Die Addition des Lichts

von Alf Glocker
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Warum ist der Nachthimmel schwarz und nicht weiß? Das liegt an der Zeit! Und wie kann man das messen? Ganz einfach: Man stellt eine Foto-Kamera auf und knippst in ununterbrochener Reihenfolge den Himmel. Dadurch entwickeln sich (mit der Zeit) die Lichtpunkte zu Streifen, und schließlich – irgendwann – ist das Gesamtbild weiß geworden.

Die Gesamtzeit einer nur sporadisch durchbrochenen Schwärze ist also in ihrer Summe weiß! Alle Zeiten zusammengenommen ergeben dabei eine einzige Helligkeit, die eigentlich dunkel sein müsste … was sie auch ist – aber nur so lange, wie eine Bewegung stattfindet! Das ist zwar spannend, aber: Kann man diese Überlegung auch auf andere Gebiete ausdehnen?

Das kommt ganz darauf an, wie weit das jeweilige Abstraktionsvermögen reicht. Nehmen wir uns, der hochkomplizierten Einfachheit wegen, einmal ein Menschenleben vor. Ein solches Menschenleben ist quasi eine – im besten Fall – sehr lange Reise durch ungeheuer viele Augenblicke, in denen sich ein Bewusstsein abspielt.

Im Verlauf dieser Augenblicke „reift“ der Mensch (die Seele), indem er sich, durch innere Wahrnehmungen, äußere Einflüsse, sowie Lust und Schmerz, andauernd verändert … bis er eines Tages die Gesamtsumme seiner Impulse verkörpert und … stirbt. Alle Erlebnisse, zusammengenommen, bilden einen weißen Fleck im weißen Umfeld des übrigen Lebens.

Alle weißen Flecke zusammengenommen, ergeben die Geschichte eines Volkes, eines Planeten, eines Universum, das gleichzeitlich (nicht gleichzeitig) betrachtet einen riesigen weißen Korpus ergibt, der in seiner gesamten Ausdehnung schwarz, mit winzigen weißen Inseln ist. Aber dafür muss eine Veränderung sichtbar werden.

„Global“ gesehen ist das Universum (in allen seinen geographischen und zeitlichen Abschnitten) demnach in 2 Bereiche aufgesplittet – in einen „lebendigen“ (bewegten) schwarzen und einen „toten“ (ruhenden) Zustand. Zwischen den beiden Teilen ist es weder noch … Extrem abstrahiert könnte man von einer undefinierbaren Grauzone sprechen.

Mathematisch aufgeschlüsselt würde die Darstellung der Schöpfung folglich 3 Zeichen tragen, die sie ausreichend und wohl auch zunächst sehr einfach beschreiben können. Die Zeichen sähen wie folgt aus: – (Minus), 0 (Null), und + (Plus)! „Links“ und „rechts“ von der Null wären dann die „Gebiete“ zu beschreiben, die sich verschieden darstellen.

Ob man das Ganze als „lebendigen Organismus“ beschreiben könnte oder nur als ein Denkmodell, das sich selber erfunden hat, bleibt dem jeweiligen Betrachter überlassen – und zwar egal wo er sich befindet. Alles ist auf seine Möglichkeiten hin ausgerichtet! Doch die Vorbereitung der Ereignisse findet vermutlich unaufhörlich überall statt.

Empfunden können sie werden, wenn sich die Lichtgeschwindigkeit (= Zeitgeschwindigkeit), von einem „realen“ Beginn hin, zu einem „realen“ Ende entwickelt. Dies ist ein Ergebnis der Fortpflanzung, welche sich einerseits materiell (beim Menschen fleischlich) und andererseits feinstofflich (durch das Licht) manifestiert.

Im Verlauf dieser raum-zeitlichen Bewegung negiert sich der Raum selbst dadurch, indem alles, was entstanden ist, auch wieder vergeht. Das heißt, wir bekommen andauernd hinzu und geben andauernd ab. Dies geschieht, solange die Sterne (alle Himmelskörper) „Kreise“ in das Firmament drehen, wodurch immer nur eine „Gegenwart“ erlebt werden kann.

Alle individuellen Errungenschaften auf diesem Weg sind, zu einem Dasein addiert, ein später unveränderbarer Wert, der aufzeigt, was einer ist, der vorhanden war. Das ist zwar als Phantom, bleibend, zu verstehen, kann aber nur in den zueinander variablen Strecken verifiziert werden. Wir begegnen uns nicht in allgemein identischen Raum-Zeit-Zonen!

Der Sohn begleitet den Vater eine Zeit lang, bevor der Vater ins weiße Licht der Gesamtheit wechselt, um später von wiederum einem Nachkommen abgelöst zu werden. Alle miteinander hatten streckenweise eine gemeinsame Umgebung, bilden aber insgesamt so etwas wie eine Perlenschnur, die sich, hinter der Null, im Gesamtbild auflöst!

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Kommentare

08. Apr 2020

Dein Text beweist - LAUT Bertha Krause:
Niemals lohnt sich ein Putz im Hause ...

LG Axel

08. Apr 2020

Der letzte Abschnitt verspricht
fast ein Gedicht
vom weißen Licht!

LG Monika