Was das Herz begehrt

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Die Sonne erleuchtet den Himmel und nichts ist zu sehen außer Azur, die Farbe, die ich schon vom Meer her bestens kenne, in dem sich Fische und Pferdchen mit den Wellen bewegen, der weiche Sand am Meeresgrund mich mit den Zehen geheime Symbole zeichnen lässt, und umso weiter ich mich zum Horizont bewege, verändert sich stetig die Optik von Algen-grün bis hin zu dem Braun der glitschigen Felsen, die knapp unter der Wasseroberfläche enden und auf denen ich mich grazil positioniere, so, dass es aussehen wird, als schwebte eine Göttin, hervorgeholt aus der Tiefe, die mehr Leben beinhaltet als ich zählen und wahrnehmen kann, über dem sich sanft wogenden Wasser.

Ach, was ist da hingegen schon der blaue Himmel – schlichtweg blau, aber letztendlich nur bis zum Sonnenuntergang, wo er sich entschließt rot zu werden, beginnend von hellen zu dunklen Nuancen bis ins fast Schwarze hinein, und ich schaue und staune nicht schlecht, er bekommt Leben eingehaucht! Sterne, unzählige, im geordneten Wirrwarr, glitzernd und funkelnd, vom dominanten Mond im Auge behaltend, faszinieren sie alle ihre Betrachter unter sich und bei klarer Sicht und guter Stimmung untereinander fallen Sternschnuppen herab und lassen's Menschlein ehrfürchtig werden, beim Wünschen, was das Herz begehrt.

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Kommentare

08. Feb 2021

Was wünscht sich wohl die Krause hier -
Sieht sie 'ne Schnuppe - sicher Bier ...

LG Axel

10. Feb 2021

Die Krause hat auch immer Durst,
und du wünschst dir, du wärst sie los!?

Liebe Grüße
Soléa

12. Feb 2021

Die Dicke ist 3 Meter groß -
'nen Drachen wird man sehr schwer los ...

LG Axel

08. Feb 2021

Wenn ich in diesem Zusammenhang Albert Einstein zitieren darf?
"Es gibt zwei Arten sein Leben zu Leben:
entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles eins."

Ich glaube, wir Poeten bevorzugen eher die zweite Variante, wie man an Deinem wunderbaren Text gut erkennen kann. :)
Ist ja auch viel spannender.

Herzliche Grüße
Ella

10. Feb 2021

Da schlagen zwei Seelen in mir, liebe Ella. Ich sehe vieles als ein Wunder an und auf der anderen Seite entsetzt mich vieles was mir vor die Augen kommt und bin deshalb froh für die poetische Seite, die mich Abstand von der rauen Welt nehmen lässt.

Herzliche Grüße zu dir
Soléa

08. Feb 2021

Die grazil positionierte Göttin legt ihre Worte und Farben wie im Spiel um sich...

Wer kommt da nicht ins Träumen?!

10. Feb 2021

Ich hoffe jede/r der es liest, kann und will mir folgen…

LG
Soléa

09. Feb 2021

...wie ein ganz besonderes " Schönheitsbad" aus Worten;
eintauchen und weiter träumen, sich wohlfühlen und erkennen, was ein "Menschlein " ist.
HG Ingeborg

10. Feb 2021

...ein Teil der Natur! Mein Herz, liebe Ingeborg, zieht immer wieder ans Meer. Ich gäbe was drum, die „Bezaubernde Jeannie“ zu sein….

Sei herzlich gegrüßt
Soléa

09. Feb 2021

Herz, begehr von nun an nichts...
das passt genauer, angesichts...

Liebe Grüße
Alf

10. Feb 2021

Doch, lass das Herz nur begehren,
geht’s in die Hose, darf’s sich beschweren …

Liebe Grüße
Soléa

10. Feb 2021

Wunderschön.

Mit Respekt,

Gherkin

12. Feb 2021

Vielen Dank, das freut mich!

LG
Soléa