis 30 % eines kompletten Werkes - je nach Gesamtumfang. Unterm Strich übernimmt dabei der Leser im Verhältnis zur eigenen Erwartungshaltung Lektoren-Prüf-Arbeit. Das komplette Werk wird erst gekauft oder auch abgelehnt, wenn die Leseprobe Zustimmung bzw. Ablehnung hervorgerufen hat.

Leider können viele Leseproben keinen wirklich gültigen Eindruck zur Handlung vermitteln - vor allem dann nicht, wenn das Werk eine besondere Schlusslösung hätte, die vorab nicht 'verraten' werden kann ohne die Spannung zu zerstören.
Daran sollte man als Leser einer 'Probe' immer denken!