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Ödes Land

Bild von Anita Zöhrer
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Mit einem Stock und einem bis zur Gänze befüllten Rucksack wanderte ich los, einzig meiner Sehnsucht folgend. Ödes Land breitete sich um mich herum aus, verdorrt waren alle Pflanzen in der Hitze des Sommers. Ihr Anblick stimmte mich traurig. Warum hatte sich denn niemand um sie gekümmert, weshalb ihren Schrei nach Wasser nicht gehört?

Ebenso dürstete mich bald, viel zu wenig an Proviant hatte ich mitgenommen. Woher hätte ich auch ahnen sollen, was auf mich zukommen würde? Ich setzte mich in den Schatten unter einen Baum und sprach ein Gebet. Ich schaffte es nicht mehr allein. Zu erschöpft war ich, um meine Reise auf eigene Faust fortzusetzen.

Nicht lange ließ die Antwort meiner Bitte auf sich warten. Ein Kutscher kam des Weges, nur leider fuhr er in die falsche Richtung. Als er mich entdeckte, blieb er stehen und streckte seine Hand nach mir aus. Ich zögerte. Sollte ich umkehren? Nach all den Tagen? Noch dazu einem Fremden vertrauen? Mithilfe meines Stockes stellte ich mich wieder auf die Beine. Bereit war ich, seine Hilfe anzunehmen.

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