Silvester

von Alf Glocker
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Der Sand am Himmel ist
gefärbt und manchmal matt
im Wasser vieler Ufer und -
gebrochen fließt aus dem Verstand
ein leuchtend roter Hund.

Er bellt den Mond an wie
ein Wolf, der einsam ist,
dann dreht er sich im Kreis
und trottet in dem Drahtverhau,
der Unzeit durch die Nacht.

Der Morgen steht noch nicht,
er ist ein bisschen ungeboren –
und doch, er schreibt schon
seine seltsam flachen Zeilen von
den Visionen vor uns hin.

Gemacht! Der Handel bleibt.
Wie ein Gebet aus schrägen,
völlig kryptischen Figuren,
die sich aus reinen Zeichen bilden,
ist es getan: Das Jahr ist aus!

©Alf Glocker

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