Honeybee

von Nicole Schrake
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Er verschanzte sich hinter den der Zeitung, mundfaul, noch eingeschnappt vom gestrigen Streit. Lappalien, doch nein, er, wähnte sich nach wie vor im Recht und strafte sie mit Nichtachtung. Der lokale Sportteil schien in brennend zu interessieren. Als ob das Spiel von Furzhausen so wichtig wäre, dachte die Frau zornig. Sie betrachtete ihr Gegenüber: 3-Tage-Bart, volle Lippen, zerzauste Haare, die Brille thronte auf der Nase.

Entspannt lümmelte der Mann im Sessel Er trug nur karierte Boxershorts. Die feinen, dunklen Haare auf seiner Brust kräuselten sich. „Was ist eigentlich so interessant an dem Käseblatt?“ fragte die Frau mit scharfer Stimme, die die Stille des Morgens wie ein Messer zerschnitt. Der Mann hob den Kopf, ließ die Zeitung sinken und bedachte die sichtlich erzürnte Fragende mit einem etwas sarkastischen Blick, seine linke Augenbraue zog er dabei mokant in die Höhe, ein Grinsen erschien in seinen Mundwinkeln.

Wie sie das hasste! Dieses in ihren Augen überhebliche Gegrinse. Im Inneren der Frau begann es zu brodeln; Magma des Zornes bahnte sich seinen Weg. Die Eruption stand kurz bevor. Das nunmehr amüsierte Grinsen des Mannes brachte sie auf 180, das sollte er eigentlich wissen. Die Frau sprang von ihrem Stuhl auf, ging rasch auf den Mann zu und riss ihm die Zeitung aus der Hand. Sein Lächeln vertiefte sich nun. Er liebte es, wenn sie in Rage war. Das rote Haar stand ihr wie ein Feuerkranz um den Kopf, die grünen Augen schienen Blitze zu verschleudern, die ihn bis ins Mark trafen. „Hol mich der Teufel. Du machst mich verrückt, wenn Du so wütend bist.“ sagte der Mann mit seiner markanten Stimme, packte die Frau an den Hüften und zog sie auf seinen Schoß.

Sie wollte protestieren, doch er erstickte ihre Worte mit einem leidenschaftlichen Kuss. Ihr abwehrendes Verhalten erlahmte zusehends; der Mann spürte, wie der Frauenkörper in seinen Armen nachgiebig, weich und anschmiegsam wurde. Ihre Zungen fanden sich, spielten miteinander und endlich legte die Frau ihre Arme um den Hals des Mannes. Er spürte die spitzen, kleine Brüste an seiner Brust. Ihr Nachthemdchen bedecke nur wenig von der warmen, weichen Frauenhaut.

Der Kuss des Mannes wurde drängender, hitziger; sein Feuer sprang auf die Frau über, beide gingen völlig in diesem Kuss auf; vergessen war der unsinnige Streit. Nach einer kleinen Ewigkeit lösten sie sich voneinander. „Ich will Dich schmecken." hauchte die Frau, befreite sich aus der umklammernden Umarmung und ließ sich zwischen die muskulösen Schenkel des Mannes gleiten. Die Knieende nestelte nun an der Knopfleiste der Boxershorts und schob ihre Hände in den Schlitz. Sie fand den heißen Penis und rieb ihn verlangend, drängend. „Oh, ja, bitte mehr.“ brachte der Mann nur hervor und genoss die frivolen, kleinen Finger, die auf seinem Instrument der Lust furios die Tonleiter der Lust abspielten.

Diese Melodie fand in seinen Genitalien immer ein bombastisches Echo. Die Frau liebkoste zärtlich den Ständer, fühlte die Härte, das pulsierende Verlangen. „Zieh Deine Shorts aus.“ befahl sie. Der Mann öffnete die Augen und befolgte ihre Anweisung. Nackt saß er nun in dem Rattansessel; die Morgensonne übergoss seine Gestalt mit goldenem Licht. Der Phallus ragte empor, zitterte ungeduldig. Die Frau erhob sich und ergriff den Honig, der sich sinnigerweise der Bezeichnung „Flotte Biene“ rühmte und träufelte den süßen Nektar auf den erigierten Penis des Mannes.

Sie beugte den Kopf, ihre Zunge umscheichelte die Eichel und schleckte genüsslich an dem heißen, zuckenden Fleisch. Das leise Stöhnen des Mannes erfüllte den Raum. Seine Hände gruben sich in ihre Schultern, als sie den Penis ganz behutsam in ihre Mundhöhle gleiten ließ, wieder und wieder. „Oh, mein Gott.“ brachte der Mann mühsam über die Lippen, die Augen geschlossen. Die Frau streichelte die zarte Haut seiner Innenschenkel und umfasste dann behutsam seine Hoden, begann sie zu massieren, ganz leicht, einem Schmetterlingsflügelschlag gleich, dann etwas fester, so, wie ihr Gefährte es liebte.

Die weibliche Zunge tänzelte hingebungsvoll an der Unterseite der Eichel, dann rieb die Frau mit ihren feuchten Lippen an dem harten Schaft, verteilte weiter Honig über den ganzen Penis, leckte ihn dann langsam genüsslich ab und ergötzte sich an ihrem Tun und den Reaktionen, die sie bei dem Mann auslösten. Er keuchte, seine Lenden zuckten und war pure Hingabe. Der frechte Frauen-Mund stülpte sich wieder über den Penis; die Frau nahm ihn auf, so tief sie konnte und bewegte ihren Kopf schnell auf und ab. „Ja, ja, ja.“ Die lauter werdenden Rufe, das Vibrieren des Körpers zeigte ihr, dass ihr Liebster kurz vor dem Abschuss stand. Der Countdown begann.

Die samtigen Lippen und streichelnden Finger brachten den Mann um den Verstand und schließlich über die Schwelle. Mit einem heiseren Schrei ergoss er seine Sahne in den Mund seiner Gespielin. Die Welt schien in einem einzigen Lichtermeer zu explodieren, vergessen waren Zeit und Raum.

Ja, so sollte jeder Samstag beginnen, ach, was, jeder Morgen ...

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