Novalis

von Frederico Zapatero
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Was da blüht bleibt fast verborgen,
im dunklen Kleid der Nacht versteckt.
Was da glüht scheint fast gestorben,
ehe mich der Vater weckt.

Vor dem Tag und nach der Nacht,
ein Sehnen zieht sich durch die Welt,
ein allzeit leises Wispern,
mein Innerstes erhellt.

In Bäumen, Blättern unaufhörlich
raunt die Seele tief in mir,
soll ich fahrenlassen Leib und Leben
für immer Dein, im Jetzt und Hier.

Zu jung gestorben, fast zu alt,
trägt mich der Alte dann hinfort
Und tausend aber tausend Stimmen
flüstern meinen Namen dort.

Dort, das ist des Meeres Grunde,
ist der Berge Schatten Platz,
ist das Tief in allen Worten,
an jedem Ort, in jedem Satz.

Denn wenn die Nacht sich wandelt,
und der Morgen bricht herein,
leg ich ab der Menschen Kleider
und will dann gestorben sein.

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