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Der kleine Timmy

Bild von Anita Zöhrer
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Tiefdunkle Nacht brach über die Welt herein, Einsamkeit machte sich breit. Zurückgelassen von allen Menschen, die er liebte, irrte der kleine Timmy in einem weiten, verschneiten Wald umher und suchte vergebens nach Wärme und Geborgenheit. Seine einzigen Freunde waren die funkelnden Sterne über ihm und all die Bäume, die ihre Äste nach ihm ausstreckten, um ihn schützend zu umschließen.

Ein kalter Wind zog auf und wehte Timmy Schnee ins Gesicht. Müde sank der kleine Junge schließlich nieder und dachte an seine Familie – seine Großeltern, seine Eltern und seine Geschwister. Wie glitzernde Sterntaler erschienen seine Tränen, erzählten von seiner Sehnsucht nach seiner Heimat, die er doch nie wieder sehen würde.

Der Mond rückte heran und neigte sich auf ihn herab. Wie verrückt begannen Sterne durch den Orbit zu fliegen, wie wild gewordene Sternschnuppen kündeten sie ein helles Licht an, das sich nach und nach vor Timmy auftat. Konturen von Menschen wurden sichtbar, von Erwachsenen und Kindern. Sanft hallte der Name des Jungen durch die Nacht. Neugierig erhob sich Timmy und erkannte seine Familie in dem hellen Schein. Freudig lief er ihnen entgegen und verschwand mit ihnen in eine neue Welt, in der es keine Einsamkeit und Kälte mehr gab. Nur Geborgenheit und Wärme.

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