Spa und Wellness gut – 17. Komm mit uns

Bild von Alf Glocker
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Komm mit uns, so flöten Stimmen, die verzückt im Äther schwimmen. Sie wollen uns sagen: Hör auf die Sirenen, lass dich doch einfach gehen, oder such dir ein süßes Plappermäulchen, das auch noch etwas Anderes kann als Plappern. Auf der Welt ist alles vorhanden, hintfüßen, auf Köpfen und unter den Teilen, die, sowohl überall als auch nirgends erblühen. Mach dir nichts aus dem Nichts.

Erfrischend schön sind die himmlischen Gebäude mit ihren himmlischen Versprechungen, in deren Worten die Erlösung der Seligen steckt, oder eben auch, nein bisweilen, manchmal aber sehr deutlich, der Geist des Weines … bloß nicht zu viel! Denn im Geist liegt kein Geist, wie auch der Wein dafür gemacht ist, daß wir nichts mehr von all dem erfahren können, das unnütz in einer Nebenwelt existiert, die unsichtbar ist.

Denn unsichtbar ist alles was man nicht sehen soll – und die lieben Lieben aus den Unterhäusern und den Oberhäusern, den Nebenhäusern, den Murksbauten (nirgendwo vorrätig) und nicht zuletzt, nein sogar auch nicht zuerst, den Freudenhäusern am heimischen Herd (Goldes wert), bereiten dir ein lustiges Wochenende …von Montag bis Sonntag. Nachzulesen ist das auf der keltischen Himmelsscheibe.

Wallend kannst du dann auch fahren, mit den Tagen, in den Jahren, die niemals verloren gehen, weil wir gern was übersehen: die tatsächlichen Unnötigkeiten, aus denen kein Spaß zu machen ist, sondern Bedenken, die wir uns schenken, aber nicht gegenseitig – und auch nicht annehmen, wenn wir sie geschenkt bekommen. Das macht aber auch nichts, denn nichts macht sich besonders gut mit Kartoffeln … natürlich geschmort.

Wir selbst aber schmoren niemals! Nicht einmal in der köstlichsten Soße aus „Schlagmichlebendig“ und „Gibmirdichblank“. Wir warten auch nur ganz selten und wenn, dann höchstens nur kurz. Denn alles ist schon da, da, und dort! Dada ist auch da und die Schlawienerchen aus Blinz oder Logointogo sitzen bereits in den Straßencafés, wo sie Melange trinken, oder einen Ko-Kakao aus Zimmerzierpflanzen.

Wir täuschen uns niemals. Auch wenn wir uns täuschen lassen oder ließen, dann haben wir das bewusst getan, weil wir kein schlechtes Gewissen haben, sondern gut lachen. Gut zu lachen heißt gerne unter sich hervorzuwachsen, wie eine Drüse aus diversen Bekömmlichkeiten, die man nicht näher zu definieren braucht. Alles fließt! „Fluss und Gegenfluss“, so heißt die Devise. Devisen kann nämlich jeder brauchen. Wir lassen bei uns einzahlen und wir zahlen alles manchmal zurück.

Aber nur wenn es nett war! Es, oder Er, oder Sie, oder ein Wasweißichdennüberhaupt? Darauf kommt es ebenso wenig an wie auf alles Übrige. Warum sollte etwas übrigbleiben? Wir nehmen alles, ihr den Rest. „Ihr“, das ist niemand, keiner, einer, der im Nirgendwo lebt und nicht arbeitet, aber wallfahrtet, der leiert wie der Leierschwanz, der lacht wie der Lachende Hans, der röhrt wie das Röhricht, der glücklich ist!

So läuft der Hase! Von Zicken auf Zacken in der Krone, von streichle den Lukas im elflichten Blau – der Himmel alleine stiehlt uns die Schau … aber nicht wirklich! Denn dort kennen wir uns aus, da sind wir daheim – und nicht irgendwo auf der Erde, in einer Irrealität, die – wenn überhaupt – dann nur surreal genannt werden müsste … falls generell was gemusst werden kann. Wir dürfen uns aalen!

Auch die Kannibalen dürfen sich aalen, wie im Äther, so auch auf Erden, ihr Wille geschehe, wenn wir grad wieder mal keine Lust oder keine Zeit zum Grübeln haben, weil das „Grübeln“ sich auf den „Übeln“ reimt, von denen wir uns erlösen, denn wir vergeben uns unsere Mulden, in Bequemlichkeit! Rahmen – haben keine Bedingungen und es besteht auch gar kein Grund, nein überhaupt gar kein Grund, für nichts und wieder für nichts!

Das müssen wir uns auch nicht, weder hinter, noch vor die Ohren, und auch sonst nirgendwohin schreiben, denn wir haben Spa und Wellness im Sinn, nicht den Vetter von Dadingsbums oder die Base für raketenähnliche Bedürfnisse, die keiner Erklärung bedürfen, die in den Tiefen nur schürfen, wo wir nichts zu suchen haben und auch nichts zu finden. Nein – im Verschwinden liegt das Friedenspfeifenkriegsbeil und gaga!

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Kommentare

23. Sep 2020

Alles fließt - der Hase läuft:
Hier fließt Bier - die Krause säuft ...

LG Axel