Spa und Wellness gut – 11. Wohlige Behauptungen

von Alf Glocker
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Nichts an sich ranlassen ist oberstes Gebot! Egal was passiert, egal was daraus folgt – nichts ist schlimm genug, daß es nicht noch schlimmer sein könnte! Wenn in meiner Nachbarschaft beispielsweise jemand umgebracht wird, dann werden vielleicht in Hinterverschwindien gerade in der Nachbarschaft von jemand anderem bestimmt 2 umgebracht. Wenn ich zu wenig Geld habe, dann hat, mit an total wahrscheinlicher Ganzsicherheit, in einem absolut armen Land, jemand noch viel, viel weniger Geld zur Verfügung als ich. Ich kann also froh sein, daß ich hier und nicht absolut woanders lebe! Was habe ich doch Glück?!

Hier ist alles gut, und ich existiere in der besten aller Zeiten davor und danach! Davor vielleicht – aber danach? Das Gute wird automatisch besser, sonst ist es nicht gut, oder? Nein! Alles entwickelt sich innerhalb eines ewig währenden Fortschritts. Das geht ganz von selber … wir müssen nur mitmachen! Aber nach mir die Sintflut! Schließlich kann ich für nichts was. Nur wenn ich nicht mitmache kann ich für was was. Aber was? Ich kann z. B. glücklich sein, denn dies ist mein Leben. Es ist jetzt und deshalb lieben wir uns alle, weil wir alle wissen, daß Liebe die einzige Ausdrucksform der Zufriedenheit ist. Nichtwahr?!

Seltsame Zeiterscheinungen sind eben seltsame Zeiterscheinungen. Sie haben nichts zu bedeuten, sie machen nichts aus und sie tangieren mich höchstens peripher, deshalb sind sie auch nicht relevant! Relevant ist, daß ICH liebe! Ich liebe die Welt – wenn die Welt mich nicht liebt, dann ist das ihre Sache. Aber sie kann eigentlich nicht anders. Denn wer die Welt liebt, der wird wiedergeliebt werden. Wenn mich einer schlägt, oder wenn einer den Nachbarn schlägt, dann liebe ich ihn, oder wir beide lieben ihn so sehr, daß er uns wiederlieben muss. Niemand ist schlecht oder böse, das ist einfach so!

Man darf ja auch nicht alles glauben was man hört, und was man sieht erst recht nicht! Sollte irgendwo etwas passieren was mir nicht gefällt, dann ist es entweder gaanz weit von mir weg, oder es war nicht. Dann gehört es zu einer Verschwörungstheorie und sonst nichts. Mir kann einfach nichts passieren, weil ich alles glaube, was geglaubt werden soll: Daß sowohl vor morgens um 7, wie auch danach die Welt in Ordnung ist. Und wenn das einmal nicht so perfekt zutrifft, dann arbeiten welche daran, daß es besser wird … indem sie lieben. Wir müssen uns da nicht groß Gedanken machen und alles in den Schmutz ziehen!

Warum sollte jemand sagen „Dem sollten wir konsequent auf den Grund gehen und dann rigoros daran arbeiten!“ Das ist nur insofern nötig, als wir alles gut finden, weil am Ende immer alles gut wird. Das kommt vom Kommen, das ist einfach so. So war es immer und so wird es immer sein – und wem haben wir das zu verdanken? Doch nur den Menschen, die an das Gute glauben, ob es nun wirklich gut ist oder nicht. Und warum? Na, weil sie eben lieben, lieben und nochmals lieben! Niemand ist sicherer als die Liebenden, die eine Welt der Liebe lieben. Aber nach mir die Sintflut – ist doch klar: Weil einer allein an allem nichts ändern kann!

Wir müssen nur eine positive Grundeinstellung bewahren. Und eine positive Grundeinstellung ist, nicht darauf zu achten, ob etwas wirklich positiv ist oder nicht, sondern ob ich etwas positiv sehe oder nicht. Wenn ich etwas vorbehaltlos positiv sehe, dann ist es auch positiv! Ihm bleibt gar nichts anderes übrig, als positiv zu sein. Und wenn es positiv ist, dann wird es mich auch lieben. Das ist ein Naturgesetz. Jedenfalls bei uns Menschen. Bei den Tieren mag das vielleicht anders sein, aber Tiere sind Tiere und Menschen sind Menschen – und Menschen lieben und achten sogar andere Menschen und womöglich auch Tiere.

Darin sind sich alle Menschen gleich. Gleich welcher Religion oder Art sie angehören, egal ob oder warum sie tun möchten, was man tut oder nicht tut. Alle sind vor dem Gesetz gleich … vor dem Gesetz einer gesunden Ignoranz, ohne die niemand glücklich werden kann, weil er sonst an allem bloß herummäkelt und alles nicht gut findet oder gar schlecht, was er sieht oder hört. Es ist schließlich immer eine Frage der Zeit, ob die Erde flach oder rund ist. Wenn sie grad eine Scheibe ist, dann werde ich damit glücklich sein und mich freuen und erst gar nicht hinhören, wenn einer unbedingt meint, daß er sich wichtigmachen muss! Jawoll!!

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Kommentare

30. Jul 2020

In Hinterverschwindien scheint vieles möglich ...:-)
Tolles Foto übrigens, sei gegrüßt!

Monika