Verschreckte Träume

von Monika Laakes
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Kommt zurück!
Im Gras
schillernde Diamanten,
am Himmel
die ausgestreckte Hand.
Düfte von Sandelholz
und Vanille.
Horch in kosmische
Rhythmen hinein,
dort taktet Wahrheit.
Versinke im Taumel
ersehnter Träume.
Lerne die Sprache
sterbender Kreaturen.
Durchbrich die
Todesdynamik und
segne die trudelnde Erde.
Kommt zurück!
Verschreckte Träume
in verborgenen Winkeln.
Seht friedliche Hände,
offene Herzen.
Botschaften von
fernen Sternen
dringen vor,
klingen fremd.
Rettende Träume
hüllen in Verstehen
lehren alle Sprachen
und küssen beherzt
die gequälte Wirklichkeit.

5. Juni 2018

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Kommentare

05. Jun 2018

Wieder mal hast Du den richtigen Ton getroffen, lieber Axel. DANKE!

LG Monika

05. Jun 2018

Unglaublich intensiv und zur Wahrheit vordringend, Monika. Dein Gedicht macht mir deutlich, wie wenig wir die gequälte Wirklichkeit berücksichtigen, wenn wir den Frühling feiern; nichtsdestotrotz beschwichtigten Deine Zeilen diese Wirklichkeit und lehren uns, die Sprache der Natur zu erkennen und letztendlich ohne Groll zu akzeptieren. Ein nahezu aufschreckend (im positiven Sinne) gutes Gedicht, danke, liebe Monika.

Liebe Grüße,
Annelie

05. Jun 2018

Deine Interpretation trifft den Kern, liebe Annelie. Lass uns weiter träumen, weiter erkennen, weiter die fremde Sprache der Natur lernen. DANKE für Deinen guten Kommentar.

LG Monika

05. Jun 2018

Dein weises und schönes Gedicht berührt den Grund der Dinge, die Essenz des Lebens, ich nehme es mit in meinen Abend, danke dafür.

Liebe Grüße Marie

06. Jun 2018

Liebe Marie,
auch Deine Worte haben meinen Abend versüßt. Vielen, vielen Dank!

LG Monika

05. Jun 2018

Wie aus einer andern Welt –
Verträumt und doch real.
Sehr schöne Zeilen.

Liebe Grüße
Soléa

06. Jun 2018

Liebe Solea,
manchmal bietet die Fantasie ein Ausruhen vom Alltagswust. Und jetzt kommt ein herzlicher Dank an Dich "aus einer andern Welt".

LG Monika

08. Jun 2018

Ist unsere wahre Existenz der Traum? Die kosmischen Rhythmen? Und unser Erdenleben der Albtraum? Der Gegensatz dazu? Die Dualität zu begreifen?
Mit Deinem Gedicht, liebe Monika, kann ich mich noch lange beschäftigen.

Liebe Grüße, Susanna

08. Jun 2018

Wahrscheinlich erfassen wir mit unseren Sinnen nur einen kleinen Ausschnitt der Wirklichkeit. Liebe Susanna, es ist erschreckend, dass der Mensch in kürzester Zeit unsere Erde in einen Albtraum verwandeln kann. Doch immerhin haben wir bis jetzt - kurz vor 12 - immer noch einen Ausweg gefunden. Dir danke ich sehr für Deinen guten Kommentar und wünsche Dir viel hilfreichen Optimismus und Mut.

LG Monika