Die Gefährdung zivilisierter Menschen durch die Evolution

Bild von Alf Glocker
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Zivilisierte Menschen kann man meistens schon aus großer Entfernung erkennen … die Männer schlendern und wirken entspannt, oder geschäftlich konzentriert … die Frauen haben den Ausdruck zarter Erotik und anmutiger Leichtigkeit im Gang. Keiner von ihnen trägt einen provozierenden Stolz zur Schau, oder eine Bauernmädchenhaftigkeit, die von Pflichterfüllung und Pragmatismus im Glauben spricht. Das spricht von „Menschenwürde“. Aber gerade die zu erlangen, ist nicht im Sinne der Evolution! Im Sinne der Evolution ist das Vergleichen, das Lernen, sowie der kritische Umgang mit dem Fehlerhaften.

Vergleichen und Lernen, in und durch die Natur, kann man natürlich sublimieren, z.B. durch Betrachten: Tatsachen auf sich wirken lassen, ohne Beeinflussung von außen … wie es die Propaganda von Wichtigtuern anstrebt, damit der Mensch seine Besinnung verliert. Damit er nicht mehr natürlich denken kann, sondern ausgetretenen Pfaden folgt, die ein besonders großes Kamel für ihn getrampelt hat – ein Diktator oder ein Tempeldiener kann solche Aufgaben erfüllen. Zivilisierte Menschen sind schwach. Ihr Gebiss ist zu klein für die Welt! Und der Kopf ist viel zu groß geworden. Wenn man solche Attribute besitzt, dann muss man sie auch nützen.

Denn sonst, denn sonst könnte da jemand kommen, der von Natur ein großes Gebiss hat, dessen Gehirn aber trotzdem noch ausreicht, um sich selbst als ein Wesen zum Besten zu geben, das durchaus in der Lage ist, Kreativität vorzutäuschen. Dieses Wesen erlernt, was man sagen darf und soll, damit solche Individuen übertölpelt werden können, die vorher einer perfiden Propaganda auf den Leim gegangen sind. Auf diese Weise kann sich auch der Primitivste zum Werkzeug des Bösen machen, von dem er selbst zwar nicht die geringste Ahnung, dafür jedoch durchaus völlig intakte Instinkte hat. Die wiederum drücken sich in Gebissen aus.

Der zurückgelegte Evolutionsweg (der meistens in der Dekadenz endet) ist leider weithin sichtbar. Und diese sichtbaren Zeichen der Entwicklung geben den Primitiven kund: „Achtung, hier existiert noch ein schwacher Mensch, der, durch allzu viel abstraktes Denken, den Zugang zur Wirklichkeit, der Wahrheit auf Erden eingebüßt hat – schnapp ihn dir und bring ihn um. Dann setzt du dich selbst an seine Stelle und gibst vor, seine Lebensweise imitieren zu können. Jeder Ausbeuter oder Diktator wird dir ohne weiteres glauben, da Untertanen immer gerne von Leuten gesehen sind, die nicht sehr weit denken können … nur von der Hand in den Mund.

Das haben sie mit den Primitiven gemein … denn auch Macht und Reichtum üben einen primitivisierenden Einfluss auf menschliche Gemüter aus – und zwar egal welcher Herkunft … denn im Unterbewusstsein liegt das Glück! Und genau dort kann es auch zerstört werden. Der Zivilisationsmensch ist empfindlich! Wenn er sich starken Widerständen gegenübersieht, dann belegt er Kurse in Verhaltenspsychologie, damit man ihm dort eintrichtert, wie er sich „am besten“ verhält. Der instinktiv starke Wilde lässt sich nicht so leicht von seinem Glauben, oder seinen Trieben abbringen. Er macht erst mal ein Kind, dann greift er zur Waffe!

Er nimmt das Steinbeil und schlägt demjenigen, der die Frechheit besitzt, ihm im Wege zu stehen, nieder … wenn ihm vorher nicht ein völlig perverser „Hochzivilisierter“ ein Maschinengewehr verkauft hat, weil er sich dadurch für ganz besonders geschäftstüchtig hielt. Denn in Punkto „Geschäftstüchtigkeit“ ist ein Zivilisationsmensch vorzugsweise sehr versiert … das setzt er mit „Intelligenz“ gleich und er übersieht dabei geflissentlich, daß der Verkäufer, durch seinen blinden Glauben an die Gleichheit der Menschen und die Wirksamkeit der Zivilisationsbestrebungen, vermutlich dümmer war als der Käufer.

Die Evolution wird, angesichts derart idiotischer Verhaltensnormen auf Seiten der Zivilisierten, um mehrere 10 000 Jahre zurückgeworfen. Leider kann die Evolution aber nicht sprechen, da sie anderweitig beredte Zeugnisse ihres Wirkens abliefert – anhand der Leistungen einer Art, wenn man so will … aber so will man ja nicht. Die einen, weil sie nichts können und die anderen, weil sie nicht wahrhaben wollen, daß die einen mehr und die anderen eben weniger können. Eine solche Einstellung nennt man einerseits „weltoffen und vorurteilsfrei“, und andererseits, aus taktischen Gründen, gar nicht, denn in Sachen „Überleben“ sind Primitive listig!

Der List zu widerstehen ist das Gesetz der Philosophen! Denn die List kann nur zerstören, während der Geist erschafft. Aber ein Geist, der nicht auf die List und ihre gefährdende Wirkung vorbereitet ist, kennt die Realität nicht. Und wer die Realität nicht wahrhaben möchte, der wird alles hinweglernen, was man zum Überleben braucht … nicht zum Überleben als Fleischkloß, sondern zum Überleben als reifer, fähiger Mensch, der sich seine Begabungen nicht von Rattenfängern ausreden lässt, weil das grade im Trend der Zeit liegt. Die „Menschenwürde“ ist eine abstrakte Konstruktion, die weder ärztlich verordnet noch sonstwie befohlen werden kann. Es gibt Kräfte, die sie nicht anerkennen wollen … und das ist gefährlich für die Evolution …

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Kommentare

20. Apr 2018

Zurück zur Natur! Es war auch Zeit!
(Der Sapiens ist halt nicht gescheit ...)

LG Axel